John James am 07.11.2007 um 7:28 Uhr
Wenn man sich so durch die Medienlandschaft zappt, aber auch wenn man Personen aus Politik und der übrigen Öffentlichkeit lauscht, wird in fast allen Fällen von der geplagten, alleinerziehenden Mutter gesprochen. Von Zahlungsrückständen und fehlendem Umgang des Exmannes. Dem "bösen" Geschlecht, das der "guten" Mutter nur schaden will, -einmal Spaß gehabt und dann verp...! Ich selbst lebe mit meiner Tochter und hasse den Ausdruck "alleinerziehend". Meine Exfrau zahlt auch keinen Unterhalt und wollte vor Gericht kein geregeltes Umgangsrecht. Warum spricht alle Welt von der "Mutter" nicht aber vom Vater? Wollen Väter und Kinder einfach nur vor einer verantwortungslosen Mutter ihre Ruhe haben?!
herzlich willkommen in deutschland. die vaeter haben kaum bis zu keine rechte im d-land. alles nur die gute mutter...aus welchen gruenden immer kann nur eine mutter ein kind erziehen....
Das wird wohl immer so bleiben,das männer als der bösen mann dargelegt werden der keinen unterhalt zahlen will und sich um das kind nicht kümmert. Das es aber mittlerweile,wer weiß wieviele alleinerziehende väter oder männer die das babyjahr nehmen,gibt wird nirgends geschrieben.

Nun, ich muss sagen, dass es in der Gesellschaft meist aber auch so ausgelegt wird, dass die Mutter "widernatürlich" handelt, wenn sie ihre Kinder "im Stich lässt" und sie vom Vater erziehen lässt. Diese Reaktion bekomme sogar ich oft genug um die Ohren, weil bei uns mein Mann den Haushalt macht und sich um die Kindererziehung kümmert und ich die Alleinverdienerin bin..... Ganz schlimm ist es dann, wenn mal in einer Diskussion darüber gesprochen wird, ob es in diesem Fall nicht sinnvoll wäre, bei einer Trennung der Eltern unseren Sohn nicht bei seinem Vater zu lassen. Himmel, welche Anfeindungen mir da entgegen kommen.... Dass das Wort "Schlampe" noch nicht gefallen ist, liegt wohl hauptsächlich daran, dass ich mir solche Äusserungen nicht gefallen lasse....
Es ist wohl eher so, dass sich in der Gesellschaft immer noch das Bild des "männlichen Machers" und de "weiblichen Opfers" manifestiert hat und es anscheinend nicht aus den Köpfen heraus zu bekommen ist.
Mein Mann hat da auch schwer mit zu kämpfen. Die Akzeptanz beim Kinderarzt, im Miniclub, im Turnverein, selbst bei unseren Familien ist doch extrem gering, und er muss sich da stark durchsetzen, um als gleichwertig angesehen zu werden. Und im Miniclub ist es das genaue Gegenteil, da musste er mit so viel Zurückhaltung die Sache angehen, weil die Mütter da tatsächlich dachten, dass er nur zur "Anmache" da hin käme....
Im Übrigen wirst du auch in der Medienlandschaft grundsätzlich in Erziehungs- und Pflegefragen hauptsächlich Tipps für die "Mutter" finden. Mein Mann ärgert es auch immer wieder, dass in allen Ratgebern, die nicht speziell für Väter geschrieben wurden, die Mutter angesprochen wird. Aber andersherum: In den meisten Handwerkerzeitschriften, Auto- und Sportmagazinen merkt man auch eindeutig, dass hier die meistangenommene Klientel Männer sein sollten.
So nun mal denkt die Allgemeinheit: Kinder und Wäsche sind Frauensache, Geldverdienen, Autos und Handwerkerarbeiten Männersache.
Ein Umdenken wird nur durch die Erziehung der nachfolgenden Generationen geschehen können. Aber wer erzieht diese? Die Gleichen, die gerade mit diesen Vorurteilen um sich werfen.

Es sind ganz einfach "die Minderheiten" auf denen in unserem Land rumgehackt wird! Ich kann deinen Frust sehr gut verstehen! Für mich ist es egal, ob Vater oder Mutter sich um ein Kind kümmern. Sollte einer der Beiden sich aber aus der finanziellen oder emozionalen Verantwortung stehlen, sind es für mich Racheakte am Ex-Partner!!! Diesen Damen und Herren scheint nicht bewußt zu sein, daß sie nur einem schaden und zwar dem "eigenen Kind"!!! Karakterschwächen sind NICHT geschlechtsspezifisch! Wenn dir alleinerziehend nicht gefällt, dann sag doch einfach, ihr seit eine "Papa-Familie" ! LG von einer Mama-Familie
Ich denke so wie es die gerne Medien berichten, ist es in der Realität nicht so. Das findet sich in allen Bereichen. Alles sollte hinterfragt werden und individuell gesehen werden. Ob Väter oder Mütter es gibt auf beiden Seiten "alles".
Deine Entäuschung verstehe ich gut. Ich bin Mutter und gehöre zu denen, die ihr Kind nie verlassen würde. Gleiches erwarte ich eigentlich auch von Vätern bzw. Männern. Immer mehr schaffen das, und du gehörst dazu. Ich freue mich und wünsche dir viel Kraft. Insbesondere die Kinder leiden unter dem schmerzlichen Verlust und werden vermutlich ihr Leben lang dran zu knabbern haben.
Wie alt ist dein Kind und wie lange bist du schon alleinerziehender Vater?
Liebe Grüße!
Klar ist das ganze irgendwo ungerecht wie aber so vieles andere auch....Ob Mutter oder Vater als böse dagestellt wird..egal..hauptsache die Kinder haben überhaupt jemanden!!
Das ist hier leider genauso.. Schlimm! Wann endlich wachen die Männer/Väter auf und lassen sich diese Diskreminierung nicht mehr gefallen!