warum sterben so viele Menschen in dem Moment, wenn die Angehörigen, die Tage und wochenlang bei dem Kranken waren, oft in dem Moment ,wenn er gerade einmal 2 bis 3 Minuten allein ist

Man nimmt an, dass es die starken emotionalen Bindungen, Gefühle oder auch Ängste gegenüber dem Sterbenden/dem Tod sind (wenn auch oft un/unterbewusst) die den Sterbende quasi durch die Anwesenheit der Angehörigen (Sterbebegleiter) am Sterben hindert. Weil er dadurch vielleicht nicht richtig loslassen kann, vielleicht aus einer gewissen Schonhaltung heraus oder weil er nicht zur völligen Ruhe und Gelassenheit kommen kann. Da die seelischen Schwingungen der Anwesenden festhalten (natürlich nur bis zu einem gewissen Grad, würde eine rundum Betreuung ohne Pause statt finden, würde der Mensch auch sterben, wenn jemand anwesend ist. Aber das Sterben könnte sich unter Umständen länger hinausziehen.) Oft passiert es auch dann, wenn ein wichtger Mensch, auf den der Sterbende gewartet hat, noch da war und von diesem der Abschied genommen wurde. Ich persönlich habe erfahren, das Sterbende eben genau diese unbetreuten Momente für ihr Sterben auswählen, warum auch immer bleib für uns letztendlich ein Rätsel, wir können ansich nur mutmaßen, warum es gerade dann passiert. Aber es genau wissen tun wir es nicht.
LG Filix

Weil manche alleine sterben wollen..
Marieke2712 am 2. Juli 2009 20:00 genau, weil sie dann erst loslassen können.
Zum einen habe ich von so einer statistischen "Erscheinung" noch nie gehört ... und könnte mir auch vorstellen, dass es gar nicht so oft vorkommt - dann aber einfach viel länger erinnert wird. Weil es halt außergewöhnlich ist.
Aber es mag auch daran liegen, dass "sterben" etwas sehr sehr privates ist; was man unbewußt lieber alleine hinter sich bringt ... oder um die Angehörigen zu schonen.
Oft sterben die Menschen, wenn die Nacht gerade zum Tag wird, so in der Grauzone.
Wie du es darstellst, ist es zufällig, dass der Mensch gerade dann stirbt, wenn der Besucher schnell aufs Klo ist. Das kommt vor.

Keiner weiß 100%tig,wann der letzte Atemzug kommt,Schicksal.

Die Gesellschaft verfremdet durch zunehmendes Medienwirken. Das fördert somit das Immunwerden gegen das , was von außen kommt. Dazu gehören Nachbarn, Freunde und Familien. Schon im Beruf gibt es viele Barrieren zu meistern. Früher waren es ein, zwei Kollegen. Heute sind es Mobbingstämme; kollektiv gerottet. Der Trend ist zunehmend. Auch werden alte menschen heute gerne abgeschoben. Altenheime; wie leicht wird es einem aber auch gemacht.
DH

Sterben so viele Menschen alleine? Der Tod ist nun mal zufällig und oft verpasst man eben einfach den Moment des Sterbens - aber ich denke auch, dass sehr oft die Angehörigen im Moment des Todes auch direkt beim Sterbenden verweilen können und ihn hinüberbegleiten.