Frage von borusse1998, 154

alleine Auto fahren mit bf 17?

hallo,
ich bin 17, in 3 monaten 18 und hab da mal ne Frage. Ist die größte Konsequenz der Entzug meines Lappens wenn ich von NRW nach RLP alleine Auto fahre. Soll ich das riskieren. es ist wirklich wichtig und anders komme ich nicht dahin. Ohne überheblich zu sein, aber ich bin wirklich ein sehr guter Fahrer. Nach 6 Probefahrten durfte ich schon zur praktischen Prüfung.
welche Konsequenzen würde das haben, falls ich erwischt werde.

Antwort vom Anwalt erhalten
Anzeige

Schneller und günstiger Rat zum Strafrecht. Kompetent, von geprüften Rechtsanwälten.

Experten fragen

Antwort
von siggibayr, 27

Die Vorschrift BF17 erlaubt ein Abweichen vom Mindestalter für die Erteilung der Klasse B /BE.

Geknüpft ist die Berechtigung, von der FE B/BE Gebrauch zu machen, an eine Auflage, nur mit einem in der Prüfungsbescheinigung bezeichneten Begleiter zu fahren.

Wird diese Auflage nicht beachtet, so liegt eine bußgeldbewerte OWi vor.

Nach lfd.Nr. 251a des Bußgeldkatalogs ist ein Bußgeld von 70.- EURO vorgesehen. Die Bewertung mit 1 Punkt im FER. Es handelt sich bei Fahrerlaubnis auf Probe um eine schwerwiegende Zuwiderhandlung.

Für den Fall des Auflagenverstoßes schreibt § 6e Abs. 2 StVG vor, dass die erteilte Fahrerlaubnis der Klasse B/BE zu widerrufen ist.

Jetzt aufpassen:

Der Widerruf der Fahrerlaubnisklassen gemäß § 6e StVG umfasst eine nach § 48a FeV erteilte Fahrerlaubnis der Klassen B und BE sowie die Einschlüsse gemäß § 6 Abs. 3 FeV der Klassen AM und L.

Nur wenn diese Klassen aus dem Vorbesitz stammen, bleiben sie erhalten, und können nach Ausstellung eines Kartenführerscheins nachgewiesen werden.

Das bedeutet, dass die Klassen AM und L, die vor dem 17. Lebensjahr erworben wurden, auch nach Widerruf der FE erhalten bleiben und zum Führen der entsprechenden Kfz berechtigen.

Derjenige der die Klasse AM und L vorher nicht erworben hat, dessen Berechtigung sich aufgrund der Einschlußregelung des § 6 Abs. 3 FeV ergibt, solche Kfz führen zu dürfen, verliert auch diese Einschlussklassen mit dem Widerruf der FE Klasse B/BE.

(Quelle: Ministerium für Bauen und Verkehr des Landes NRW, 25.11.2005; Az: III B2-21-01/2.3)

Bei Antrag auf Widererteilung erfolgt die Anordnung eines Aufbauseminars mit Fristsetzung und auch eine Verlängerung der Probezeit. Es gibt jedoch keine gesetzliche Regelung, die für eine erneute Erteilung nach Widerruf eine gewisse Frist vorsieht.


Expertenantwort
von Siraaa, Community-Experte für Führerschein, 59

Entzug der Fahrerlaubnis Klasse B (AM und L würden bleiben, du müsstest dir hierfür dann aber einen Kartenführerschein ausstellen lassen) wegen Verstoß gegen die Auflagen. Es ist zwar kein Fahren ohne Fahrerlaubnis, aber ein A Verstoß, was eine Verlängerung der Probezeit und ein Aufbauseminar zur Folge hätte. Danach kann die FE wieder erteilt werden.

Knapp gesagt: lohnt sich nicht. klar, es kann gut gehen...muss es aber nicht.

Bei Kontrollen gibt es durchaus Leute, auf die man eher ein Auge hat....und jüngere Fahrer gehören eher dazu.

Kommentar von Siraaa ,

Da es bis zum ASF zudem ein kleines Weilchen dauert, könntest du mit mehren Monaten ohne Klasse B rechnen, auch wenn ein ASF theoretisch in relativ kurzer Zeit absolviert sein kann. Du wärst dann vermutlich auch an deinem 18. Geburtstag noch nicht wieder mobil.

Expertenantwort
von Skinman, Community-Experte für Auto, 17

Wenn du ein guter Fahrer wärst, dann würdest du diese Frage nicht stellen und diese Überlegungen nicht anstellen, denn dazu gehört auch sittliche Reife.

Wenn du allein fahren willst, hättest du ja den 125er Schein machen können.


Antwort
von Rockuser, 44

Vergiss es. Der Führerschein wird entzogen.

https://www.gesetze-im-internet.de/stvg/__6e.html

Antwort
von martinzuhause, 90

du hättest dann keinen führerschein mehr, dürftest ihn auch erst mal nicht mehr neu machne. und würdest eine strafe bekommen weil du ohne führerschein gefahren bist

Kommentar von Siraaa ,

Falsch, eine Fahrerlaubnis ist vorhanden. Es wäre "nur" ein Auflagenverstoß. Somit auch kein Fahren ohne Fahrerlaubnis (ohne Führerschein auch nicht...denn das Dokument wird ja mitgefüht)

Antwort
von TomBeerens, 76

Nach sechs Fahrten schon zur praktischen Prüfung? Ich glaube nicht. Du meinst eher die theoretische.

Kommentar von borusse1998 ,

ne ne. ist schon richtig. Bin schon mit 13 Jahren in der Heimat rumgefahren und habe es immer besser gelernt. Da gibt es nicht wirklich die Polizei

Kommentar von martinzuhause ,

das kommt öfter vor. hat mein sohn auch nur gebraucht. seit er 14 war ist er lkw und pkw gefahren und ab 16 dann motorrad auf der strasse. das war die praxis überhaupt kein problem. die erste fahrstunde hat er da gleich im berufsverkehr gemacht

Kommentar von TomBeerens ,

Krass. Ich habe ja auch bf17 gemacht (2011 fertig geworden) und musste alle Fahrstunden machen. Aber ich hatte auch - aufgrund der Tatsache, dass ich auf dem Dorf wohne - das Glück, mit meinem Vater zu üben. Und ich musste glaube ich alle Pflichtstunden machen. Moped habe ich nicht gemacht, nur die Klasse B. Ich dachte, dass man hier in Deutschland, wo alles vorgeschrieben und geregelt ist, auch Mindestanzahl an Stunden absolvieren muss. Da lernt man mal wieder was dazu...

Kommentar von Siraaa ,

TomBeerens: muss man auch. Bei der Klasse B sind die 12 "Sonderfahrten" vorgeschrieben. Alles darunter ist nicht wirklich legal.

Antwort
von Gamerman23, 64

Lohnen tut es sich absolut nicht. Wie meine Vorredner schon gesagt haben Führerschein weg eine saftige Strafe, ich denke noch eine Führerscheinsperre für ein paar Jahre und wenn du den Führerschein wieder machen darfst wahrscheinlich ein Aufbau Seminar

Antwort
von triopasi, 69

Lappen weg, evtl Strafe und Nachschulung.

Kommentar von Zhaklin98 ,

würde ich auch sagen weil du darfst mit 17 nur mit Begleiter fahren und der muss eingetragen sein und der muss auch Führerschein haben am besten Mama oder Papa und Polizei ist unberechenbar nicht riskieren

Keine passende Antwort gefunden?

Fragen Sie die Community