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Alkoholsucht oder einfach nur selbstgemachte Panik?

Frage von Thangart Thangart

Nabend, seit ein paar Tagen bescheicht mich die bange Frage: Braucht mein Körper Alkohol, oder mach ich mich einfach nur durch meine eigene Angst verrückt?

Ich habe das letzte mal am Freitag abend Alkohol getrunken: Erst auf der Weihnachtsfeier meiner Arbeit und anschließend auf nem Geburtstag eines Freundes - auch nicht zu knapp, aber auch nicht bis zu Delirium. Nächsten morgen "normales" Katergefühl wie sonst auch, wenn ich auf ner Party gut gefeiert hab.

Mir gings dann im Verlauf des Tages wieder besser, bis der Abend anbrach und ich den Jap nach einem Bierchen verspürte... ab da ging das Elend dann eigentlich los: Ich bekam Panik, dass ich irgendwie die Lust auf ein Bier verspürte, aber eigentlich auch keines trinken wollte.. sofort kreiste es in meinen Gedanken:** "Oh Je, bin ich jetzt Alkoholiker"? "Nie wieder was trinken?"** was dann zwischendurch so stark wurde, dass ich Schweißausbrüche bekam und begann zu zittern (also ja eigentlich Entzugserscheinungen). Das Ganze ziehte sich fast den ganzen Samstag abend hin auch noch weite Teile des Sonntags (meine Gedanken kreisten fast nur noch daraum.. aber eigentlich eher nicht so, wann ich das nächste Bier oder sonst was trinken könne, sondern aufgrund der puren Angst vorm Alkoholismus)

Heute auf der Arbeit war z.B. alles super, bis ich dann heute späten nachmittag wieder nach Hause kam und mir schon wieder viel zu viele Gedanken mache.

Fakt ist: Ich trinke gerne mal ein Bierchen oder nen guten Whisky/Rum-Cola, aber größtenteils nur an Wochenenden auf Partys oder dergleichen. Hin und wieder, wenn Champions League oder Europa League im TV kommt, auch mal 1-2 Bier, oder wenn ich mal unter der Woche mit meiner Freundin ins Restaurant gehe.. aber das ist glaube ich "normal" oder? Gut, ich hatte mir jetzt für den Dezember einen Bier-Adventskalender zugelegt und die Tagesflasche dann am entsprechenden Tag getrunken, aber auch nicht jeden Tag. Im Sommer fahr ich oft auch für 3-4 Tage auf diverse Festivals und bin dann quasi "Dauerbetrunken", hatte danach aber nie Probleme, die darauffolgende Zeit erst mal nichts oder nur sehr wenig zu trinken..

Zudem war ich vor 3 Wochen erst für 8 Tage wegen einer OP stationär im KKH und habe dort während der ganzen Zeit überhaupt keinen Drang verspürt, irgendwas alkoholisches zu trinken..

Nun meine Frage: Ist meine Angst subjektiv betrachtet wohl stark berechtigt oder ist es wahrscheinlicher, dass meine eigene Panikmache mir die beschriebenen Symptome beschert?

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Antworten (6)

  • 18
    Antwort von baxxi baxxi

    Hallo Thangart,

    es ist sehr gut und vernünftig, dass Du Dir über Dein Verhalten bzgl. Deinem Alkoholkonsum ernsthaft Gedanken machst.

    Du schreibst:

    „Freitag Alkohol getrunken -- auch nicht zu knapp“…--- „und ich den Jap nach einem Bierchen verspürte...“--- "Nie wieder was trinken?"** was dann „….--- „bin dann quasi "Dauerbetrunken",--- „dass ich Schweißausbrüche bekam und begann zu zittern“

    Diese Aussagen verursachen bei mir kein gutes Gefühl, ganz im Gegenteil. Dein Trinkverhalten ist m.E. zumindest grenzwertig in Richtung Sucht und Deine Angst könnte berechtigt sein.

    Inwieweit und ob Du aber wirklich schon in der "Alkohol-Abhängigkeits-Misere" drin steckst oder nicht, das kannst Du „selbst“ herausfinden. Dafür habe ich Dir unten einen Link eingefügt. Da kannst Du einen kostenlosen Test durchführen, und alle dort gestellten Fragen "ganz ehrlich"beantworten.

    Ergibt die Auswertung nach dem Test ein JA, solltest Du Dir umgehend beratende Hilfe von Fachleuten holen.

    Sucht ist stets Krankheit, die vorliegt bei Unfähigkeit zur Abstinenz oder Verlust der Selbstkontrolle oder periodischem Auftreten eines dieser beiden Symptome.

    Lieben Gruß

    ich wünsche Dir „alles Gute und pass gut auf Dich auf“

    http://www.palverlag.de/alkohol-test.php

  • 3
    Antwort von walle48 walle48

    vorsicht ist besser als nachsicht ...ok deine angst (panik) ist unbegründet...ich vermute du hast in deinem umfeld (freunde,bekannte,familie)alkoholkranke ....(ich bin selber trockener alkohol-krancker) daher deine panische angst selber in die sucht zu fallen ....du hast noch keinen kontrollverlust da du noch selber entscheidest wann und wieviel du trinkst...nur meinen rat leg öffter eine alhohol-pause ein (tage-monat) wenn du dann keine entzugserscheinigunen hast (zittern,schweißausbrüche starkes verlangen ) dann ist alles ok und du kannt dein bierchen u.s.w. geniesen gruß walle48

  • 2
    Antwort von Rosengarten Rosengarten

    Es ist nicht gerade wenig, was du da trinkst. Aber ich glaube nicht, daß es zum Alkoholiker reicht !! Die Menge an sich könnte vielleicht reichen, allerdings würdest du da ganz anders drüber reden. Die Art, WIE du drüber redest, sagt mir, daß du ein ganz normaler junger Mensch bist, der grad mal eine Zeit hat, in der er vermehrt trinkt.

    Hatte ich auch mal. War auch viel auf Festivals, Partys, Schützenfeste, Karneval, Weihnachtsfeiern usw. usw. Bin immer ordentlich dabei gewesen. Aber deswegen war ich trotzdem kein Alkoholiker!! Außerdem scheinst du da einen inneren Aufpasser zu haben, der dich warnt, wann es vielleicht doch ein bißchen viel ist !! So einen würde ich mir für manch einen wünschen! Ich habe zwei Verwandte, die Alkoholiker sind, einer davon ist mittlerweile sehr aktiv im Kreuzbund!! Aber bei dir würde ich sagen: Nein, zur Zeit keine Gefahr!

  • 1
    Antwort von Jolanto Jolanto

    Hallo Thangart! Erst einmal warum ich dir geantwortet habe: Ich habe ganz einfach Parallelen zu mir gesehen. Besagt bei mir hat es auch einmal so angefangen. Nur ich habe mir damals nicht so viel Gedanken darüber gemacht. Und irgendwann war es zu spät und ich gefangen. Habe mich aber wieder befreit. Aber jetzt zu deiner Frage warum gerade jetzt? Weil dein Körper irgendwann so reagiert. Mal ganz ehrlich- 1-3 Gläschen sind doch bestimmt eine Untertreibung oder einfach nur eine Aussage für das eigene gute Gewissen. Kenn ich, genauso machte ich das um das eigene Gewissen zu beruhigen. Mal ganz ehrlich du verträgst doch bestimmt schon einen ganzen Stiefel, ohne das du gleich eine Wirkung verspürst oder? Jedenfalls verträgst du ständig mehr, wesentlich mehr als früher. Sicher ist das du sicherlich unbewußt gelernt hast, wenn ich jetzt was trinke, dann geht es mir besser. Also kommt der appetit, ist einfach so. Wie wird man abhängig. Fakt ist, es gibt keine Faustregel. Zuerst erfolgt eine psychische Abhängigkeit. Man trinkt bei jeder Gelegenheit, Alkohol gehört einfach dazu. Irgendwann ist eine Gewöhnung an den Alk da. Eine Alkoholgewöhnung besteht wenn die Mengen Alk, die man trinkt immer größer werden, um den gleichen Effekt zu erzielen. Da können dann schon mal die Symptome wie zittern und Schweißausbrüche auftreten. Danach erfolgt die körperliche Abhängikeit. Der Übergang ist schleichend und unbemerkt von einem selbst. Dann braucht man das Zeug einfach, damit es einem wieder besser geht. Ansonsten kommen unweigerlich die Entzugserscheinungen wie starkes Zittern und Schweißausbrüchen. Schon die kleinste körperliche Anstrengung oder Aufrgung genügt um dies auszulösen. Bei dem einen geht das schneller mit weniger Alk, bei dem anderen dauert das länger und dem Genuss von wesentlich mehr Alk. Zittern und Schweißausbrüche sind schon ernst zu nehmende Anzeichen in punkto Alkohol kürzer zu treten oder sich Hilfe zu holen. Vor allem nicht sich selbst was vormachen bzw. sich ein gutes Gewissen einzureden.

  • 1
    Antwort von Jolanto Jolanto

    Die Symptome die du schilderst kommen nicht von deiner Angst her. Außer vielleicht du hast Todesangst und zudem was mit dem Kreislauf. Schwitzen und Händezittern sind nun einmal das Resultat wenn man längere Zeit größere Mengen Alkohol trinkt, der Alkohol vom Körper abgebaut wird und dem Körper etwas fehlt. Wenn dann deine Gedanken auch später noch ständig um das Thema kreisen, jetzt könnte ich ein Bier vertragen, sind das schon ernsthafte Anzeichen und es ist Vorsicht geboten. Oder dir nach einer durchzechten Nacht sagst, ach ich trinke erst mal einen, dann geht es mir besser und wenn du dann noch deinem eigenen Schweinehund nachgibst, dann kann es ganz schnell heftig werden. Wenn das auch hart klingt, aber ich weis das es so ist. Ärzte und Therapeuten sagen, wenn du nach einer Zechtur einfach sagen kannst kein Alkohol mehr und 14 Tage aushältst ohne das deine Gedanken um das Thema Biertrinken kreisen, sprich wenn das ohne Zwang deinerseits geht, dann brauchst du dir keine Gedanken machen.

    Kommentar von Thangart Thangart

    Nabend Jolanto. Das Ding ist aber, dass ich eben nicht über längeren Zeitraum größtere Mengen getrunken habe, sondern nur hin und wieder auf Partys oder Discotouren. Und halt der gelegentliche Konsum unter der Woche: Beim Fussball gucken, Restaurantbesuch oder wenn man mit Freunden/Bekannten auf Geburtstage anstößt -> meiner Meinung nach normale bzw. übliche Anlässe, 1-3 Gläschen zu trinken. Ist trinke ja beweiten nicht jeden Tag (und habs auch in der Vergangenheit nicht) und ich hatte die letzten Wochen an Alkoholfreien Tagen (die auch schon mal 3-4 Tage am Stück waren) nie das Bedürfnis nach Alk - warum dann jetzt plötzlich nach einer durchzechten Nacht...?

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    Antwort von Dummie42 Dummie42

    Wow, das ist ja echt ne Menge Schluck. Wie schafft man es denn 3-4 Tage am Stück zu trinken? Du solltest echt langsam kürzer treten und zwar solange du das noch alleine kannst. Das heißt nicht, dass du nie wieder was trinken darfst, aber was du da schilderst, ist schon heftig.

    Kommentar von Thangart Thangart

    Ja, das denke ich auch - ich habe mir selbst vorgenommen, erst an Sylvester wieder was zu trinken und danach auch erstmal die nächsten Wochen nicht.

    zu den 3-4 Tagen: ein paar wenige Male im Jahr ging das immer ziemlich gut - es wurde viel gegrillt nebenbei, vor der Bühne zu Bands abgegangen und zwischendurch halt die meiste Zeit getrunken - aber danach war auch immer wieder erstmal gut. Zudem habe ich bei solchen Veranstaltungen den letzten Tag meist eh nichts mehr getrunken, da ich den nächsten Morgen fahren musste und hatte damit eigentlich auch nie Probleme..

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