Frage von LilCookiefreak, 29

Allergie gegen Katzen selbst bekämpfen?

Hallo,

vorerst: Ich weiß, dass hier wahrscheinlich keiner eine 100% richtige Antwort geben kann, aber das ist auch gar nicht schlimm, da lediglich eure Erfahrungen oder euer Wissen über die Biologie etc eine Rolle spielen.

Ich habe zwei Katzen (die aber in der Natur leben, im Haus sind sie nur sehr selten), gegen die ich seit etwa 3 Jahren, vorher nicht, eine Allergie habe. Meine Augen fangen an zu brennen und ich fange ununterbrochen an zu niesen, wenn Nase oder Augen in Kontakt mit Fell oder Speichel meiner Katze kommen. Gegen so leichte Symptome könnte man sich einer Hyposensibilisierung unterziehen, aber meine Ärztin meinte,dass dies wenig sinnvoll ist, jedoch gehen da die Meinungen weit auseinander.

Nun habe ich mich gefragt, ob ich mich nicht quasi daduch selbst sensibilisieren könnte, wenn ich Beispielsweise ein mal Wöchentlich über das Fell meiner Katze steichele und beispielsweise ein wenig mit meiner Hand ohne sie zu waschen in Berührung mit meinen Atemwegen komme, aber nur so, dass keine allzu starke Reaktion folgt (kann das gut einschätzen).. Das ist dann ja eigentlich wie eine Hyposensibiliesierung mit Tabletten oder Spritzen, wo dem Körper kleine Dosen von Allergieauslösern gespritzt werden, damit der Körper sich langsam daran gewöhnt.

Meint ihr, dass das helfen könnte? Sind hier vielleicht Allergiker oder Biologen, die sich ein bisschen mit der Thematik auskennen? Wie gesagt, ich benötige nur Vermutungen!

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Antwort
von Winterdrache, 12

Ich selber hatte das gleiche Problem und woltle mich nicht von meiner Katze trennen. Meine Eltern haben dann der Katze in der Garage einen Schlaf- und Futterplatz eingerichtet. Sie ist letztenendes 17 Jahre alt geworden und leider anfang des Jahres verstorben. Ich hab wirklich starke Reaktionen gezeigt, nachdem ich die Allergie entwickelt habe und konnte nur mit anschließendem Händewaschen meine Katze noch anfassen. Dann bin ich vor 6 Jahren zu Hause ausgezogen zu meinem Freund und der hatte einen Kater, bei dem ich merkwürdigerweise gar keine Probleme hatte und das obwohl das eine reine Hauskatze war. Wir haben dann noch eine zweite Katze dazugeholt, wodurch die Probleme aber wieder anfingen, nur weniger stark. Mit der Zeit hat sich der Körper daran gewöhnt und nun habe ich wirklich nur noch Beschwerden, wenn ich mit den Händen an die Augen komme, nachdem ich meine Katze angefasst habe. Ich kann mir einfach kein Leben ohne Katzen mehr vorstellen und ich hab genug andere gesundheitliche Probleme, da machts das bei mir auch nicht mehr viel aus ^^'

Also rein prinzipiell funktioniert das schon mit dem selber sensibilisieren, allerdings ist es mit gewissen Gefahren verbunden und man sollte wirklich immer entsprechende Notfallmedikamente zu Hause haben, das ist also reine Selbsteinschätzung ^^

Kommentar von FrauSchlau84 ,

So ähnlich war es bei mir auch. Ein Leben ohne Katze kann ich mir gar nicht mehr vorstellen :D

Kommentar von LilCookiefreak ,

Danke für die Antwort! Notfallmedikamente benötige ich jedoch keine, da meine Allergie nie so heftig ist, dass es unaushaltbar ist. Meist reicht es, gründlich zu duschen, denn der Wasserdampf befreit die Atemwege und die Allergene werden weggespült :)

Antwort
von FrauSchlau84, 11

Also die Katzen weg zugeben sollte der letzte Schritt sein!
Eine Hyposensibilisierung ist auf jedenfall nicht verkehrt. An deiner Stelle würde ich noch einen zweiten Arzt um Meinung bitten. Dass deine Ärztin dir davon abrät, finde ich ziemlich merkwürdig.
Aus meiner Erfahrung kann ich sagen:
Eigentlich bin ich auch gegen Katzenhaare allergisch und mein Freund hat eine Katze auf die ich auch mit dem typischen Symptomen reagiere. Dann kam das Thema  zusammen ziehen. Aber weder ich noch er wollten die Katze weg geben (sie war schließlich als erstes da und ist ein Familienmitglied). Ich habe mich dann 3 Monate ständig in seiner Wohnung aufgehalten ohne ein Tag Unterbrechung und war so natürlich auch der Katze aus gesetzt. Am Anfang war es echt schwierig, die Fenster waren ständig offen, damit neue Luft rein kommt und Allergietabletten habe ich auch fast täglich eine nehmen müssen. Aber schon nach den ersten paar Wochen wurde es besser. Mein Körper hat sich mittlerweile an seine Katze gewöhnt und ich kann sie ohne Probleme streicheln oder mit ihr schmusen. Auf andere Katzen reagiere ich aber immer noch mit allergischen Symptomen ;-)

Kommentar von LilCookiefreak ,

Dankeschön, so eine verständnisvolle Antwort habe ich erwartet. Bei mir ist der Grund ebenfalls, dass ich und mein Freund absolute Katzenliebhaber sind und da wir vorhaben, irgendwann in den nächsten 2-3 Jahren zusammen zu ziehen, möchte ich ihm natürlich nicht im Weg stehen, wenn er dann eine Katze will, da er sein ganzes Leben mit Katzen verbracht hat, genau wie ich auch.. :)

Antwort
von expo9, 15

Wenn deine Ärztin schon meinte es sei wenig sinnvoll, bist du hier wohl erst recht an der falschen Adresse.

Kommentar von LilCookiefreak ,

Sie meinte, es sei wenig sinnvoll, da ich Katzen habe und eine Therapie somit wenig sinn macht. Wenn ich meine Katzen jedoch in die Therapie mit einbeziehe, was laut anderer Antworten ja ein wenig hilft, ist das sicher was anderes. Solche Antworten wie deine sind wirklich nicht hilfreich, tut mir leid.

Kommentar von expo9 ,

Ändert nicht meine Aussage, sie hat Recht. Wenn du eine Therapie machst dann unter ihrer Kontrolle. Wenn jemand eine Chemo macht (leicht übertrieben) dann haut sich die Person daheim nicht auch noch eine Chemo rein einfach nur weils Spaß macht. Entweder sie hat die Kontrolle über die Therapie oder garnicht. 

Antwort
von supersuni96, 12

Eine Katzenhaarallergie behandelst du am besten, indem du die Katze weggibst. Eine Desensibilisierung kann nur durch einen erfahrenen Arzt erfolgen. Wenn du dich weiterhin in Selbstversuchen den allergieauslösenden Stoffen aussetzt, kann sich daraus Asthma entwickeln.

Kommentar von LilCookiefreak ,

Das ist mir klar, aber da ich mich nicht von meiner Katze trennen kann, es geht wirklich nicht, ich liebe beide über alles, würde ich so oder so mit den Tieren zusammen leben. Und da besteht auch ein Asthmarisiko. Dann gehe ich doch lieber kontrolliert mit ihnen um als das nicht im Auge zu behalten, dann würde es viel gefährlicher sein.

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