Alleine zum psychologen oder nicht?

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7 Antworten

Ich liebe ja solche Fragen. Es gibt ganz oft Aspekte, die die Fragenden übersehen oder gar nicht in Betracht ziehen.

Wenn es dir so schlecht geht und du dich sogar an Stellen ritzt, die ziemlich offensichtlich sind, kannst du davon ausgehen, dass deine Mutter sich JETZT sehr viele Sorgen, um dich macht. Sie wird vermutlich merken, dass es dir nicht gut geht. Den meisten Eltern geht es dann auch nicht gut, vor allem, wenn sie nicht wissen, wie sie helfen können.

Hinzukommt eventuell auch noch, dass sich deine Mutter Vorwürfe macht und sich fragt, ob sie etwas falsch gemacht hat. Vielleicht denkt sie auch, dass sie soviel falsch gemacht hat, dass du ihr nicht vertrauen kannst.
Aus ihrer Sicht würdest du ihr Vertrauen schenken und ihr all deine Probleme anvertrauen ganz egal, wie schlimm diese sind.

Wie du schon an der häufigen Benutzung von Adverbien, wie "eventuell" bemerkt hast, kann das sein, muss es aber nicht.

Ich glaube allerdings, dass "normale" Eltern so reagieren.
Unter normalen Eltern verstehe ich Eltern, die nicht unbedingt preisverdächtig sind, aber auch keine schlechten Eltern sind.

Also eigentlich Eltern, die ihre Kinder lieben und auf ihre Art und Weise das beste für ihre Kinder wollen.

Aus diesem Grund würde ich das Thema bei meiner Mutter direkt und offen ansprechen.

Allerdings kann ich auch verstehen, wenn dir das schwer fällt.

Vielleicht würde es dir leichter fallen, wenn du einen Brief schreibst.

Um jetzt endlich mal auf deine eigentliche Frage zu kommen (den Roman habe ich nur aufgrund deiner Kommentare und so geschrieben, weil ich dachte das diese Sichtweise dir eventuell hilfreich erscheint):

Du musst deiner Mutter ersteinmal gar nichts erzählen.

Du kannst zu deinem Hausarzt gehen und dir eine Überweisung ausstellen lassen.

Dann kannst du dich, um einen Termin bemühen. Allerdings kann es passieren, dass du nur auf einen Anrufbeantworter sprichst und somit zurück gerufen wirst, also solltest du den Termin vielleicht über dein Handy vereinbaren.

Eine Freundin wirst du vermutlich mit in die Praxis nehmen dürfen je nach Psychologe/Psychotherapeut kann sie vielleicht auch an dem ersten Gespräch teilnehmen. Später wird das ziemlich sicher nicht mehr möglich sein. Das ist aber auch nicht schlimm, sondern eher gut. In so einer Therapie wirst du gegebenenfalls mit Gedanken konfrontiert, die du selbst nie bewusst hattest und wer weiß, wie du damit umgehst und vielleicht willst du das auch gar nicht (direkt) mit deiner Freundin teilen.

Im späteren Verlauf wird deine Mutter allerdings von der Therapie erfahren müssen.

Aber ein guter Psychotherapeut/Psychologe wird das so einrichten, dass es dir nicht schadet.

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Zuerst finde ich es echt toll,dass du dir Hilfe suchst☝
Manche in dem Alter wollen gar keine Hilfe und denken es wäre "cool". Diesem Schritt finde ich wirklich sehr reif von dir☺
Ich kann dir nur sagen wie es bei mir mit 16 war.
Natürlich kannst du alleine zum Therapeuten,erst mal. Jedoch wirst du nicht drumherum kommen,dass deine Mutter davon erfährt. Früher oder später. Du musst für die Therpie mehere Bögen ausfüllen und deine Mutter auch. Ebenso brauchst du auch ihre Unterschriften. Und durch die Krankenkasse kann sie es auch erfahren. Du könntest erstmal zu einem Psychologen,ein paar Gespräche führen und wenn du dich gut bei dem Therapeuten fühlst,dir gemeinsam überlegen wie du es deiner Mutter sagst. Aber nicht zu sehr hinauszögern. So hab ich's ungefähr gemacht.

Ich wünsche dir viel Glück :)🍀

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Kommentar von lauraxsmileyx3
06.08.2016, 22:58

Naja ich will meine Mutter nicht enttäuschen und trau mich das einfach nicht ich weiß es nicht warum. Bin zu scheiße dafür.

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Kommentar von lauraxsmileyx3
06.08.2016, 22:59

Aber danke das du so nett bist und versuchst zu helfen. :3

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Kommentar von FelinasDemons
06.08.2016, 23:02

Glaub mir ich war in der selben Situation und im nachhinein war es gar nicht so schlimm. Also trau dich ruhig;) Lass dir Zeit,aber nicht zu viel:) Und bitte,ich helfe gerne😊

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Du kannst selbstverständlich alleine zum Psychologen :) Du kannst, denke ich, auch eine Freundin mitnehmen. Du entscheidest, wie du es lieber hast ;) Ich selbst bin auch depressiv und in Therapie. Allerdings habe ich nur mal "zum Testen" mich selbst verletzt.. Falls du aber trotzdem Fragen zum Therapieablauf etc. hast, stelle sie mir ruhig.

Und jetzt zur Eltern-Geschichte:
Erzähle ihr, dass es dir psychisch nicht gut geht und du professionelle Hilfe brauchst. Ja, vielleicht fragt sie nach dem warum, aber dass musst du nicht sagen, wenn du nicht dazu bereit bist.
Ich habe mit meinen Eltern auch nie über so was geredet und mein Vater war sogar etwas schuld an meiner Depression und dennoch habe ich meiner Mutter genau das obenstehende gesagt. Ich habe mich getraut und du wirst es auch schaffen!
Glaub mir, es ist viel angenehmer, wenn die Eltern Bescheid wissen. Wenn du eine Therapie machst, dann bist du einmal in der Woche zur gleichen Zeit außer Haus. Irgendwann fällt das auf und die ganze Zeit Ausreden zu erfinden, ist auch anstrengend.

LG und viel Kraft an dich :)

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Wenn deine Mutter es nicht erfahren soll würde ich es mal bei einer Caritas oder anderen kostenlosen Beratungsstellen versuchen. Einfach mal anrufen oder eine e mail schreiben. Die Beratung dort ist annonym und kostenfrei
LG love2905

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Kommentar von lauraxsmileyx3
06.08.2016, 22:47

Naja ich bin halt echt extrem schüchtern. Was ich auch mega hasse.

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Kommentar von love2905
06.08.2016, 23:38

sonst gibt es auch zu mindest im Raum NRW (wahrscheinlich auch ausserhalb davon) online Beratung in Form von Chats mit Sozialpädagogen o.ä.

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Also nah an der Hauptschlagader (am Handgelenk) zu ritzen ist gleichzusetzen mit jeder anderen Stelle. Du müsstest extrem tief ritzen, um zur Hauptschlagader zu kommen. 

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Kommentar von lauraxsmileyx3
06.08.2016, 22:54

Wow hilft mir das jetzt weiter.

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Kommentar von TheTrueSherlock
07.08.2016, 01:16

Sorry, aber.. Was zur Hölle ist das für eine Antwort?
Willst du noch jemanden in den Suizid bringen? Hilfe gescheit oder lass es ganz bleiben.

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Denke, Du kannst da allein hin! Aber Du brauchst eine Überweisung vom Hausarzt. Und ich kenne Jemanden, der sollte beim 1. ein Jahr warten und ist beim 2. "schon" nach 1/2 Jahr dran gekommen. Weiß nix ob das beim Kinderpsychologen anders ist oder Du ein dringender Fall bist. Der redet sowieso mit Dir nur allein, damit Dich Deine Ellis nix unter Druck setzen können, wenn er Dir Tipps zur Hilfe gibt und Du länger brauchst es in den Griff zu bekommen! 

Guck mal hier, bei der Nummer gegen Kummer: https://www.nummergegenkummer.de/kinder-und-jugendtelefon.html  ! Die kennen sich mit sowas aus und können Dir bestimmt helfen, Worte zu finden um mit Deinen Ellis zu reden! Oder sprich mit denen über Deinen Kummer.  Kannst auch "Emil" schreiben!

Aber ich denke ein Krankenhausaufenthalt wäre das beste! 

Gute Besserung! Und wenn was ist, melde Dich! Bin ca 1 Woche  jetzt nix da, aber danach ist das kein Problem. Versuche zu helfen, soweit ich das als normaler Mensch kann! ::-)

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Kommentar von sommerfrage
06.08.2016, 23:23

Ach ja, nach einiger Zeit wirst Du froh sein, dass alles vorbei ist und Du noch lebst, glaube es mir! Auch wenn Du Dir das nix vorstellen kannst im Moment!  ::-)

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Warum willst du mit 13 sterben mit was fur ein grund bitte? Wieso tust du dir das an, dein leben kann sich so viel ändern. Du bist noch ein kleines Kind. Hol dir die Hilfe und mach das auf gar kein Fall alleine durch.

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Kommentar von lauraxsmileyx3
06.08.2016, 22:48

Ich will das doch auch nicht. Diese ganzen gedanken kommen einfach und gehen nicht mehr weg.

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Kommentar von FelinasDemons
06.08.2016, 22:58

Hast du dir die Frage überhaupt durchgelesen? Sie sucht ja schon nach Hilfe! In Zukunft auch die Beschreibung lesen...

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Kommentar von unbekannt23
06.08.2016, 23:05

hast du meinen letzten satz gelesen. In zukunft doppelt lesen.

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Kommentar von TheTrueSherlock
07.08.2016, 01:15

Einerseits schöne Antwort, dennoch stört mich etwas der erste Satz:
Du weißt nicht, was die Fragestellerin durchgemacht hat und kannst dir demnach auch kein Urteil erlauben. Man kann auch mit 13 Jahren eine Depression entwickeln und zum Selbstverletzenden Verhalten neigen.

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