Zweiter Teil:
Deine anderen Fragen sind recht spezifisch und ergeben sich eigentlich aus den Antworten oben durch Nachdenken/Recherche. Weltbewegende Dinge werde ich im Folgenden fett markieren:
Relevant ist das Training, Faktoren wie Equipment ( Bank, Langhantel, KZ-und Dipsstange, viele Gewichtsscheiben, Latzugturm) sind ENTSCHEIDEND,
bei der Ernährung ist eine geringe (bis zu -500 kcal bei Fettabbau bzw. Beeinflussung des BLM / achtung: Mehr ist besser) bis leicht erhöhe Energiemenge entscheidend. Sofern Du nicht zusätzlich Fett abbauen möchtest und einen eher günstigen BLM hast, dürftest Du dich mehr um das Training und auch um Shakes (ob Casein oder Whey zwischendurch....) kümmern. Wobei die Shakes auch durch magerquark, durch Eier und andere BCAA haltige natürliche Lebensmittel ersetzt werden können. Was Aufnahmegeschwindigkeit angeht:
Deine Glucosespeicher kann man sehr leicht wieder auffüllen, wichtig ist das Protein, und hier streitet sich die Schnecke mit der Schildkröte. Zudem gibt es Studien die eindrucksvoll bestätigen, daß beim Fettabbau (Studiengegenstand) viel Casein sehr viel besser abschneidet als viel Whey ~konsum. Die Rede war von 7kg Fett in 3 Wochen und recht viel Muskelmasse zusätzlich.
Kohlenhydrate werden zu wichtig gemacht, spielen aber eine Rolle bei ketogenen oder (das andere Extrem) kalorienreichen Diätesformen eine entscheidende Rolle. Idealerweise verfällt man in keine Extreme. Bei Proteinen lässt sich das noch vereinbaren, sofern der Kalorienbedarf stimmt. Allerdings können alle Makronährstoffe Inisulin ausschütten, werden in der Leber durch die Glucogunese (bei Fett/EW) in Glucogen umgewandelt.... also wenn man auf Insulin generell schlechter reagiert, hohen Cholesterin-oder Glucosespiegel festgestellt wurde oder einiges an Bauchspeck hat, sollte man eher keine Extreme wählen.
Kohlenhydrate sind zwar sehr stoffwechselaktive Substanzen, die jedoch bei sehr aktiven Menschen benötigt werden. Anders sieht es zwar bei mittelaktiven Menschen aus, diese überschätzen in aller Regel jedoch Ihren Stoffwechsel (fährt in einer Diät runter) und manipulieren lieber die Ernährung als das Training, weil sie an Dogmen glauben.
Krafttraining kann man ruhig in die Länge ziehen, Cardio kann man ruhig in die Länge ziehen. Entscheidend für physiologische Auswirkungen (=Adaption) sind eindeutig mittel-und langfristige Einflüsse, nicht kurzfristige. Das ist so evolutionstechnisch festgelegt. ERGO: Mehr Sporteln, länger sporteln.
Was die Steuerung der Intensität angeht, bietet es sich an die Krafttrainingssätze intensiv zu gestalten (die Kriterien in Post 1 sind zu beachten) und dabei die Satzpausen immer sehr kurz zu halten, vergiss nicht,daß metaboler Stress ein Faktor für Muskelaufbau ist - das ist die meist ignorierte Tatsache unter Bodybuildern, aber eine wissenschaftliche Tatsache. Am ehesten mit Studien zu versinnbildlichen, die beweisen, daß Armtraining wesentlich effektiver (im Sinne von dicken, starken Armen) ist, wenn man vorher eine große Muskelgruppe wie die Beine trainiert hat (Kniebeuge war das in dem Fall) - lag an dem metabolen Stress.
Bei den Shakes, wenn Du finanziell gut bestückt bist, darauf achten, daß man den Fokus jetzt nicht voll aufs Protein hat, ebenso wichtig ist ab einiem gewissen in BB Kreisen genannten Safe intake von 1,3 g/KG aufjedenfall viel Gemüse, einen bestimmten Anteil an Kohlenhydraten (zyklisch oder nicht zyklisch - Laden ist wieder so ne Leptin Theorie, siehe oben, hype) und eine Mindestmenge an Fett - Cholesterin und auch Fettsäuren mit weniger Molekülketten (Mehrfahcungesättigte). Wichtig ist genug Natrium/ Kalium/ Magnesium, nicht zu vergessen die Psyche, aerobes Training (Langzeitausdauer kann man schließlich auch mit Sprints kombinieren, man muss also nicht auf den tabata/hiit/iv hype ansteigen und die vorzüge beider welten kombinieren).
Die einzigen richtigen Punkte:
- Pro Casein/ Nachtkatabolismus
- Eiweiß hat Nebenwirkungen - statt der menge hättest du eher auf das makroverhältnis und die metabolische aktivität verweisen sollen. jemand mit hohen verbrauch oder jemand mit wenig verbrauch. u.a.
negativ:
- alle 1-3 stunden essenphilosophie, die alte leier.
- das heilige wheyprotein, morgens unbedingt whey, unbedingt nach dem training.....
- soja (....da werd ich aggro!)
ergänze, der erste negativpunkt ist wichtig bei niedrigen t4 spiegeln in einer diät bzw. bei indizien für nebennierenschwäche, bestensfalls bei sehr guter insulinsensibilität (folglich sehr guter BLM, postworkout (ab 1h NACH belastung) und-/oder fastzustände, intermittent fasting szene).