Bin alleinerziehend und Mama von zwei Kindern. Die Kinder sind alle zwei Wochen regelmäßig bei ihrem Vater. Mein Sohn (5) vermisst seinen Papa sehr oft. Besonders wenn er müde ist, weint er öfter und fragt oft nach ihm. Brüllt mich an, ist wütend, macht nichts von dem, was ich ihm sage usw. Er würde gerne mehr Zeit mit ihm verbringen, was aber bzgl. des Vaters unmöglich ist! Wir haben das schon einmal versucht, aber es hat überhaupt nicht funktioniert - der Vater ist völlig unzuverlässig... tat mir sehr leid für den Kleinen, aber was soll ich machen, es liegt ja nicht an mir...
Wie kann ich am besten auf meinen Sohn eingehen und ihn trösten, wenn er diesbezüglich mal wieder einen Tobsuchtsanfall hat? Es ist auch für mich keine leichte Situation, ihn zu trösten, wenn er mich anschreit und mich beschimpft... vielleicht kennt ihr das ja und habt einen Tipp für mich...
LG, Ayki.
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Vielleicht malt ihr in so einer Situation ein Bild für Papa oder schreibt zusammen einen kurzen Brief, den ihr dann auch abschickt?
Lieber Papa, du fehlst mir grad ganz doll, ich vermisse dich

Eine Spieltherapie könnte deinen Kleinen helfen die Situation gut zu verarbeiten.
Lass dich zu einen spezialisierten Kinderpsychologen überweisen.
Ich hab mit meinen Kindern eine Familientherapie gemacht. Es hat uns allen super geholfen und extrem gestärkt. Aber manchmal ist es einfach so extrem bei meinem Sohn, da hab ich einfach auch selbst nicht die Nerven dazu... manchmal bin ich selbst ruhiger und kann auch besser auf die Situation eingehen. Bin ja auch nur ein Mensch und nicht perfekt!
Wolpertinger am 27. September 2009 20:29 Klar bist Du auch nur ein Mensch und das Verhalten darf dich auch überfordern würde glaube ich jeden allein erziehenden Elternteil überfordern.
Denke auch dass dein Kleiner recht dazu hat wütend zu sein, lass ihn wirklich toben.
Und vielleicht braucht er einfach nochmal ganz gezielt Hilfe.
Bespreche deine Sorgen/Ängste und Probleme nochmal mit dem Therapeuten der euch in der Familientherapie betreut hat.
Alles gute für euch
Worauf sollte ich denn bei einem guten Kinderpsychologen achten? Wir waren bisher beim Caritasverband, und unsere Psychotherapeutin dort hatte uns damals eine Familientherapie empfohlen, in die alle einbezogen werden, damit sich niemand von den Kindern ausgeschlossen fühlt. Ich denke aber auch, dass für meinen Sohn evtl. noch etwas anderes erforderlich ist bzw. ihm helfen würde, mit dieser Wut und Trauer etc. besser zurechtzukommen...
Wolpertinger am 28. September 2009 16:53 lese dir mal den Link durch, den ich dir gepostet habe.
Da wird eigentlich alles gut erklärt.
Und dann kann dir die Caritas vielleicht einen Therapeuten empfehlen.
Denke es wird deinen kleinen gut tun.
Alles liebe für euch
Auch wenn er unter der Situation leidet, braucht er konsequentes Auftreten und Stabilität. Ich würd ihm trotzdem nicht alles durchgehen lassen, da es ja auch eine Phase ist!
schildi am 27. September 2009 20:23 DH
DH?
Das mache ich auch nicht... ich bin schon konsequent. Und das weiß mein Sohn aus. Aber man hat einfach auch nicht immer die Nerven für so ein Gebrüll...
Mache ihm lebevoll und verständnisvoll klar das Papa ihn sehr lieb hat, aber leider nicht die Zeit um sich öfters um ihn zu kümmern. Sag ihm das du verstehst das er seinen Papi vermisst, aber das Papi in dem Moment zu weit weg ist um ihn ins Bett zu bringen. Du kannst mit ihm eine Strichliste machen auf der er jeden Abend einen Strich machen darf der bedeutet , noch einmal weniger schlafen bis ich meinen Papa wedersehen kann. Vielleicht schafft ihr es auch einmal das ihr etwas alle zusammen macht, also du, die Kinder und der Vater. Falls ihr euch im Streit hgetrennt habt, dann vertragt euch, für Knder ist es ganz wichtig zu sehen das Erwachsene Menschen miteinander auskommen können, sonst werden sie ihr Leben lang falsche Ansichten haben
Ich persönlich will konsequent keinen Kontakt zum Vater - ich habe meine Gründe dafür, die ich hier nicht näher erläutern möchte.
Wenn es um die Kinder geht, schaffen wir es schon, mal einen Nachmittag zusammen zu verbringen, das letzte Mal auf einem Spielfest der Kinder im Juni auf meinen Vorschlag hin...
Wie gesagt, so etwas liegt nicht an mir. Hier müsste auch mal etwas vom Vater aus kommen, aber der hat nur Interesse an seinen eigenen Dingen...

ich kenne das, diese Tobsuchtsanfälle - Rücken versteift sich, Oberkörper biegt sich nach hinten, Kopf wird wie wild nach re u li geschüttelt, Arme schlagen um sich, Füße treten, dazu ein Megagebrüll. Hört sich schrecklich an u der Betroffene selbst leidet sicher genau so viel, wie sein Gegenüber, in diesem Fall die Mutter. Es gibt da ne Art Therapie u zwar die Festhaltetherapie - Du nimmst den Kleinen ganz fest in die Arme, so dass er keine Möglichkeit mehr hat um sich zu schlagen, genau so auch mit den Beinen, schlinge Deine Beine um seine. Das Kind fühlt die extreme Nähe u auch die Stärke der Mutter, es windet sich u kann so all seine Aggression rauslassen - irgendwann, gerade vorm schlafen gehen, merkst Du wie seine Kraft nachlässt und er immer ruhiger wird - das ist der Zeitpunkt die feste Umarmung zu lösen u den Kleinen ganz normal zu drücken - er wird einschlafen u zwar gut. Ansonsten würde ich NATÜRLICH noch mit ihm reden aber in dieser Situation bringt reden nix, da muß ghehandelt werden. Ich hoffe das Kind ist nicht zu groß u stark, das wünsche ich dir nicht, denn es kostet ungeheuer viel Kraft, vorallem, wenn das Ganze 5min geht - da legst du dich selbst gleich schlafen. Versuch das mal, der Sohn meiner Freundin (12Jahre damals) u mein Enkel (2Jahre alt) haben darauf SEHR pos reagiert.
Danke für den Tipp!! Manchmal mache ich das sogar so. Aber wenn er sooooo laut brüllt und - wenn ich ihn festhalte, dann ja genau in mein Ohr - kann man es einfach nicht aushalten!!!
wissewill am 28. September 2009 15:26 ja ich weiß, Ohrenstöpsel, Kopf wegdrehen u versuchen, dass sein Köpfchen auf Deiner Halshöhe ist, dann bleibt Dein Ohr verschohnt.

Mit deinem EX das Gespräch suchen und darauf bestehen,das ER es seinem Sohn erklärt,so das nicht alles auf Dich abgeschoben wird!
Er kümmert sich um solche Dinge nicht. Er ist viel zu sehr mit sich selbst beschäftigt. Leider.
vollimleben am 27. September 2009 20:26 Dann "Zwinge"ihn dazu!
Nein, das ist nicht meine Aufgabe. Ich brauche meine Energie für meine Kinder!
vollimleben am 27. September 2009 20:31 Dein Sohn ist auch dein Kind und braucht deine Hilfe,ausserdem seid ihr ein Leben lang ELTERN,wenn auch getrennt!
Von Außen - und ohne die Gründe zu kennen - kann man das immer leicht sagen ("zwinge ihn"). Aber ich versichere dir: Mit diesem Vater funktioniert das einfach nicht! Ich habe das lange genug versucht und meine Energie nutzlos verschwendet! Es ist jetzt seine Sache, ob er sich kümmert oder nicht. Ich habe einen Weg gefunden, unser Leben auch ohne ihn in den Griff zu bekommen. Wir sind eine kleine glückliche Familie. Manchmal funktioniert alles gut, manchmal nicht so gut. Aber allemal besser als mit ihm!!! Denn da ist echt Hopfen und Malz verloren. Und Enttäuschungen sind vorprogrammiert. Tut mir leid, wenn ich das so krass schreibe, ist aber leider so...

das ist sehr schwierig da brauchst du viel Geduld,wenn er wieder so einen Tobsuchtsanfall bekommt gehe mal aus dem Zimmer und mach die Tür zu ,lass ihn einfach in Ruhe
Das mache ich auch oft!

vielleicht ihm einfach immer wieder erklären das es nicht anders geht , das der papa arbeiten muss z.b, ich kenne es von bekannten das ihr sohn abends oft mit dem vater telefoniert und das ist dan meistens schon ok
Schon alleine das ist nicht drin, der Vater ist selten erreichbar. Und ich habe keine Lust darauf, dass der Sohn in meine Fußstapfen von früher tritt und seinem Vater nur hinterher telefonieren muss... Das bringt nur weitere Enttäuschung mit sich! Desweiteren hat der Vater nur ein Handy und keinen Festnetzanschluss, was für mich einfach zu teuer ist! Deshalb habe ich das von Anfang an nicht gemacht. Wir sind jetzt seit 3 Jahren getrennt.
Ich weiss, dass dieser Rat unpopulär ist, aber dennoch möchte es Dir raten: Lass Deinen Sohn von einem Kinderpsychologen behandeln. Sprich mit Deinem Kinderarzt über das Problem und sollte der auch dieser Meinung sein, sucht gemeinsam nach einem guten Kinder-Therapeuten. Dein kleiner Sohn ist in einer derart schwierigen Situation, die nicht allein mit mit Liebe, Erklärungen udn Verständnis zu lösen ist. Ich habe es selbst im Verwandtenkreis erlebt. Die Mutter meinte auch, dass sie und ihre Kinder mit der Änderung der Familiensituation allein fertig werden. Das ist ein grosser Irrtum, den man leider erst viel zu spät einsieht. Sei klug und sorge vor, sonst ist das, was sich jetzt abspielt nur der Anfang einer langen, langen Leidenszeit - für Deinen Sohn und für Dich. Ich wünsche Dir alles Gute und die Kraft, die richtige Entscheidung zu treffen.
Du hast schon ganz tolle Anregungen bekommen.
Kinder spiegeln immer ihre Eltern!
Geht auch vielleicht Dir ein Mann an Deiner Seite ab. Wäre doch nur allzu normal. Alles immer alleine zu schaffen ist ganz schön viel arbeit. An vieles muß gedacht werden, viele Handgriffe müssen erledigt werden......
Da bleibt vielleicht oftmals zu wenig Zeit für Dich und Deine eigenen Bedürfnisse. Bedenke: Nur wenn Dein Tank voll ist, kannst auch Du etwas für andere tun. Sonst geht nicht viel! Sei gut zu Dir und erlaube Dir Deine Bedürfnisse.
Vielleicht die nach Unterstützung, nach einer männlichen ausgleichenden Seite, nach einem Mann, der Dich liebt, nach Pausen und Zeiten für Dich allein.........
Das Allerbeste für Dich :-)
Das ist eine super Idee! Danke für den Tipp. Wir malen eh viel, warum nicht mal in diese Richtung...
Vielleicht auch ein guter Anstoss für den Daddy, zu merken, dass er gebraucht wird. Alles Gute euch!