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Alles zur Landschildkrötenhaltung?!

Frage von Beatle95 Beatle95

Hallo, wollte mal schaun, ob ich meine Schildkröten (ca. 2 Jahre) artgerecht halte und was ich noch besser machen kann usw. Deshalb wäre es nett, wenn ihr mir sagen würdet, wie ihr euere Schildis haltet- also welcher Bodengrund, welche Einrichtung, wie oft Baden, welche Pflanzen im Freigehege, welches Futter (auch im Herbst, wenn die Schildis noch nicht schlafen, aber Schnee liegt) , welche Beleuchtung, Wärme und UV-Lampe, Frühbeet ( ist das unbedingt nötig und wo kaufe ich es am billigsten und welche Marke??)......usw.!! Danke!

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Antworten (5)

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    Hilfreichste Antwort ausgezeichnet vom Fragesteller
    Antwort von jessun jessun

    Zur Ernährung:

    Beinahe sämtliche Wildkräuter (im Volksmund "Unkraut") können frisch sowie getrocknet verfüttert werden. Darunter zählt Ackerwinde, Acker-Stiefmütterchen, Breitwegerich/ Spitzwegerich, Brennnessel, Brombeer-, Erdbeer- und Himbeerblätter, Ferkelkraut, Frauenmantel, Gänsedistel, Gänsefingerkraut, Hirtentäschel, Huflattich, Kamille, Klatschmohn, Kompaßlattich, Löwenzahn, Mädesüss, Malve (wilde Malve), Pimpinelle, Ringelblume, Scharfgabe, Vogelmiere, Wegwarte, verschiedene Gräser usw. - Samen dieser Wildkräuter bekommt man zum Beispiel auf samenkiste.de . Es dürfen keine "Supermarkt-Salate" sowie "Supermarkt-Obst/Gemüse", kein Fertigfutter (welches angeblich sooo gesund ist) kein Katzenfutter oder ähnliches, keine Getreide- , Milch- und Fleischprodukte gegeben werden. Außerdem sollte man Ihnen Sepiaschale zum Hornschneiden (Schnabel) kürzen und zur Kalkaufnahme, zur Verfügung stellen. Das einzige, was als Futter gekauft werden kann (auch sollte) und auch aus tiermedizinischer Sicht gesund und wichtig ist, sind Kalkprodukte wie Sepiaschalen, Muschelkalk oder sogenannte Heucobs bzw. Heupellets. Diese bestehen aus extra für Schildkröten hergestelltem Heu. Ausgewähltes Obst (unbehandelt aus dem eigenen Garten oder vom Balkon) gibt es 1-2 mal im Monat und nur im Sommer! Zum Beispiel eine Erdbeere/Himbeere oder eine ganz schmale Apfelspalte, wegen der Vitamine. Sonst bitte ganz auf Obst verzichten! Es ist keine geeignete Nahrungsquelle. Es schadet mehr als es nützt und sollte wirklich eine Seltenheit auf dem Speiseplan sein.

    Vorsicht ist geboten bei oxalhaltigem Futter wie: Petersilie, Tomaten, Spinat, Rhabarber, Kraut von Rüben, alle Kohlsorten, da die Oxalsäure Kalzium bindet und so zu Knochendeformationen, Gicht führen kann. Sehr gerne werden auch verschiendenste Blüten genommen z.B. von der wilden Malve, Hibiskus, Klatschmohn, Blüten von Obstbäumen usw. - aber auch hier ist wieder darauf zu achten, dass diese unbehandelt/ungedüngt sind. Wichtig ist eine ausgewogene Zuammenstellung von faserreichem! Futter. UND natürlich immer eine Schale frisches/sauberes Wasser. Es wird immerwieder behauptet, dass man Schilkröten mit jeglichen Obst und Gemüse füttern kann. Das ist FALSCH!

    Wenn ich nicht die Möglichkeit habe meine Schildi mit ausreichend Wildkräuter zu füttern, füttere ich ausschließlich BIOsalat zu, wie Chiccoré, Feldsalat, Rucola.

    Ausgewähltes Obst gibt es 1-2 mal im Monat und nur im Sommer! Hier verfüttere ich nur ein kleines Stück, wahlweise von Wassermelone (ohne Kerne!), eine dünne Apfelspalte (Bioqualität), eine Physalis (Kapstachelbeere), eine größere oder zwei kleine Erdbeere/n (hab ich jeden Sommer auf dem Balkon –natürlich unbehandelt)

    Obst ist im Allgemeinen zu sauer und enthält zu viel Fruchtzucker und ist damit keine geeignete Nahrungsquelle. Es schadet mehr als es nützt und sollte wirklich eine Seltenheit auf dem Speiseplan sein. Mehr zum Thema artgerechtes Futter auf schildifutter.de/ und schildkroeten.com/ -> Punkt - Ernährung.

    Kurzanleitung - Freilandgehege für Landschildkröten: Größe: Je größer, desto besser, weil die Tiere viel Auslauf brauchen

    Umrandung: je nach Größe der Tiere 30 - 60 cm Höhe, ein Stück in den Boden versenkt, blickdicht und relativ glatt (keine Ausbruchmöglichkeit) welche weder überklettert noch untergraben werden können! Optimaler Weise werden Begrenzungen nicht als Hinderniss sondern als Bestandteil ihres Territoriums wahrgenommen.

    Bepflanzung: Abwechslungsreich mit Hügeln, Versteckmöglichkeiten, Schattenplätze und vielfältigen Kräutern zum Grasen der Tiere

    Schlafhaus: Die Schutzhütte bietet Schutz vor Kälte und Nässe, sollte in unseren Breitengraden möglichst beheizbar sein. Dazu eignet sich besonders ein Frühbeet oder Gewächshäus. Im Frühjahr und Herbst sollte den Schildkröten in jedem Fall eine zusätzliche Wärmequelle zur Verfügung stehen, damit es auch an den sonnenarmen Tagen die Möglichkeit gibt, notwendigen 35°C Stoffwechseltemperatur zu gewährleisten.

    Bei kleinen Tieren über dem Gehege Schutznetz o.ä. anbringen, um Gefahren durch Vögel und anderen Tieren vorzubeugen Wasserschale und Badeplatz sollten gut zu reinigen sein!

    Was Schildkröten garnicht mögen:

    --- häufiges Hochheben, da ihre natürlichen Feinde hauptsächlich Vögel sind, versetzt es sie in Stress und Panik – bitte nur hochheben um die Schildi kurze wege zu „transportieren“ ( am Besten immer in ein Körbchen setzen)

    --- hartes anfassen am Panzer, auch wenn er hart ist, im Panzer verlaufen unzählige Nerven – das ist sehr Schmerzhaft, eine Schildi magt nur leichtes kraulen am Hals und sanfte Berührungen

    --- Nässe und Kälte, da sind Schildkröten sehr empfindlich, nur bedingt unter 15°C im Freiland halten (mögliche Folge von „Unterkühlung“ sind Organschäden, häufig Lungenentzündung!)

    --- "Langeweile" -> flache Steine, Wurzeln, Grasnarben, kleine Ehöhungen (Steinberge) bieten hier Abwechslung und das liebt eine Schildkröte

    --- Katzenstreu, Sägespäne, Rindenmulch und ähnliches als Bodengrund sind sehr schädlich! Wenn möglich: kleine Grasnarben, ungedüngte Gartenerde gemischt mit Rindenhumus (kein Mulch!!!) oder Douglasienrinde

    --- zu wenig Auslauf / zu kleines Terrarium, Schildkröten sind „Läufer“, sie legen in freier Wildnis mehere Kilometer am Tag, bei der Nahrungssuche, zurück.

    Das Substrat, der Bodengrund auf dem sich die Schildi bewegt sollte trocken sein, da sich sonst Keime, Pilze und/oder Bakterien bilden und die Schildkröte erkrankt! Lediglich der Schlafplatz oder eine kleine Ecke sollte feucht gehalten werden. Eine Wasserschale, wo die Schildkröte reinpasst, muss auch immer zur Verfügung stehen. Die Schale darf nicht zu tief sein, damit die Schildi nicht ertrinkt falls sie mal umfällt. Zusätzlich sollten flache Steine drin sein damit die Schildkröte "grip" hat.

    Da Landschildkröten Wildtiere sind, sollte sowohl bei der Planung, als auch bei der Ausstattung der Freilandanlage auf die Haltungsanforderungen der Tiere unbedingt eingegangen werden. Das Freilandgehege sollte an der sonnigsten und wärmsten Stelle im Garten, möglichst windgeschützt angelegt werden. Besonderes Augenmerk ist dabei auf eine möglichst zeitige Sonneneinstrahlung am Morgen zu legen. Die Tiere benötigen die Wärme der Morgensonne, um ihren Körper auf die notwendige Stoffwechseltemperatur von 35°C aufzuwärmen. Die Größe der Anlage richtet sich nach der Anzahl und Größe der eingesetzten Tiere. Landschildkröten sind in freier Wildbahn absolute Einzelgänger und suchen lediglich zur Paarung bewusst den Kontakt mit Artgenossen. Je weniger sich die in Gefangenschaft gehaltenen Schildkröten durch gute Gehegestrukturen begegnen, desto eher entspricht es also ihrem natürlichen Sozialverhalten. Die Schildkröten sollen in ihrem Gehege immer wieder flache Hindernisse umgehen oder überklettern müssen. Und sich ihre Nahrung suchen können. Dabei müssen immer genügend Ruheplätze im Schatten vorhanden sein!

    Eine gute Seite um sich Anregungen und Informationen zu holen: http://www.villa-testudo.de/index.php?id=2 Au0ßerdem die Seite der Samenkiste.de und die der Linkpartner!

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    Antwort von jessun jessun

    Hier ein Auszug zum Thema Überwinterung ... Ende Oktober, Anfang November, wenn die Nächte kühler und die Tage kürzer werden, bereiten sich die Landschildkröten instinktiv auf die Winterruhe vor. Die Tiere beginnen allmählich die Nahrungsaufnahme einzustellen und verharren immer länger in ihrem Unterschlupf, dennoch sonnen sie sich noch regelmäßig. Je nach Witterung beginnen die Schildkröten nach einem Überwinterungsplatz zu suchen und sich zu vergraben. Es entspricht der Natur der griechischen Landschildkröte eine Winterstarre zu halten. Die Überwinterung der Schildkröten fördert unter anderem deren Vitalität und Wiederstandsfähigkeit sowie die Fruchtbarkeit bei den weiblichen Tieren. Schildkröten, welche im Freiland gehalten werden, stellen sich durch die sinkenden Temperaturen selbstständig auf die bevorstehende Winterruhe ein, entleeren ihren Darm und setzen die lebenserhaltenden Körperfunktionen auf ein Minimum herab. Bei der Griechischen Landschildkröte macht z.B. bei einer Körpertemperatur von ca. 5°C das Herz nur noch vier Schläge pro Minute. Entgegen der häufig vertretenen Meinung, dass Schildkröten während der Winterstarre Fettreserven verbrauchen, handelt es sich bei den registrierten Gewichtsschwankungen lediglich um eine Veränderung im Flüssigkeitshaushalt der Tiere. Es ist deshalb also von großer Bedeutung, die Schildkröten in genügend feuchtem Substrat zu überwintern. Nur so ist gewährleistet, dass die Schildkröten nicht austrocknen und ihr Gewicht nahezu gleich bleibt.

    Als Überwinterungskiste eignet sich hervorragend eine Mörtelwanne aus dem Baumarkt. Den Bodengrund bildet eine 20 cm hohe Schicht aus feuchtem Erde-Sandgemisch. Abgedeckt wird die Schildkröte mit Laub aus dem Buchen- oder Mischwald (leicht feucht!).
    Mitte bis Ende November werden dann die Schildkröten in eine geeignete Überwinterungskiste gesetzt. Besonders gut eignen sich dafür Mörtelwannen aus dem Baumarkt. Die Überwinterungskiste wird mit einem Gemisch aus leicht feuchter Gartenerde und etwas Sand ca. 20 cm hoch gefüllt. Danach werden auf diese Schicht die Schildkröten gesetzt und mit Laub abgedeckt. Als Abdeckung eignet sich Laub aus Buchen- oder Mischwäldern. Notfalls kann auch Laub von Obstbäumen verwendet werden. Aufgrund der Abgabe von schädlicher Gerbsäure darf jedoch keinesfalls Eichen- oder Nusslaub zur Verwendung kommen. Das verwendete Laub sollte ebenfalls leicht feucht sein. Als Nagerschutz muß die Kiste anschließend mit einem engmaschigen Drahtgitter verschlossen werden. Der Behälter wird nun an einen Ort aufgestellt, an dem Temperaturen zwischen +3°C und +8°C herrschen. Am besten eignet sich ein unbeheizter Keller mit Lehmboden, da hier gleich bleibende Temperatur- und Feuchtigkeitsverhältnisse herrschen. Die kontinuierliche Überwachung der Temperatur, sowie der notwendigen Feuchtigkeit des Substrates, ist während der gesamten Ruheperiode sehr zu empfehlen.

    Achtung: Nur gesunde und unverletzt Tiere dürfen eingewintert werden.

    Angetrieben durch die steigenden Temperaturen und den Instinkt der Tiere, graben sich diese im Frühjahr durch das Laub nach oben. Während einer Übergangszeit, in welcher sich die Tiere bei steigenden Temperaturen an das bevorstehende Frühjahr gewöhnen, wird den Landschildkröten bereits das erste Futter angeboten. Auch hier sollte mittels punktuellem Strahlereinsatz ein künstlicher Sonnenplatz angeboten werden. Nach einiger Zeit werden bei genügend hoher Temperatur die Tiere zumindest tagsüber allmählich in das Freilandgehege gebracht. Nachdem die Schildkröten wieder aktiv genug sind, ist es wichtig sie zu baden. Nur so trinken die Tiere ausgiebig, können ihren Flüssigkeitshaushalt in Ordnung bringen und den Stoffwechsel wieder anregen. Für das erste Bad nach der Winterruhe hat sich gewässerter Kamillentee besonders bewährt. Die Wirkstoffe der Kamille wirken nicht nur heilsam auf Magen, Darm und Schleimhäute, sondern regen auch den Appetit der Schildkröte an und fördert die Verdauung...(von Emys)

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    Antwort von Lousyl Lousyl

    die schildkröte wird im herbst in eine kiste gebracht ,die grobe sägespäne enthält ,so das sie dann ihren winterschlaf machen kann ,je nach temperatur kommt sie dann ende märz ,anfang april wieder nach oben dann kommt sie draußen ins freigehege,dort habe ich nur gras und löwenmaul gefüttert wird sie anfangs nicht ,weil der verdauungstrakt erst in gang kommen muß.danach dann pelets geben und immer frisches gemüse dazu ,sowie blattsalat außreichend wasser ,ich habe dann noch eine überdachte stelle eingerichtet mit sehr feinen sand wo sie sich dann sonnen kann.stelle immer ausreichend wasser auf die nimmt sich schon was sie braucht auch zum baden

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    Antwort von specialized specialized

    ich hab 2 schildis sind 3 jahre alt iht terrarium ist 120cm lang und 80 cm breit, ich hab terrarienerde drin (sieht aus wie erde) und drüber ein bisschen waldboden die andere hälfte ist großteils mit steinen da steht auch ihr essensschale ud wasserschale hab 2 höhlen/häuschen zum unterkriechen eine wärmelampe und eine uvlampe hab auch ein barometer drin dass die luftfeuchtigkeit misst sie essen salate und wiesengräser tomaten bekommen sie jeden 3 tag zufiel ist ungesund baden tu ich sie eher selten alle 2 monate

    Kommentar von jessun jessunjessun

    Nachtschattengewächse sind aufgrund ihrer Oxalsäure giftig für Schildkröten! Vorsicht ist geboten bei oxalsäurehaltigem Futter wie: Petersilie, Tomaten, Spinat, Rhabarber, Kraut von Rüben, alle Kohlsorten, da die Oxalsäure Kalzium bindet und so zu Knochendeformationen / Gicht führen kann.

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    Antwort von robers946 robers946
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