Frage von Sanna1976, 56

alleine die medizinische Versorgung beantragen oder Medikamente gg. ADHS ohne die Zustimmung des Vaters verschreiben lassen. Wer kann mir helfen?

Ich bin Mutter von drei wunderbaren Kindern, Mein großer Sohn ist mittlerweile 10. Er hat in der Schule enorme Probleme. In Mathe war er eine Weile super gut und hat ständig extraaufgaben bekommen. Das lies aber nach einem Lerherwechsel nach. Die neue Lehrerin fokussierte sich leider mehr auf seine Defizite, die hat er ganz klar, weil er noch Legastheniker ist und somit nicht wirklich gut lesen und schreiben kann. Er hat eine riesige Abneigung gegenüber der Schule entwickelt. Er wird ziemlich schnell sehr aggressiv und schlägt oder tritt. Er hat keine Freunde, weil viele Kinder vor ihm Angst haben oder ihn ständig provozieren. Er hat eine Weile Fußball gespielt, aber auch dort ist er aus dem Verein geflogen. Zuhause raubt er mir immer mehr die Nerven. Wobei er selber unglaublich traurig ist, wenn nicht schon fast depressiv. Mittlerweile habe ich auch einem ASOF-Verfahren zugestimmt, so dass er auf eine Förderschule wechseln kann, obwohl er laut Psychiater hochbegabt ist!

Mein kleiner Sohn hat ebenfalls ADHS und ihm geht es ähnlich. Ich habe die Hoffnung ihn noch irgendwie retten zu können.

Beide Kinder bekommen viel Therapien also der kleine Ergotherapie, Verhaltenstherapie, Sporttherapie und Gruppentherapie. Der Große LRS-Training, VT, Sporttherapie und Reittherapie. Außerdem machen beide enorm viel Sport. der kleine ist Leistungsschwimmer mit 3x wöchentlich Training und 2 Mal Basketballtraining. Der große macht Zuhause im Garten viel Sport und geht zwei mal in der Woche zum Leichtathletik.

Das hilft aber alles nicht wirklich gut. Ich habe schon beim Jugendamt versucht Hilfen zu beantragen, die ich aber nicht bekomme.

Der Psychiater plädiert immer noch, dass die Jungs Medikamente bekommen sollten. ICH bin da auch für, aber mein Ex-Mann meint, dass er SEINE Kinder nicht mit mit Psychopharmaka vollstopfen wird, nur weil ich mit den Jungs nicht klar komme. Er will aber weder mehr als ein Wochenende oder mal ein paar Ferientage mit ihnen verbringen und haut mir so Dinge an den Kopf, wie ich solle mir doch eine Tante vom Jugendamt ins Haus holen (er meint eine Familienhilfe, die ich beantragt habe, die aber nicht genehmigt wurde).

ich möchte einfach gerne einen Versuch mit Medikamenten starten, nicht weil es mir dann besser gehen wird, sondern um meinen Kindern zu helfen, denen es schrecklich geht. Aber wie schaffe ich das ohne meinen Mann, er muss den Medikamenten zustimmen.

Ich denke mittlerweile daran meinem Mann das Recht für Medizinische Vorsorge (oder wie das richtig heißt) zu entziehen, hat damit jemand erfahrung gemacht?

oder habt ihr noch eine andere zündende Idee, wenn der Vater nichts machen will. Also auch nicht mit zum Psychiater gehen, schulgespräche nicht mit macht und so weiter

Antwort
von melinaschneid, 39

Ich würde mich auch diesbezüglich beim Jugendamt beraten lassen. Ist ja schön wenn dein ex der Meinung ist die Jungs brauchen keine Medikamente. Aber wenn er sie so selten sieht bekommt er auch wenig von ihren Leidensdruck mit. Er verwehrt damit seinen Kindern viele Chancen. Schon alleine die Tatsache das dein Hochbegabter Sohn auf die Förderschule soll zeigt deutlich das normale Therapien nicht den gewünschten Erfolg bringen.

Lasse dir wenn möglich vom behandelnden Arzt ein Gutachten erstellen das er die Medikamentöse Behandlung für notwendig erachtet. So ein schreiben ist viel wert. Wenn dein ex einverstanden ist mache mit ihm zusammen einen Termin beim Therapeuten/Arzt der Jungs aus und redet gemeinsam über die Problematik. Vielleicht kommt der Arzt mehr zu deinem ex durch als du.

Ich finde es erstaunlich das dein ex es schlimm fände wenn seine Kids Medikamente nehmen würden aber ok wenn der hochbegabte Sohn auf die Förderschule kommt. Mir scheint es irgendwie so als würde dein ex versuchen dich als schlechte Mutter hinstellen zu wollen und das auf den rücken der Kinder. Ich weiß ja nicht wie das Verhältnis zwischen euch ist aber das wäre nicht der erste mann der Sowas versucht.

Antwort
von maja11111, 38

nimm dir einen anwalt. wenn dein mann sich gegen die gesundheit der kinder stellt, dann würde ich an deiner stelle die gesundheitsfürsorge beantragen oder erstmal die unterschriften seiner zustimmung gerichtlich im eilverfahren ersetzen lassen.

sollte dein mann bei umgängen die medikamente verweigern, wäre ein betreuter umgang vielleicht sinnvoller in zukunft. einfach um sicherzugehen, dass die kinder bekommen was sie verschrieben bekommen haben und was sie brauchen. sei knallhart, es geht hierbei vorrangig um die kinder und nicht um vatis eitelkeit die verletzt werden könnte.

Antwort
von vogerlsalat, 35

Wende dich ans Jugendamt und frag dort nach was du machen kannst. Ein Vater kann nicht einfach, vom Arzt verschriebene, Medikamente ablehnen.

Kommentar von Sanna1976 ,

Das Jugendamt tut nichts in der Hinsicht und die Medikamente können erst mach der Einwilligung beider Elternteile verschrieben werden

Kommentar von Menuett ,

Das Jugendamt kann hier nichts machen.

Antwort
von Menuett, 25

Du wirst hier um Anwalt und Gericht nicht herumkommen.

Für die Kinder wären die Medikamente wirklich.

Antwort
von Seanna, 38

Für ne gütliche Einigung könnte evtl noch die Familienberatungsstelle helfen.

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