Frage von freedomplayer95, 74

Allgemeiner Maschinenbau oder Kraftfahrzeug vertiefung?

hi alle zusammen ich studiere im 4. semster Maschinenbau und muss meine vertiefungs richtung auswählen. Nun stehen zur auswahl Allgemein Maschinenbau oder Kraftfahrzeugtechik. Ich weiss nicht welches ich von den beiden nehmen soll denn eigentlich mag ich allgemein maschinenbau weil ich dort vieles mit konstruktion wählen kann ( ich wollte eigentlich vor dem studium Maschinenbau, Produkt Design machen weil ich schon immer autos entwerfen wollte aber dies hat leider nicht geklappt). das haupt problem ist aber nun was anderes nämlich dass ich schon immer nach japan wollte und dort arbeiten will und später auch mal leben will. dass ist eigentlich mein Ziel nummer 1 bei mir in meinem leben und dort fängt es an, ich weiß nämlich nicht mit welche man bessere chancen hat in japan einen job zu finden. So wie ich das sehe denke ich dass man mit Kraftfahrzeugtechnik mehr chancen haben muss da in japan sehr viele automarken vertretten sind. ich würde alles machen um dem ziel näher zu kommen. Ich finde kraftfahrzeugtecknik auch sehr interessant aber wenn ich rein nach dem interesse wählen könnte würde ich doch eher allg. maschbau nehmen weil ich vllt sogar 2 fliegen mit einer klappe schlage. Was würdet ihr mir empfehlen denn es geht mir in erster hinsicht darum meinen weg dahin einfacher zu machen vllt weiß jemand von euch ja sogar die genaue lage in japens Arbeitsmärkten .)

ich bin euch super dankbar schonmal :)

Antwort
von haku7, 43

Hallo  freedomplayer

,über die Lage am japanischen Arbeitsmarkt kann ich leider nix sagen. Aber zu der Spezialrichtung vs. allgemeiner Maschbau hätte ich ein paar Anmerkungen:

Nun ich komme selber von der TU München und hab zunächst Luft-und Raumfahrt (BA) und dann Maschinenwesen (MA) belegt.

Ich fand, dass man bei den spezialisierten Studienrichtungen wie bei dir Kraftfahrtzeugtechnik eine gute Orientierung bzw. Eingrenzung der Fächer bekommt.

Es kommt nur selten zu Überschneidungen im Stundenplan und bei den Klausurterminen, da die Fächer mehr oder weniger gut aufeinander zeitlich abgestimmt sind.

Auch ist der Vorteil, das man meist die gleichen Leute bei den Vorlesungen sieht und sich Beziehungen leichter aufbauen bzw. erhalten lassen.

Dafür muss man leider oft Fächer nehmen, die einem nicht so zusagen. Und andere Fächer aus den allg. Maschinenbau können gar nicht angerechnet werden.

Bei Studien- und Abschlussarbeiten ist die enge Eingrenzung auch problematisch.

Beispielsweise dann, wenn die meisten Arbeiten am Lehrstuhl zwar das eine lehren ( Fahrzeugkonzepte, Fahrdynamik, Auslegung von Fahrzeugen usw.) aber was ganz anderes in den größeren Arbeiten voraussetzen. ( Mehrkörpersimulation, Finite Elemente, Numerik, Vertiefte Mechanik, usw.)

Oder wenn einfach sehr viele Leute in dem Studiengang sind, und am gleichen Lehrstuhl arbeiten suchen die tatsächlich was mit dem Lehrplan zu tun haben.

Jedenfalls war dies bei mir so im Bereich der Flugzeuge. Zwei Lehrstühle, 200 Studenten und pro Semester etwa 10 ausgeschriebene Arbeiten. Daher wechselte ich auch in die allgemeinere Richtung.

Nun zu dem allgemeinen Maschinenbau:

+ Man kann sich die Fächer frei schnauze zusammenstellen
+ kann seinen Interessen besser folgen als in Spezialrichtungen
+  exotische Fächerkombinationen können einem die "krassenten" Themen eröffnen, falls man vorausplanen kann 

Aber

- Es kommt dauernd zu Terminkonflikten, besonders bei Vorlesungen oder Praktikas verschiedener Lehrstühle ( evtl. auch bei Klausuren)
- Die Zugehörigkeit zu einem Studiengang fehlt und dies erschwert es eine Gruppe von Leuten zusammenzuhalten
- Man kann sich hoffnungslos "verskillen" wenn man nicht aufpasst. Beispielsweise überall nur Grundlagenvorlesungen (weil es leicht ist) belegen und dann sehen, dass die einem bei den Studienarbeiten sehr wenig nützen.

Ich muss beispielsweis aus 180 Fächern , 12 belegen. Keine Ahnung wieviele "schlechte" Kombinationen da resultieren können. Groß Hilfe bei der Planung gab es da nicht. "reskillen" ist auch schwer möglich ohne ein ganzes Semester dran zu hängen.

Bei Luft-und Raumfahrt könnte ich dagegen nur 12 aus 30 Vorlesungen wählen.

Generell würde ich jedoch sagen, das du als Spezialist in einem Fachbereich leichter eine Anstellung findest als ein Generalist. (Auch in Japan) Denn die Anforderungen an die Technik werden immer höher, und passende Lösungen kannst du nur generieren wenn du dich extrem gut auskennst in zwei - drei Bereichen.

Denk mal nach, wieviele Leute geben bei den Autofirmen das allgemeine Konzept vor? nur sehr wenige.

Die meisten beschäftigen sich mit Subsystemen und deren Teillösungen, wobei manche Subsysteme sehr wenig mit dem eigentlichen Fahrzeug zu tun haben. Da geht es eher um konkrete Konstruktions- und Auslegungsprobleme, Regelungstechnik, Dynamik, Simulation, Optimierung usw.

Grüße

Kommentar von freedomplayer95 ,

Ich danke vielmals für deine Meinung und vorallem dass du deine erfahrungen so ausfühlich teilst die war echt TOP und haben mir sehr geholfen :) 

und auch das was du am ende gesagt hast darüber hatte ich so nicht nachgedacht und ich weiss jetzt dass ich mich speziallisieren werde. wie du auch schon gesagt hast leute die wirklich das design angeben sind sehr wenige und auch sehr talentiert und da bin ich ehrlich gesagt eine armeise. 

Danke für die Grüße und Gruß zurück 

Antwort
von Chrisgang, 48

Du solltest der Fachrichtung nicht zuviel Gewichtung geben. In deinem Berufsleben später zählt nicht welche Spezialisierung du gewählt hast, sondern welchen Studiengang du belegt hast. Du wist später eh mal etwas anderes machen, als du studiert hast! Evtl. machst du einen Master, da fragt niemand mehr nach deinem Bachelor Abschluss anschließend!

Ich würde an deiner stelle allgemeinen Maschinenbau machen, denn wie du in dem Text beschrieben hast, scheint es dich mehr zu interessieren! Interesse ist wichtig, denn nur so kannst du dich gut auf die Prüfungen vorbereiten und das Lernen macht mehr Spaß!

Kommentar von freedomplayer95 ,

genau das habe ich mir auch gedacht aber um ehrlich zu sein kraftfahrzeugtechnik finde ich auch interessant und deshalb glaube ich vllt doch dass ich dies auch nehme weil mir des ziel sehr wichtig ist und es vllt doch sicherer ist. zumal ich auch eher wackelig bin mit dem master. Naütlich würde ich es machen wollen! aber ob ich die zulassung dafür bekommen :/ sie schwierig aus aber ist machbar. ich stehe gerade bei einem schnitt von 3.3.

Aber ich danke dir vielmals für deine Meinung :) 

Kommentar von Chrisgang ,

Also der Schnitt in den ersten Semestern ist nicht gerade der beste Gradmesser für das ganze Studium. Die wenigsten haben nach den ersten Semestern einen sehr guten Schnitt! Da geht es in erster Linie darum ME und TM und den ganzen Spaß gemeistert zu haben und die Kür kommt erst am ende. Besonders die Bachelorarbeit macht am ende einen großen Teil der Note aus und damit kann man diese nochmal ordentlich nach oben korrigieren!

Außerdem sind Master oftmals mit Test davor. Da ist die Note aus dem Bachelor nicht das wichtigste.

Das wichtigste aber ist, dass du eine Entscheidung triffst, die du vor dir selbst vertreten kannst und die sich mit denen Interessen deckt. Ich bin mir sicher, dass du das ordentlich hinbekommen wirst!

Antwort
von Coriolanus, 39

Beide Entscheidungen sind vertretbar. Solltest Du dich nicht ausschließlich auf Fahrzeugtechnik spezialisieren wollen, dann dürfe die Wahl des allgemeinen Maschinenbaus besser sein, da Du damit einen breiteren beruflichen Ansatz hättest.

Antwort
von BasketMM, 27

Meinung von einem alten japanischen Ingenieur.

Es spielt keine Rolle ob Sie Allgemein Maschinenbau oder Kraftfahrzeugtechik studieren. Grundkenntnisse und breitere Kenntnisse sind wichtig, einschliesslich elektronischen Kenntinisse und Steuerungstechnik.

Ich empfehle ein Techisnches Buero von Toyota oder Honda in Deutschland oder in Europa zu besuchen, welches fuer Entwicklung oder Konstruktionsarbeit zustaendig ist und eifach fragen welche Moeglichkeiten in der Firma gibt.  

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