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..."alles ist mittlerweile per Online Banking möglich"?! - Weit gefehlt!...

Frage von JakomoSL JakomoSL

Angeblich ist lt. Sprechstunden ja "alles per Onlinebanking möglich" - Richtig ist m.E. dagegen, dass immer weniger möglich ist, was den Prozess auf Kundenseite erleichtert. Beispiele aus der Praxis und meine Fragen dazu:

  1. Abschaffung der TAN-Listen erfordert neues technisches Gerät
  2. Begrenzung des Überweisungsbetrages per Onlinebanking innerhalb der EU

zu 1) Viele Banken haben bereits die geliebten TAN-Listen abgeschafft und verlangen von ihren Kunden die -mit Kosten verbundene!- Anschaffung eines Generators. Der Grund ist klar: Die TAN-Listen kosten Porto und Geld - Das Gerät zahlt der Kunde. Da es nur noch wenige Kernbanksysteme gibt, werden sicherlich auch die anderen Banken folgen (müssen). Gegen die Abschaffung der Papier-TANs spricht bspw. die einfache Verfügbarkeit, die Sicherheitslücke (!Keine Risikoreduktion, wie immer gerne behauptet um Kunden Mundtot zu machen) aufgrund eines weiteren technischen Zwischenstücks, die hohe Ausfallsicherheit (das Gerät kann schnell Kaputt gehen und ausfallen, auch muss es ständig bei sich getragen werden, was illusorisch ist) und damit im wesentlichen auch die Flexibilität und Verfügbarkeit.

  • Wie kann man sich als Kunde gegen die Abschaffung der TAN-Listen wappnen?
  • Wie kann man die Kosten zurückspielen? (Immerhin wird schlicht ein interner Verwaltungsakt auf den Kunden übertragen, der diesen auch noch bezahlen soll)

zu 2) In Deutschland ist vielen Kunden und Banken die Zahlung via IBAN/BIC anscheinend noch sehr ungeläufig. (Man kommt sich vor wie auf einer Insel) Viele Bankportale haben sogar schwierigkeiten IBAN und BIC deutlich zu machen, bei vielen sind Fehler fest im Portal vorgegebn (bspw. letzte 3 XXX-Stellen, die lt. Regelung optional sind sind fest vorgegeben) Hinzu kommt, dass der tägliche Überweisungsbetrag bei vielen Banken reduziert wurde. Unabhängig davon, dass es eine "Frechheit" ist, dem Kunden vorzuschreiben, auf welches Konto er wieviel seines verfügbaren Geldes überweist, funktioniert die Überweisung innerhalb Deutschlands ja auch.

  • Bei welchen Banken, gibt es noch eine freie Höhe (Verfügungsrahmen) für die EU-Überweisungen?

  • Was kann man gegen die Eingrenzung dieses Rahmens durch die Bank unternehmen?

Danke für Ihre Antworten.

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Antworten (2)

  • 1
    Antwort von Chilon Chilon

    Bei der Deutschen Bank ist die Abschaffung der TANs auf dem Papier nicht geplant. Die bleiben beim Papier.

    Kommentar von JakomoSL JakomoSL

    Ich frage mich, ob dies auch noch nach der Zusammenlegung der Kernsysteme mit der Postbank gilt. Gibt's darüber auch schon konkrete Erkenntnisse?

    Kommentar von Chilon ChilonChilon

    Nein, noch keine, Jedenfalls sagen die nichts. Und die werden sich hüten ihre Kunden mit der Postbank zusammenzulegen. Die DB hat vor Jahren mal so eine Experiment gemacht mit Geschäftskunden und Privatkunden mit einer Umstrukturierung. So eine heißes Eisen packen die nicht noch mal an. Aber ich frag Herrn Ackermann nachher noch mal, ich hab ihn zum Kaffee eingeladen. Aber weiß nicht ob er kommt.

    Kommentar von JakomoSL JakomoSL

    = )

  • 0
    Antwort von Cortal Consors Cortal Consors

    Hallo JakomoSL,

    gerne gehe ich auf Ihre Fragen ein.

    Zum Ihrem ersten Punkt:

    Die Abschaffung der TAN-Listen erfolgt um das Online Banking für Sie als Kunden sicherer zu machen. Es ist richtig, dass manche Banken für die Bereitstellung eines sicheren TAN Generators die Kosten in Rechnung stellen. Es gibt aber auch Banken, bei denen Sicherheit für das Online Banking nichts kostet. Die Kosten für die Bereitstellung können Sie nur umgehen, indem Sie sich eine Bank aussuchen, bei der Sie für ein sicheres Medium nichts bezahlen.

    Dass die TAN Liste unsicher ist hat die Vergangenheit bewiesen. (Viele Schadenfälle durch das Abgreifen der Zugangsdaten per Trojaner etc.) Vorteil bei dem neuen Verfahren unter anderem: Die TANs sind nur wenige Minuten gültig. Sofern ein Betrüger eine TAN von Ihnen „abgephisht“ hat und diese verwenden möchte, ist diese wenige Minuten nach der Erstellung nicht mehr gültig. Die TANs auf Ihrer Liste können auch noch Jahre nach der Bereitstellung verwendet werden.

    Nur aus diesem Grund wurde eine Alternative eingeführt. Die TAN Liste wird es in sehr naher Zukunft aus genau diesem Grund bei keiner Bank in Deutschland mehr geben. Die Banken verdienen mit der Bereitstellung eines sicheren Mediums kein Geld. Manche geben die Kosten an die Kunden weiter, mache Banken übernehmen die Kosten. Aber ein Gewinn wird hier nicht erzielt.

    Zu Ihrem zweiten Punkt:

    IBAN/BIC -> Die IBAN und der BIC werden bei vielen Banken auf den Kontoauszügen angegeben. Ich gebe Ihnen jedoch Recht, dass dieser in vielen Fällen nicht leicht zu finden ist, da die IBAN/BIC im Normalfall nur für Auslandüberweisungen notwendig ist.

    Verfügungsrahmen: -> Viele Banken begrenzen den Verfügungsrahmen bei Onlineüberweisungen um das Risiko beim Phishing pro TAN zu begrenzen. Auch hier handeln die Banken im Sinne des Kunden wie ich finde. Bei Cortal Consors kann jeder Kunde einen Betrag von max. 50.000 Euro (pro TAN) online überweisen. Sofern Sie mehr überweisen möchten, können Sie dies mit mehreren Buchungen machen. Es gibt kein Tageslimit. Alternativ kann die Überweisung eines größeren Betragens auch telefonisch oder per Fax in Auftrag gegeben werden. Sie können jederzeit auf Ihr gesamtes Guthaben zugreifen. Sofern ein Kunde einen geringeren Betrag hinterlegen möchte kann er dies online machen.

    Viele Grüße aus Nürnberg

    Uwe Karbole

    E-Communication

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