Es ist das uralte Konkurrenzverhalten innerhalb einer Spezies. Wenn man der Theorie folgt, dass wir, wie jede andere Art, nur die Behausungen unserer Gene sind, dann erhellt, dass wir mit solchem Konkurrenzgehabe völlig unbewußt nur die überlegene Qualität unserer Gene herausstellen und auf ihre Fortpflanzungswertigkeit hinweisen möchten.
Deshalb sind die meisten Leute so rechthaberisch, verbohrt und verbissen. Jemand, der alle Sinne beisammen hat, ist sich dieser Tatsache durchaus bewusst und gebraucht seinen Verstand, indem er zuhört und die Argumente des Gesprächsteilnehmers zunächst einmal gründlich analysiert und auf ihre Stichhaltigkeit abklopft. Schlau ist dann derjenige, der, wenn sich herausstellt, dass der andere wirklich recht hat, dessen Konzept zum eigenen Vorteil einbauen kann, ohne zu befürchten, selbst als der Unterlegene dazustehen.
Menschen wären dazu grundsätzlich befähigt - die meisten aber haben ihren Verstand des Klo hinuntergespült, weil es sich ohne viel bequemer lebt.
Also solltest Du sondieren, was für ein Zeitgenosse Dein Gegenüber ist. Hört er zu, kann man sich auf der Sachebene austauschen; will er recht behalten, dann lass ihn! Es wäre schade um die Minuten Deines Lebens, die Du an einen so unnützen Quatsch verschwendest, mit einem Rechthaber zu streiten.
Danke für Deine sehr interessanten Gedanken zu diesem Thema... DH !!