Frage von JuleAngelique, 26

AllergieTherapie (Katze)?

Ich habe eine Kaztenallergie finde die aber total süß. Also wollen wir uns eine kaufen aber ich möchte eine Langfristige Lösung und da finde ich Tabletten nich so geeignet. Gibt es eine Therapie die da helfen kann? Es gibt ja auch PollenTherapien und Wespen....

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Expertenantwort
von polarbaer64, Community-Experte für Katze, 16

Bevor du dich mit dem Thema "Gewöhnung an ein Allergen" befasst, solltest du dich zuerst einmal ausgiebig mit dem Thema "artgerechte Katzenhaltung" beschäftigen.

Katzen sind nicht nur süß, sondern wollen auch artgerecht gehalten werden, und dazu gehören in allererster Linie ZWEI Katzen, kein Einzeltier. Einzelhaltung grenzt, vor allem bei Katzenkindern und in reiner Wohnungshaltung, an Tierquälerei. Katzen brauchen Artgenossen, um gegenseitig voneinander zu lernen. Einzeln gehaltene Katzen entwickeln mit der Zeit schlimme Verhaltensstörungen, von der Zerstörungswut, über die Apathie bis hin zur Unsauberkeit.

Katzen soll man auch nicht als Kaufobjekt sehen, sondern eher als "Adoptiv-Familienmitglied". Eine Katze holt man nicht einfach, wie einen Gegenstand gegen die Gabe von Geld, und stellt sie dann in den Schrank. Katzen, vor allem junge, brauchen sehr viel Zeit. Besorge dir vor der Anschaffung auf jeden Fall gute Fachbücher, z.B. "Meine Katze" von Bruce Fogle oder "Das Kosmos Handbuch Katzen" von Renate Jones. Auch im Internet gibt es sehr viele gute Katzenseiten.

Bedenke auch, dass du mit der Anschaffung von Katzen 15-20 Jahre deine Verpflichtungen hast.

Ob du bei Katzenhaltung bei einer Katzenallergie überhaupt Medikamente benötigst, hängt von der Stärke deiner Symptome ab. Hattest du schon Kontakt zu Katzen und entsprechende allergische Reaktionen?

Man kann sich gegen das Allergen der Katzenallergie, das Eiweiß Fel D1, desensibilisieren lassen. Normaler Weise bezahlt das die Krankenkasse, idealer Weise, wenn du noch andere Allergien hast, und das dem Spritzmittel beigemischt werden kann. Desensibilisierung ist aber langwierig, und geht etwa über 3 Jahre, eigentlich in der allergiefreien Zeit, die man bei Katzenhaltung ja nicht hat. Im Idealfall machst du also die Desensibilisierung vorher.

Auf der anderen Seite, solltest du nur leichte Reaktionen haben, kann sich dein Körper auch an das Allergen gewöhnen. Durch den Dauerkontakt mit immer der selben Katze gewöhnt sich der Körper daran und immunisiert sich selbst. Ich halte seit fast 40 Jahren Katzen, und habe auch eine Katzenallergie. Ich habe vor etwa 25 Jahren eine Desensibilisierung gemacht (unter anderem auch gegen Katzen). Die Reaktionen wurden besser, gingen aber nicht komplett weg. Allerdings reagiere ich hauptsächlich auf neue Katzen, die bei mir einziehen. Wenn die mal ein paar Monate da sind, lässt die Allergie auf diese eine Katze dann langsam nach. Vermehrt spüre ich das Kribbeln, Jucken, Niesen, etc. , wenn ich die Katzen kämme, sonst schlafen die auch mit mir im Bett, und das macht mir gar nichts aus.

Antihistamine (die Tabletten) sind übrigens nicht abhängig machend, falls du deswegen Sorgen hast. Wegen den Katzen nehme ich auch keine Antihistamine, aber im Sommer, wenn alles blüht, sind sie mein "Nahrungsergänzungsmittel", weil ich sonst ersticke. Sie sind auch relativ nebenwirkungsfrei, manche Menschen werden anfangs müde davon, oder vertragen nur entweder Cetirizin oder Loratadin als Wirkstoff. Das müsstest du ausprobieren.

Ist deine Allergie überhaupt getestet? Nicht, dass du gegen was ganz anderes allergisch bist? Eine Desensibilisierung wird nur nach einem Allergietest bezahlt, niemals auf Verdacht.... . 

Kommentar von JuleAngelique ,

Ja das wurde mir von meinem Arzt bestätigt das ich eine Katzenallergie habe. Auf was genau ich reagiere weiß ich aber nicht. Danke für die Antwort.

Kommentar von JuleAngelique ,

Habe übrigens öfters Kontakt mir Katzen. Das macht bei mir dennoch nichts

Kommentar von polarbaer64 ,

Bei einer Katzenallergie reagiert man auf das Eiweiß Fel D1, und dieses befindet sich im Speichel der Katze, der den Haaren durch das Putzen anhaftet, weswegen oft fälschlicher Weise von Katzen"haar"allergie gesprochen wird.

Nachdem dir der Kontakt zu Katzen scheinbar nichts ausmacht, würde ich da jetzt kein größeres Problem sehen. Natürlich ist jede Katze anders. Eine kann bei dir starke Symptome auslösen, eine andere gar nichts. 

Was es auf jeden Fall NICHT gibt, sind allergenfreie Katzen. Das ist ein Märchen, denn jede Katze, sogar die nackte Qualzucht Sphynx, produziert diesen Eiweißstoff.

Antwort
von AliEli97, 24

Sprich deinen Arzt mal auf eine Immunisierung an.. also ich weiß das es bei hausstaub geht.. schau einfach mal in Internet oder informiere dich beim Arzt ob das bei Katzenallergie auch geht

Kommentar von ingwer16 ,

Geht , wenn die Allergie nicht zu heftig ist . Desensibilisierung , nennt sich das .....

Kommentar von AliEli97 ,

Ja genau das Wort hab ich gesucht 🙈

Antwort
von Dackodil, 14

Es wäre völlig unverantwortlich dir selbst und der Katze gegenüber, bei schon bekannter Allergie, das allergieauslösende Tier anzuschaffen.

Es gibt genug Menschen, die ihr schon vorhandenes Tier wegen einer nicht beherrschbaren Allergie weggeben müssen. Und das macht großen Kummer.
Du riskierst, schwere Medikamente nehmen zu müssen, inkl. Cortison und dann ist noch nicht mal sicher, daß das die Symptome ausreichend kontrolliert. Daraus kann sich ein schweres allergisches Asthma entwickeln.

Wie soll denn bitte eine Desensibilisierung wirken. Dabei wird mit winzigsten Mengen des Allergens gearbeitet. Gleichzeitig lebst du aber mit einer Bombe an Allergen in häuslicher Gemeinschaft. Das kann nur ein Witz sein.

Bei Hausstaubmilben ist eine Desensibilisierung  recht erfolgversprechend, aber auch weit von 100% entfernt. Bei Katzenhaaren liegt die Erfolgsquote deutlich niedriger.

Und laß dir nichts von hypoallergenen Katzen erzählen. Wenn du merkst, daß das Quatsch ist, ist die Katze da und der Kummer groß.
Selbst eine Nacktkatze (was nebenbei eine Qualzucht ist) wäre keine Lösung.
Die Allergie besteht nicht auf die Katzenhaare, sondern auf Bestandteile in der Katzenspucke. Da sich alle Katzen putzen, sind diese Bestandteile auf dem Fell und der Haut und gelangen mit Haaren und Hautschuppen in die Luft und dann in deine Atemwege.

Langer Rede Sinn: Bitte laß es. Das geht nicht gut.

Mein Opa, der ein kluger Mann war sagte: Kind, du kannst nicht immer mit dem Kopf durch die Wand.

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