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Alkoholsucht Vater - Reden? Und was? =/

Frage von Chucks16 Chucks16

Hallo..

Tut mir leid, wenn es ein wenig länger wird. Mein Vater ist schon lange abhängig, trinkt Schnaps in ziemlich großen Mengen aber wir haben eigentlich trotzdem ein gutes Verhältnis.. (er ist 50, ich 16).. nur gestern (wir haben zwei Wohnungen übereinander), da hat er mir aus meiner Sammlung Alkohol geklaut. Und mich angelogen, aber mal von Anfang an:

Ich war unten, und habe immernoch panische Angst vor meinem Zimmer (das weiß auch jeder, ich denke immer da sind einbrecher, etc. Dumm, aber ich kann es eben nicht ändern) aufjedenfall habe ich Schritte gehört, Licht gesehen als ich rausgeguckt habe, obwohl da keiner war. Später ist mein Vater gekommen, und als ich ihn gefragt habe, wo er war, hat er gesagt, er wäre unten am Auto gewesen. Klar, in Unterhosen, ohne Schuhe und Schlüssel.. dann hab ich ihm alles erzählt, und er ist "todesmutig" hoch gegangen, und hat mir versichert da wäre niemand.

Dann habe ich meine Mutter geweckt, weil ich ihm nicht geglaubt habe. Und die hat sofort gewusst was los war, dass mein Dad mich angelogen hat, mir ohne schlechtes Gewissen wahnsinnig Angst eingejagt hat. Wir sind dann zusammen hoch gegangen, und tadaa, die Flasche Wodka war leer. Meine Mutter war total geschockt, mir ging's genauso.

Er kommt jetzt dann von der Arbeit nach Hause, und ich sitze da und weiß nicht, ob ich ihn darauf ansprechen soll. Ich weiß nicht, was ich ihm überhaupt erzählen könnte.. habe Angst, dass er mich dann wirklich nicht mehr leiden kann..

Deswegen frage ich euch, würdet ihr ihn darauf ansprechen?

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Antworten (9)

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    Antwort von Rollostoimetz Rollostoimetz

    Dein Vater ist Alkoholkrank.

    Wenn Dein Vater wie Gestern auf Entzug ist, dann dürfte Er nicht einmal mehr fähig sein überhaupt freien Willens zwischen Recht und Unrecht abzuwägen.

    Nass und mit Suchtdruck interessiert Ihn vermutlich ausschließlich wie Er schnellstmöglich an Stoff kommt. Da kennt Er dann auch keine Familienbande, und natürlich schon gar keine Grenzen mehr. Und wenn Er von der Arbeit nach Hause kommt, dann ist Er vermutlich schon wieder auf Entzug.

    Er kann Dich ohne Frage immer noch leiden.

    Aber Er ist Suchtkrank. Und mit Suchtdruck steht für Ihn die Droge an erster Stelle.

    Du alleine wirst Ihm da allerdings nicht helfen können. Denn zum Einen muß Er selbst die Abstinenz wollen und zum Anderen bereit sein einen Entzug und eine Alkoholentwöhnungstherapie zu machen. Und das wird Er erst dann wollen, wenn Er feststellen muß daß Er - ganz alleine für sich selbst verantwortlich und ohne ein Umfeld das Ihm Verantwortung abnimmt - nicht mehr mit dem Leben klar kommt.

    Google mal Co-abhängigkeit.

    Damit bliebe für Dich und für Deine Mutter die Aufgabe, Euch Selbst Hilfe zu suchen. Ich empfehle zu diesem Zweck die Beratungsstellen der Caritas

    http://www.beratung-caritas.de/index.php?id=6

    denn Einstmals war auch ich als Alkoholkranker auf Hilfe angewiesen. Und ohne diese Hilfe wäre ich heute tot.

    Kommentar von walle48 walle48walle48

    einfach toll und gut deine antwort !!!.... kenn ich auch nicht anders von dir... wie du richtig schreibst.... im saufdruck kennt der/die alkoholkranken keine krenzen und auch kein schuldgefühl danke gruß walle48

    Kommentar von Chucks16 Chucks16

    Danke dir für die tolle Antwort, es ist wirklich gut, das mal aus der Sicht eines ehemals betroffenen zu sehen!

    Kommentar von Rollostoimetz RollostoimetzRollostoimetz

    Nicht Ehemals.

    Ich bin zwar trocken und lebe zufrieden totalabstinent, aber suchtkrank werde ich bleiben bis an mein seeliges Ende ;-)

    Wie sagte schon Moody Madeye: "Immer wachsam!!!"

    Kommentar von Seeteufel SeeteufelSeeteufel

    So sollten alle Antworten aussehen. DH

  • 3
    Antwort von charmingwolf charmingwolf

    Frage ihn Warum die Lüge und den Klau, er wird es immer wieder machen, wenn du nichts sagst .

    Kommentar von Chucks16 Chucks16

    Danke, du hast recht..

    Kommentar von Rollostoimetz RollostoimetzRollostoimetz

    Er wird es aber auch dann wieder machen WENN Du was sagst. Er ist krank.

  • 2
    Antwort von babyos babyos

    was regst du dich über deinen vater auf, du hast mit 16 wodka?

    Kommentar von Chucks16 Chucks16

    Ja, weil ich das Zeug mit meiner Mutter sammle, davon trinkt aber niemand etwas. Du kennst doch diese kleinen Flaschen? Die meine ich. Und ich habe 3 große, ausländische. Und darum geht's auch garnicht..

  • 1
    Antwort von MsDoolittle MsDoolittle

    Dein Instinkt rät Dir vermutlich das Richtige. Als 16-jährige Tochter bist Du eher nicht in einer Position, in der Du bei Deinem Vater einen Sinneswandel erzeugen kannst. Sehr wahrscheinlich würde eure Beziehung darunter leiden.

    Du kannst lediglich in sehr abgeschwächter Form, einsilbig und liebevoll (!) von Dir geben, dass Du Dir Sorgen wegen seines Alkoholkonsums machst. Fängt er dann an, dass abzustreiten, Dir selbst Vorwürfe zu machen oder einen Streit vom Zaun zu brechen, müsstest Du ihm allerdings entgegenkommen und ihn auffangen. Eine sehr anstrengende Nummer.

    Du könntest vorsichtig Deiner Mutter zuhören und erfahren, wie sie mit der Situation umgeht. Vielleicht fragst Du sie, was ihr als Familie tun könnt, um eurem Vater zu helfen?

    Kommentar von Chucks16 Chucks16

    Hat geholfen, vielen Dank! Ich habe ihn einfach mal ganz einfühlsam darauf angesprochen, und er hat es dann auch zugegeben. Hat sich nur ziemlich geschämt, was einem weiterführenden Gespräch dann im Weg stand..

    Kommentar von MsDoolittle MsDoolittleMsDoolittle

    Wow. Bin beeindruckt!

  • 1
    Antwort von Mariechen222 Mariechen222

    Jetzt mal rein theoretisch: würdest du ihn nicht darauf ansprechen kann das dazu führen, dass ihr das Problem irgendwann komplett totschweigt, es einfach nicht mehr sehen wollt - und dann habt ihr verloren. Dein Vater wird dann vollkommen in den Teufelskreis der Sucht hineingezogen. Der einzige Ausweg ist ein Entzug mit professioneller Hilfe, leider kann sich ein Süchtiger ab einem gewissen Moment nicht mehr selbst dazu durchringen. Umso wichtiger ist die Rückmeldung, die Unterstützung der Familie und die gleichzeitige Forderung nach einem Entzug. Dein gutes Verhältnis zu deinem Vater ist da sicher hilfreich, du kannst ihm ruhig mitteilen (du sollst!) wie belastend die Situation für dich und deine Mutter ist und dass es so nicht mehr weiter gehen kann!

  • 1
    Antwort von lucky1988 lucky1988

    Sprich ihn nur darauf an, wenn er nüchtern ist, sonst kannst du auch mit ner Wand sprechen! Meine Mutter ist auch Alkoholikerin und ich habe schon 3 Jahre keinen Kontakt mehr (hab's also nicht geschafft) aber voll merken sie es nicht und können sehr agressiv werden...

    Im Endeffekt müssen sie es aber selbst begreifen!

    Kommentar von Chucks16 Chucks16

    Danke dir!

    Ja, davor habe ich irgendwie auch Angst.. aber ich hoffe einfach mal, dass er auf der Arbeit nichts trinkt.. das wäre echt grausam.

    Da hast du wohl auch recht.. ich werde einfach mal fragen, ob ich kurz mit ihm reden kann. Mal sehen, was er sagt..

    Kommentar von lucky1988 lucky1988lucky1988

    Viel Erfolg und alles gute! Hab auch viel mitgemacht, also wenn du mal reden willst, darfst du mich gerne anschreiben. Ich kann vielleicht nicht helfen, weiß aber wovon du sprichst...

    Jetzt muss ich aber leider erstmal los!

  • 1
    Antwort von keksi334 keksi334

    Probieren würde ich es schon, aber ob er Einsicht zeigt, ist eine andere Sache. Letzen Endes solltes er auf sich sauer sein und ein schlechtes Gesissen gegenüber dir und deiner Mutter haben! Sprich ihn darauf an und glaub mir, er wird dich auch nach dem Gespräch noch leiden können :-)

    Liebe Grüße

    Kommentar von Chucks16 Chucks16

    Danke dir, das macht mir Mut =)

    Vielleicht hast du Recht..

    Kommentar von keksi334 keksi334keksi334

    Nichts zu danken :-)

  • 1
    Antwort von MottiKarotti37 MottiKarotti37

    Eigentlich schon.

    Aber was hat eine Flasche Wodka bei Dir zu suchen?

  • 0
    Antwort von keksi334 keksi334

    Du solltest ihm raten, in eine Entzugsklinik zu gehen. Alleine wird er es wahrscheinlich nicht schaffen, oder ? Sprich ihn mal gemeinsam mit deiner Mutter darauf an. Vielleicht zeigt er ja Einsicht :-)

    Liebe Grüße

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