Frage von Klaus666,

Allgemeines Wohngebiet - landwirtschaftliche Nutzung

Wir wohnen in einem Neubaugebiet, welches als "Allgemeines Wohngebiet" im Bebauungsplan gem. BauNVO §4 deklariert ist. Ausgeschlossen sind sogar die nach 4 (3) zulässigen Ausnahmen. Das Baugebiet ist noch in weiten teilen unbebaut. Ein Teil dieser Fläche (die u.a. auch direkt an unser Grundstück grenzt) wird weiterhin landwirtschaftlich genutzt (Maisanbau). Wir sind quasi 5 Monate umzingelt von hohen Maispflanzen, die uns die Sicht nehmen und bei Wind natürlich auch Geräusche machen. Dazu sei gesagt: Es betrifft sowohl einen Bauabschnitt, der bereits erschlossen ist (Versorgung, Baustraße) als auch einen Bauabschnitt, der noch nicht erschlossen ist. Nach meiner Rechtsauffassung ist eine landwirtschaftliche Nutzung eines Allgemeinen Wohngebietes nicht zulässig, egal ob erschlossen oder noch nicht. In keinem Vetragswerk zu dem Baugebiet wird darauf hingewiesen, dass es ggf. noch Ackerbau geben könnte. Der Erschließungsträger (Bauträger) sagt jedoch, dass es temporär (wie lange soll das sein?) zulässig sei und kümmert sich nicht weiter. Wir fühlen uns auf den Arm genommen. Was können wir tun?

Antwort von firstguardian,
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Soll das jezt ein Witz sein, was Sie da schreiben? Die Ackerfläche hat doch mit dem angrenzenden Baugebiet absolut nichts zu schaffen! Mais ist Ihr Problem? - Dann warten Sie erstmal ab, wenn der muntere Landwirt "jauchzt"! Gegen Schweinegülle und Klärschlamm ist Mais geradezu ein geruchs- wie geschmacksmäßiger Hochgenuß und das nicht nur vom Höhenwachstum! Hoffentlich haben Sie sich Ihren preiswerten Grundstückskauf in ländlicher Umgebung auch reiflich überlegt!?! Übrigens die angrenzende Fläche ist nicht nur landwirtschaftlich genutzt, sondern die gehört auch noch zum Jagdgebiet! Also Muschi und Fiffi nicht streunen lassen!

Antwort von Dea2010,
1 Mitglied fand diese Antwort hilfreich

Mal die Kirche im Dorf lassen! Die Landwirtschaft ist sicherlich schon dagewesen, BEVOR ihr gebaut habt. Wenn die anderen Baugrundstücke nach und nahc bebaut werden, löst sich euer "Problem" ganz von selber. Außerdem baut kein landwirt jedes jahr Hackfrüchtean,das wechselt dann mit Getreide und Gründünger. Andere würden sonstwas geben, um so idyllisch wohnen zu können. Außerdem: Wenn jder so denkt wie ihr, woher soll dann euer Essen kommen? Aus der Retorte? Mannmann, Eier fressen, aber den Hahn verteufeln.

Kommentar von Pumukl,

Mal die Kirche im Dorf lassen, ist gut!
Erst verdienen sich die Bauern eine goldene Nase, wenn sie ihren Acker als Bauland verkaufen und wundern sich dann, wenn dem Häuslebauer doch nicht die Landwirtschaftsemissionen gefallen.

Kommentar von firstguardian,

Der Landwirt verkauft kein Ackerland als Bauland! Er verkauft Ackerland oder allenfalls Bauerwartungsland. Bei sogenanntem Rohbauland sind bereits erhebliche Investionen getätigt worden. Tritt erstmal die Baulandreife ein, sind auch die Erschließungskostenbeiträge fällig und das Ganze erlangt steuerlich von der Bemessungsgrundlage her eine völlig neue Dimension, die sich ein biederes Bäuerlein nicht einmal im Traume leisten kann. Ich weiß ja nicht, wo Sie Ihre Bauträgererfahrung gesammelt haben. Mit meinen praktischen Erkenntnissen jedanfalls deckt sich Ihr ahnungloser Vortrag in keiner Weise!

Antwort von Klaus666,

Das Baugebiet wird landwirtschaftlich genutzt, es geht nicht um irgendwelche andere angrenzenden Flächen! Als wir gekauft haben, war das noch nicht der Fall. Und wie sollen wir denn bitteschön neue Nachbarn bekommen? Wer kauft denn ein Baugrundstück, wo Mais draufsteht (übrigens nun das 4. Mal nacheinander). Ich habe nichts gegen Natur, im Gegenteil. Aber danke für die herzlichen Antworten! Wer nicht sachlich bleiben kann sollte einfach nicht antworten. Danke!

Kommentar von firstguardian,

Tja, ist schon schade, wenn sich in dieser Diaspora für Bauwillige keine weiteren Bauherren einfinden. Da bleibt dem Bauträger kaum etwas anders übrig, als sich die paar Cent Pacht vom Bauern hinzuzuverdienen!

Antwort von DarthHelmchen,

Da nimmst du einen Minitraktor und beackerst die Flächen selber mit niederwachsenden Gewächsen zum Beispiel Steifmütterchen oder Hyazinthen =-) Hatt nicht nur einen optischen Reiz auch die Gegend machts schöner als diese dämlichen Monokulturen

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