Frage von jeleyna, 64

Alleinerziehend. Anspruch auf Unterhalt?

Hallo, ich habe eine 15 Monate junge Tochter und schon in der SS keinen Kontakt mehr zu dem Erzeuger. Er hat die Vaterschaft anerkannt und zahlt Unterhalt für meine Tochter. Seit 3 Wochen gehe ich nun arbeiten. Steht auch mir Unterhalt zu? Oder ist dies durch meine 30 Stunden pro Woche hinfällig? Wäre es noch nachträglich auszuzahlen? Über eine Auskunft wäre ich dankbar. Liebe Grüße

Antwort
von wilees, 28

Der Unterhalt für Deine Tochter ist bis zum Abschluß ihrer Erstausbildung zu zahlen und zwar unabhängig davon wieviel Du verdienst.

Antwort
von DFgen, 7

Anspruch auf "Betreuungsunterhalt" für dich selbst hättest du nur (bis max. zum dritten Geburtstag des Kindes), wenn

  • du deinen eigenen Lebensunterhalt nicht (in vollem Umfang) erarbeiten kannst, weil das Kind nicht ganztägig in einer KiTa o.ä. betreut werden kann,
  • und der Mann dann noch "leistungsfähig wäre (nach Zahlung des Kindesunterhaltes noch mehr als 1200 Euro von seinem Einkommen übrig hätte)...

Zahlen müsste er dann ab dem Zeitpunkt, an dem du den "Betreuungsunterhalt" eingefordert hast, rückwirkend könnte nichts mehr gefordert werden.

Du dürftest dich jedoch nicht "bedürftig machen", also deinen jetzigen Job nicht kündigen, um stattdessen Betreuungsunterhalt zu erhalten o.ä.....

Antwort
von isomatte, 18

Was möchtest du denn nachträglich an Unterhalt haben,ich denke er zahlt Unterhalt fürs Kind ?

Der Unterhalt fürs Kind hängt in der Regel nicht von deinem Einkommen ab,dass steht dir weiterhin zu solange er leistungsfähig ist.

Wenn du Unterhalt ( Betreuungsunterhalt ) für dich meinst,der stünde dir in der Regel bis zum 3 Lebensjahr deines Kindes zu,dass aber erst wenn du ihn dazu aufgefordert hättest ( rückwirkend würde es nichts geben ) und wenn er nach der Zahlung des Kindesunterhalts noch mehr als derzeit 1200 € Netto ( Selbstbehalt ) hätte.

Dein eigenes Einkommen würde aber ggf.zum Teil dagegen gerechnet,es würde sich bei deinem Erwerbseinkommen um überobligatorisches Einkommen handeln,weil du nicht verpflichtet wärst einer Erwerbstätigkeit nachzugehen,weil dein Kind noch unter 3 ist.

Kannst ja mal im Internet eingeben ,, Anrechnung von eigenem Einkommen auf Betreuungsunterhalt ",da solltest du etwas finden.

Der Unterhalt für dein Kind und ggf.andere minderjährige Kinder gehen aber vor und wenn du im Monat mehr als etwa 800 € Netto verdienst wirst du wohl keine Chance auf Betreuungsunterhalt haben,selbst wenn er noch leistungsfähig wäre,dann gehen einige Oberlandesgerichte davon aus das du damit deinen Bedarf selber decken kannst.

Kommentar von jeleyna ,

Für die kleine zahllt er seit September . Also August hat er schonmal weg gelassen . Deswegen habe ich jetzt keinen Aufstand gemacht . In meinem Jahr elternzeit hat er keinen Unterhalt für mich bezahlt weil ich keinen Streit anfangen wollte. Von meinem Einkommen in dem Jahr blieb dann nicht viel übrig und Kindersitz usw fiel auch an sodass mein erspartes  aufgebraucht ist.  Deswegen wollte ich wissen ob er es noch nachträglich für mich zahlen könnte.  Denn nun muss ich die Tagesmutter anteilig bezahlen und da bleibt dann im Monat auch nicht soviel übrig 

Kommentar von isomatte ,

Nein,rückwirkend kannst du für dich keinen Betreuungsunterhalt mehr geltend machen,auch da hätte man dann dein eigenes Einkommen gegen gerechnet !

Was ist denn mit dem Unterhalt für die Tochter,wenn er erst seit September Unterhalt zahlt,hast du davor keinen bekommen ?

Such dir Hilfe beim Jugendamt und richte für die Tochter ggf.einen Beistandschaft ein,die kümmert sich dann um die Ansprüche deines Kindes,die können dann evtl.auch finanziell etwas beisteuern.

Was zahlst du denn für deine Warmmiete,wie viel Brutto und Nettoeinkommen hast du und was bekommst du für deine Tochter an Unterhalt ?

Da käme ggf.Wohngeld und Kinderzuschlag in Betracht und wenn das nichts werden sollte evtl.eine ALG - 2 Leistung in Form von einer Aufstockung.

Kommentar von Menuett ,

Fürs Kind hätte er ab Geburt zahlen müssen.

Wegen der Tagesmutter, da kann er ebenfalls zum Zahlen verdonnert werden.

Warst Du schon beim Jugendamt und hast gefragt, ob Dir da Unterstützung zusteht?

Kommentar von jeleyna ,

Wohngeld bekomme ich nicht mehr seitdem ich arbeiten gehe.  Würde einen knappen Betrag über der Einkommens Grenze liegen.  Schade das man den Vätern bei Desinteresse kein Sorgerecht entziehen kann. Aber danke schon mal für eure Antworten 

Kommentar von isomatte ,

Wenn du keinen Anspruch mehr auf Wohngeld hast,dann käme ja ggf.eine ALG - 2 Aufstockung in Betracht,je nach dem was ihr dann an anrechenbarem Einkommen hätte und wie hoch euer Bedarf sein würde !

Angenommen du arbeitest im Monat 120 Stunden und würdest da 10€ Brutto pro Stunde verdienen,dann kämst du auf 1200 € Brutto und ggf.auf 1000 € Netto.

Das Jobcenter ( ALG - 2 ) würde dir bei min. 1200 € Brutto einen Freibetrag von 300 € ( theoretisch ) von deinem Netto abziehen,es blieben dann rechnerisch nur ein anrechenbares Einkommen von 700 €.

Alleine dein Regelsatz liegt derzeit bei 404 € pro Monat und für ein Kind unter 7 Jahren würde dir noch ein Alleinerziehenden Mehrbedarf von 36 % deines Regelsatzes dazu kommen.

Also dann zu den 404 € noch mal 145,44 € = 549,44 €,es blieben dann ggf.noch etwa 150 € für den KDU - Kopfanteil ( Kosten der Unterkunft und Heizung / Warmmiete ) übrig.

Wenn deine KDU - angenommen bei 440 € liegen würde läge dein KDU - Kopfanteil bei 220 €,es würde dir dann ggf.eine Aufstockung von 70 € zustehen,wenn dein Kind dann nach Abzug seines Bedarfs von seinem Einkommen ( Kindergeld + Unterhalt ) nicht mehr anrechenbares Einkommen als Bedarf hätte.

Denn dann würde dieser Teil ( bis max. auf Höhe des Kindergeldes ) auf deinen Bedarf angerechnet.

Der Bedarf deines Kindes liegt dann derzeit min. bei 237 € Regelsatz und dazu dann der KDU - Kopfanteil,hier im Beispiel dann 220 €,dann läge der Bedarf bei min.457 €.

Darauf würde dann das Kindergeld von 190 € und der Unterhalt voll angerechnet.

Antwort
von Menuett, 12

Wenn Du arbeiten gehst, hast Du keinen Anspruch auf Unterhalt.

In den ersten drei Jahren hast Du Anspruch auf Unterhalt in Höhe Deines letzten Jahresnettos.

Hört sich gut an, ist aber meist nicht zu realisieren, weil der Vater viel zu wenig verdient.

Nachträglich lässt sich da nichts machen.

Du könntest aber aufhören zu arbeiten und er müßte dann Unterhalt zahlen. Sofern er leistungsfähig ist.

Antwort
von Panazee, 35

Den Unterhalt für eure Tochter muss er zahlen, egal wie viel Geld du verdienst.

Du selbst hast keinen Anspruch auf Unterhalt. Also für seine Tochter muss er zahlen, für dich nicht.

Antwort
von Lkwfahrer1003, 18

Der Erzeuger muss Kindesunterhalt zahlen !

Auch dann , wenn du im Lotto eine Million gewinnst muss er Kindesunterhalt bezahlen , das hat nichts mit deinem vermögen oder verdienst zu tun .

Ob auch dir Unterhalt zusteht müsste man Prüfen , am besten bei einem Anwalt für Familienrecht !

Antwort
von Elfi96, 27

Wenn du arbeiten gehst, ändert es nichts an  der Tatsache ,  dass der Kindsvater Unterhalt für sein Kind zahlen muss. Bemühe dich um einen Unterhaltstitel (Anwalt-》Gericht), damit du den Unterhalt fürs Kind im Bedarfsfall auch einklagen könntest. LG 

Antwort
von mrdartwork, 28

Natürlich steht dir Unterhalt zu! 

Kommentar von MancheAntwort ,

Humbug !

Antwort
von joni2510, 31

Er muss trotzdem Unterhalt zahlen

Antwort
von Sahaki, 25

Natürlich muß der "Erzeuger" zahlen

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