Frage von horselife22, 136

Alles gut mir meinem pony?

Hallo... Ich habe seit knapp einem Monat mein erstes eigenes Pferd.. Es läuft soweit alles gut außer beim reiten.. Sie wurde uns als Anfänger geeignetes Pony verkauft.. Sie kommt aus einem schulbetrieb ist 16 Jahre alt und wurde verkauft weil sie nur einmal sie Woche geritten wurde und sich total langweilt.. Im Umgang muss man sich zwar durchsetzen aber ich komme sehr gut damit klar deshalb ist das auch nicht sonderlich schlimm... Beim Probereiten war alles super und wir haben richtig zusammen harmoniert. Nun ja.. Bei den ersten malen reiten in der Halle und auf dem Außenreitplatz lief alles soweit ganz gut. Doch nach und nach hat sie sich an einer ganz bestimmten Stelle in der Halle immer total erschreckt und ist einfach losgerannt, klar ein Pferd ist ein flüchttier deswegen ist das auch kein Problem und ist zu korrigieren.. Doch seit ca 1ner Woche wird alles immer schlimmer.. Das "gruselige" grüne Schild vor dem sie immer scheut ist wie die Hölle und man muss einen grooooßen Bogen darum machen..Ironie doch wenn wir eine Abteilung bilden läuft sie ganz normal uns flüssig .. Dann läuft sie ganz normal Hinterher und ist das braveste Pony.. Aber wenn alleine in der Halle bin und mich drauf setze geht sie nicht in den hufschlag, dreht sich nur wenn ich antreibe oder pariert sofort durch und dreht sich wenn ich Antraben möchte... Sie wurde vorher quasi nur mit Sporen geritten, ich habe keine aber gebe ihr dann schon ziemlich ein mit der Gerte da ich glaube das sie mich einfach austesten will.. Durchgehen lasse ich das natürlich nicht so einfach und steige erst ab wenn sie wirklich mal zumindest im hufschlag relativ flüssig gelaufen ist. Tut ihr vielleicht irgendwas weh? Sie hält den Schweif immer sehr hoch, sie war vor 1ner Woche rossig.. Liegt es daran? Oder hat sie wirklich einfach nur schmerzen? Sollten wir mal einem osteopaten rüber schauen lassen? Vorher würde mit ihr sehr viel bodenarbeit gemacht und sie kann zahlreiche zirkuslektionen. Das macht sie echt super.. Manchmal steht sie dann da mit mir auf ihrem Rücken und kreuzt ihre eine, läuft spanischen Schritt, ohne das ich ihr andere oder besondere Hilfen gebe.. Danke schnell im voraus über hilfreiche antworten

Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von Urlewas, Community-Experte für Pferde & reiten, 60

Prima, dass du zuerst na das Wohlbefinden des Ponys denkst!

Nur würde es mich doch wundern, wenn der Sattel, der Rücken, was auch immer , grade zufällig nur dann Beschwerden verursacht, wenn du grade allein an dem grünen Monsterschild vorbei kommst!

Ich denke, da hat sich eine Gewohnhiet verselbstständigt, die durch deine Unsicherheit verstärkt wird. 

Das erste ist aber, dass Du selbstbewusster an die Sache ran gehst. Ich kenne das auch von mir... Wo viele andere Reiter sich zunwenig Gedamken darüber machen, wie es dem Pferd geht, verfällt man ins andere Extrem und horcht ständig in das Pferd hinein, ob es wohl Kopfweh haben könnte, wenn es nicht wie von selbst so läuft, wie man es gerne hätte.

Mir hilft es dann oft, dass ich mir sage: "auch ich muss meine Aufgaben auch dann  erfüllen, wenn es mir mal nicht so gut geht, und kann das  in gewissem Maße auch vom Pferd erwarten." Oft reicht das schon. Meine eigene Unsicherheit ist dann besiegt, ich gehe wieder aus voller Überzeugung resolut zu Werke, und das Pferd macht nach kurzer Zeit fröhlich mit.

Das hindert ja nicht, dass du parallel das Pferd samt Equipment weiter nach möglichen Unannhemlichkeiten  untersuchen läßt. Find ich auf jeden Fall gut. Aber das hat nichts mit dem grünen Schild zu tun. Da würde ich mit Hilfe einer anderen Person ( eventuell mit 2. Pferd) zusehen, wie ich diese Scheu abbauen kann.

Das ist ohne fremde Hilfe kaum möglich, weil du selber dich ja auch der Erwartung, das dort jeztz wieder das Problem auftaucht,  kaum mehr  entziehen kannst. Das Pferd spürt das, und  so schließt sich der Kreis, aus dem Ihr beide allein nicht raus kommt.

Kommentar von horselife22 ,

Danke für die Antwort! :-)

Expertenantwort
von Heklamari, Community-Experte für Pferde, 8

Du hast ein SCHULPFERD gekauft, also ein Pferd, das es gelernt hat, zu "funktionieren", wenn da wer in der Mitte steht....

reitest Du alleine, testet sie wie jedes schlaue Schulpferd, was Du durchgehen läßt und das wird immer schlimmer werden...(Du bist nicht die erste und wirst nicht die letzte sein, der das passiert)

deshalb klappen ja auch die Zirkuslektionen nso gut, denn dabei bist du ja UNTEN

für sie zählt erstmal: der der unten steht hat das sagen, ignorier den reiter,m der kann eh nix oder weiß oft nicht, was er tun soll oder gibt mißverständliche Signale - sie hat es sich lange Jahre zu ihrem eigenen Schutz so eingerichtet, um nicht verrückt zu werden im Schulbetrieb....

Du mußt einen ganz neue beziehung nzu ihr aufbauen und das wird wirklich seeehr sxhwer, denn sie hat ihr Verhaltensmuster  tief in sich eingegraben. Sie muß Dich als absolut vertrauenswürdig akzeptieren: von unten UND von oben.

Ich fürchte, DAS kannst Du nicht alleine schaffen und du brauchst langwierige professionelle Hilfe

(aus schlechter jahrzehntelanger Erfahrung muß ich Dir leider sagen: SO werden alte Schulpferd dann oft zu "WAnderpokalen", bis sie nach dem 3. oder 4. Besitzerwechsel sooo schlau sind, sich gar nix mehr sagen zu laasen und zum Schlachter gehen;
die Alternative ist oft: du gibtst das Pferd für den halben Preis zurück, denn es "funktioniert ja nicht merh richtig, es wird "Korrektur geritten" und an den nächsten Ahnungslosen verkauft, nur um nach nem halben Jahr wieder zurück zu kommen und so weiter und so weiter und so weiter - das ist recht einträglich für den Verkäufer und ich hab  alles schon zuuu oft erlebt)

Ich möchte Dir keine Angst machen, aber....

Du brauchst seeeehr viel Geduld, Geld, und einen superguten Trainer, der DIR beibringt, wie Du so ein Pferd "knackst" - rechne mit 3-4 Jahren intensiver  täglicher Arbeit!
So lange hat's bei meiner Süßen gedauert.... dann war sie mein absolutes Traumverlaßpferd drinnen und draußen

Kommentar von Mly123 ,

das ist schon etwas übertrieben formuliert...

mein gott sie hat die stute seit einem monat!lass das pferd erstmal ankommen!bei meinen pferdis hat die eingewöhnungsphase fast ein jahr gedauert bis wir uns vertraut haben und so.Sie ist ja schon 16 und war ihr leben lang schulpferd.älteren pferden fällt es oft schwerer sich einzugewöhnen.Sie hat vermutlich angst allein zu sein weil schulpferde ja meistens in der abteilung gehen.bei meinem isi der is auch immer total ausgeflippt allein.ich bin halt dann oft spazieren gegangen allein und bodenarbeit aufm platz.nach 5 monaten hat er sich problemlos reiten lassen allein und in der gruppe.lern das pony erst mal kennen!und bring ihm bei dass es ohne herde nicht gleich umkommt;-)

Antwort
von FelixFoxx, 65

Du brauchst ganz dringend Einzelunterricht von einem erfahrenen Trainer. Ein Pferd, das lange im Schulbetrieb gelaufen ist, hat immer seine Macken. Leider wird im Unterricht oft nur Abteilung geritten, so dass die Pferde nur dem Herdentrieb folgen und nicht den Hilfen des Reiters. Der Osteopath sollte auch mal draufschauen, genau wie der Zahnarzt und der Sattler, falls Du den Sattel mit übernommen oder ohne Sattler gekauft hast.

Kommentar von horselife22 ,

Danke für die Antwort! der Zahnarzt war vorgestern da, könnte aber nur das gröbste machen da sie mit doppelter sedierung und Pferdebremse immernoch verrückt gespielt hat..

Antwort
von sukueh, 44

Bevor ich im Internet Vermutungen über den Gesundheitszustand meines Ponys einhole, lasse ich doch lieber direkt einen Fachmann drüber schauen.
Dann bin ich gleich auf der "sicheren Seite" und weiß, was Sache ist. Spekulationen helfen mir ja nicht weiter...

Wenn ich Vermutungen abgeben sollte, würde ich mein Pony dringend einem Ostheopathen vorstellen. Als Schulpony ist es vermutlich eher noch nicht in den Genuß einer solchen Behandlung (oder gesonderten Kontrolle) gekommen. Dann würde ich es auch sein lassen, stehenderweise auf einem vermutlich auch nicht korrekt bemuskelten Pferd zu sein. Schulbetrieb und wenig geritten lassen nämlich jetzt nicht unbedingt auf korrekte Bemuskelung schließen.

Und dass das Pony Zirkuslektionen ohne besondere Hilfengebung zeigt, würde ich auch nicht unbedingt als "super Sache" werten, sondern eher als kritisch. Meiner Meinung nach sind solche Dinge UNBEDINGT an ein bestimtes Signalwort zu knüpfen, weil man ja nicht möchte, dass Pony im ungünstigsten Moment was tust, was möglicherweise gefährlich und/oder ungesund werden kann (z. B. du bist auf einem Geländeritt und möchtest einen Bach durchqueren. Pony denkt sich, heut ist so heiß, einmal kurz abkühlen könnt nicht schaden und legt sich hin).

Als vermutlich altgedientes und gewitztes Schulpony macht das Pferd meiner Meinung nach ziemlich viel aus eigener Entscheidung. Ohne korrektes Reiten kann man meiner Meinung nach nicht viel dagegen machen. "Nicht alles durchgehen lassen" und "mit der Gerte einen mitgeben" erledigen sich mit korrektem Reiten dann mehr oder weniger von alleine.

Würde ich feststellen, dass ich ähnliche Probleme mit meinem Pony hätte, würde ich mich schleunigst nach einem kompetenten Trainer umschauen, der gemeinsam mit mir VOR ORT mit dem Pferd arbeitet.

Tipps aus dem Internet können die Sachen, die eh schon nicht gut laufen, noch schlimmer machen, weil das Problem doch etwas anders gelagert ist, das Pferd einen gänzlich anderen Charakter hat und deshalb anders behandelt werden muss oder man die Internet-Tipps dann abgewandelt oder falsch umsetzt. Manchmal tritt auch eine kurzzeitige Besserung im Verhalten des Pferdes ein - oft eher aus einem "überraschungseffekt", wenn ein schlaues Pferd aber dann trotzdem nicht überzeugt ist, wird sich das alte unerwünschte Verhalten ziemlich schnell wieder einstellen.

Da ich persönlich mein Pferd nicht als "Test-Dummy" für MEINE Probleme mit der Reiterei verwenden möchte, suche ich persönlich mir also immer GLEICH Hilfe und nicht, wenn ich noch zig andere Möglichkeiten durchprobiert habe.... Dadurch verwirre ich das Pferd nicht noch mehr, ich verhindere auch, dass der Trainer bei einem richtig gut "verankerten" Problem massiver werden muss, wie wenn wir das Problem noch in der "Anfangsphase" erwischen.

Kommentar von horselife22 ,

oh doch sie war schon mehrmals beim osteopaten!

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