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Alkoholrückfall !!! Was tun?

Frage von Aladin84DU Aladin84DU

Hallo Ihr Lieben ! Mir(28Jahre) geht es gerade richtig mies. Ich hole mal etwas weiter aus. Also ich hatte im September 2011 einen 14-tägigen Krankenhausaufenthalt zur Bekämpfung meiner Alkoholsucht. Hatte leider keine Anschlusslangzeittherapie nur den Krankenhausaufenthalt. Die Quittung habe ich jetzt. Ich habe mir heute drei Flaschen Bier bei einem Bekannten getrunken....ich habe gekämpft...Selbsthilfegruppen besucht,viel Sport getrieben,viel geredet,gemacht trotzdem bin ich heute rückfäälig geworden.

Ich sitze alleine zu Hause und weine mir die Augen aus,habe solche Gewissenbisse. Alles umsonst ?!!!???!! Es tut mir jetzt schon wahnsinnig leid,möchte morgen wieder aufhören,habe aber Angst in alte Muster zu fallen bzw. schon zu sein :(

Was kann ich tun? Mein Vater trinkt,beide Opas waren Alkoholiker,ein Onkel von mir,ich glaube immer das ich der "Nachfolger" aller bin. Habe eine große Familie. Mütterlicher-sowie väterlicher Seite,nur ich habe damit zu kämpfen. Also ich habe vor dem Entzug....5 bis 7 Bier am Tag getrunken.....habe Angst dort wieder anzufangen.

Ich werde jeden Tag damit konfrontiert. Ich arbeite im Einzelhandel,direkt gegenüber ist eine Kneipe,mein Vater trinkt,ich spiele aktiv im Amateurbereich Fussball(nach jedem Training eine Kiste Bier für die Truppe),gehe gerne ins Stadion,wo viele Fans trinken...ich sehe überall Bier und es ist 24 Stunden am Tag zu kaufen :( eine legale Droge mit der ich zu kämpfen habe?

Soll ich morgen zum Arzt? Oder es einfach als Ausrutscher sehen und morgen wieder mit der Abstinenz beginnen? Habe nach den drei Bieren jetzt schon die Faxen dicke...will es eigentlich gar nicht.

Ich rauche nicht,habe nie Schnaps getrunken(mag es nicht),lebe eigentlich gesund,nehme keine Drogen,habe nur mit den Bier zu kämpfen :(

Lg

Tobias

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Antworten (14)

  • 21
    Antwort von Beutelkind Beutelkind

    Hallo Aladin84DU! Vierzehn Tage Entgiftung sind ein Tropfen auf einem heißen Stein... Geh' morgen zu Deinem Hausarzt und checke möglichst noch am gleichen Tag zu einer neuen Entgiftung ein. Dränge dort auf eine Langzeittherapie!!! Alkoholismus ist eine Krankheit und Rückfälle gehören zum Krankheitsbild! Vier Monate trocken ist doch schon super! Sieh jetzt nur zu, nicht in altes Fahrwasser zu geraten! Eine normale Entgiftung dauert regulär drei Wochen - und dann geht der "Spaß" eigentlich erst richtig los... Also sieh zu, einen längeren Aufenthalt genehmigt zu bekommen. Und selbst wenn das nicht so schnell klappt: Du kannst auch in der Überbrückungszeit "einfach" nix saufen und dann trotzdem eine Therapie/Entgiftung machen!!! Nehme das jetzt nur nicht als Anlass, dort weiter zu machen, wo Du letzten Herbst aufgehört hast! :) Good luck! Und liebe Grüße vom Beutelkind!

    Kommentar von SusanneTAlkeV SusanneTAlkeV

    Hallo Aladin,

    ich stimme der Antwort von Beutelkind zu. Hör sofort auf. Kipp alles aus. Und geh zum Hausarzt.

    NUR Entgiftung ist viel zu wenig, Aladin. Da du weißt, dass du Alkoholiker bist, kann dir auch die Antwort von Schulle2 nicht weiter helfen, denn der ist vielleicht gar keiner, oder weiß es von sich nicht. Alkoholiker zu sein bedeutet, eben NICHT mehr aufhören zu können. (Sogenannte Trinksysteme, wie zweimal im Jahr eine Pause von 4-5 Wochen halte ich für sehr bedenklich. Das macht doch niemand, der nicht da ein Problem hat.) Sollte 1984 dein Geburtsjahr sein, dann bist du noch sehr jung. Viele von uns trockenen Alkoholiker/innen haben noch mindestens 20 Jahre länger gekämpft und sich quälen müssen, ehe sie aufhören konnten. Nimm das als abschreckendes Beispiel. Das muss dir nicht so gehen, aber es kann auch sein, dass du diesen Kampf noch ewig weiter führen musst, wenn du die Kurve nicht kriegst.

    Es ist nicht so, dass du bei Null wieder anfängst. Viele Dinge, die man beim ersten Mal Hören nicht verstanden hat, versteht man nach einem Rückfall.

    Komm in den Chat und lass uns reden. http://t-alk.mainchat.de/

    Alles Gute

    Susanne von T-Alk e.V.

  • 12
    Antwort von schulle2 schulle2

    Hab die anderen Antworten nicht gelesen, ganz bewußt. Also ich trinke auch gern Bier, und auch reichlich. Deshalb lege ich jedes Jahr mindestens zwei Alkoholpausen ein von mindestens vier bis fünf Wochen. Da stört es mich auch nicht, daß im Keller zwei Kisten Bier stehen und ich nur Wasser oder Tonic trinke. Probiere es aus. Es geht auch ohne Alkohol.

  • 7
    Antwort von GenLeutnant GenLeutnant

    Um nicht in das alte Fahrwasser zu geraten,kannst Du nur medizinische Hilfe in Anspruch nehmen.Helfen könnte Dir Dein Hausarzt.Wenn Du die Absicht und den Willen hast trocken zu werden,wird Dir Dein Arzt Distraneurin verschreiben und Du wirst in den nächsten Tagen dort Stammgast sein.Nur eines geht dann garnicht: Distraneurin und Alkohol.Über den Rückfall würde ich mir keine allzu großen Sorgen machen,selbst jahrelang trockene Alkoholiker werden rückfällig.Und eines kann man mit Sicherheit auch dann nicht sagen: Ich trinke nie wieder.Einzig und allein ist es Dein Wille aufzuhören und das schwerwiegendste...... der psychische Entzug.

  • 5
    Antwort von Mucker Mucker

    " Ich werde jeden Tag damit konfrontiert. Ich arbeite im Einzelhandel,direkt gegenüber ist eine Kneipe,mein Vater trinkt,ich spiele aktiv im Amateurbereich Fussball(nach jedem Training eine Kiste Bier für die Truppe),gehe gerne ins Stadion,wo viele Fans trinken...ich sehe überall Bier und es ist 24 Stunden am Tag zu kaufen :( eine legale Droge mit der ich zu kämpfen habe? "

    Und wenn du jeden Tag damit konfrontiert wirst - und deine Kumpel Bier trinken - ist das überhaupt kein Grund - das auch zu tun !

    Du weisst - dass du damit Probleme hast - und solltest deshalb EINFACH etwas anderes trinken !

    Sieh das als Ausrutscher - und heul nicht rum wie ein Kleinkind oder ne MEMME - das bringt keinem was !

    Hör einfach auf mit dem Gejammer und mit dem Bier-Konsum ! Dann ist wieder gut !

  • 4
    Antwort von hoermirzu hoermirzu

    Abhaken, nicht erst morgen, sofort wieder aufhören, Mach Dir eine Kanne Salbei/Brennesseltee, geh früh ins Bett, dann bist Du morgen im Job wieder fit. Sag Deinen Freunden einfach, dass Du keinen Alkohol trinkst und vergiss alle, die damit nicht klar kommen oder Dich hänseln! Die Erkenntnis ist immer der erste und wichtigste Schritt zur Besserung.

  • 3
    Antwort von glasstoepsel glasstoepsel

    bist du in einer begleitenden therapie? wenn nicht, suche dir einen therapeuten mit dem du gut kannst. auch wenn du bald in eine klink gehen wirst, danach ist es auf jeden fall gut, unterstützung zu haben. ausserdem sind die wartelisten u.u. ziemlich lange. eine systemische therapie könnte auch etwas licht in deine familienstory bringen. eine aufstellung nach hellinger z.b. das bieten mittlerweile viele therapeuten an. versuche alles, um den teufelskreis zu durchbrechen. alles gute!

  • 3
    Antwort von Bluffer79 Bluffer79

    Vielleicht würde es dir helfen in eine Selbsthilfegruppe zu gehen wo du bei deinem Entzug unterstützt wirst. Bleib auf jedenfall standhaft. Lass dich nicht mehr vom Alkohol verführen. Bevor ich meinen Mann kennengelernt habe war er auch alkoholabhänig. Er hatte auch für den Entzug einen stationären Aufenthalt in einer Entzugsklinik und heute kann er sogar hin und wieder eine Flasche Bier trinken ohne abhänig zu werden. Da bin ich sehr stolz drauf. Er trinkt im ganzen Jahr höchstens zwei bis drei Flaschen Bier. Und du schaffst das auch.

  • 2
    Antwort von igelchen1 igelchen1

    Fang einfach sofort wieder mit der Abstinenz an. Rückfälle können passieren, nur aufstehen musst du wieder. Sie sollen aber nicht zum "Alltag" gehören. Die Gründe liegen aber viel tiefer und die müssen gefunden werden. Die Suche kann dann auch manchmal ganz schön weh tun, weil dann Sachen an die Oberfläche kommen die du immer vergraben oder verleugnet hast. Müssen aber irgendwann raus. Auf deine Verwandschaft und deren Alkoholproblem brauchst du überhaupt nicht zu achten, es geht nicht um die anderen ----- es geht um dich!!!!!! Dein Vater ist keine Entschuldigung und das weißt du ganz tief in dir auch. Mir hat geholfen zu sagen ich brauch das nicht mehr. Nicht immer die Verbote - du darfst nicht. Alles verbotene reizt doch..... Es gibt auch ambulante Therapien, wo du in deinem Alltag bleibst und nicht wie bei einer Langzeitteraphie unter eine Käseglocke kommst und vom normalen Leben abgeschottet bleibst. Aber irgendwann musst du doch wieder raus.... Steh auf und freue dich auf den nächsten Tag, den einen überstehst du ohne Alk, das kannst du schaffen und am nächsten sagst du es dir wieder... usw. usw. Mache kleine Schritte, damit kommst du auch an das Ziel. Ich wünsche dir viel Glück LG Igelchen

    Kommentar von walle48 walle48walle48

    danke !!!! sehr gute hilfreiche und zutreffende antwort .... du bekommst 3 *** sterne von mir gruß walle48

  • 2
    Antwort von Silbertuerkis Silbertuerkis

    Siehe es als Ausrutscher. Setze dich nicht unnötig unter Druck mit Schuldgefühlen. Es ist nun einmal passiert. Gehe in die Selbsthilfegruppe( weiterhin ) und wenn es jemanden in der Gruppe gibt, mit dem gut klar kommst, sprich mit dieser Person oder treffe dich mit dieser Person. Es gibt seit längerer Zeit eine Selbsthilfegruppe, welche nur im Internet zu finden ist. al-anon.meeting/ meetings.de Selbsthilfegruppen habe nur zu bestimmten Uhrzeiten geöffnet.

  • 1
    Antwort von Abaton111 Abaton111

    Tja, ich kenne das Gefühl nur zu gut und ein weit über die 70% der Abhängigen ebenso. Das gehört eigentlich dazu kann man sagen. Denn erst durch den Rückfall, geht dieser Druck und die Angst davor zurück. Denn vorher ist fast jeder so sehr damit beschäftigt, ja nicht mehr da hinein zu geraten, dass es nicht aus dem aktuellen denken verschwinden kann. Sehe das nicht als Versagen an, sondern als ein weiterer Prozess auf dem Weg zur endgültigen Abstinenz. Ich kann Dir versichern, auch wenn Du es Dir jetzt kaum vorstellen kannst, dass einmal die Zeit kommt, da interessiert es Dich gar nicht, dass gegenüber eine Kneipe ist, oder wenn Du in Geschäften, an diesen Regalen vorbei läufst. Meine Freundin wollte mir das erst auch nicht glauben und später sagte sie, dass ich damals Recht gehabt hätte. Sicherlich kommen auch immer wieder mal Zeiten, wo man auf sich achten muss, entweder weil man total unten ist, oder weil es einem zu gut geht. Dann tauchen schon mal gerne die Teufelchen auf. Mit Erfahrung, kann man dem aber aus dem Weg gehen. Und sollte mal ein Rückfall geschehen, dann heißt das längst nicht, dass jetzt eh alles zu spät ist und dass man jetzt sowieso weiter Saufen kann. Nach ein paar Tagen, geht es Dir wieder besser und Du beginnst eben von vorne Zeit zu sammeln, die zwischen Rückfall und dem Jetzt liegt. Wenn ich richtig vermute, dann bist Du glaube ich solo? Wenn das so ist, dann gebe ich Dir den Rat, dass Du Dich auf die Suche nach einer Freundin machst. Denn es heißt, wenn einem Abhängigen sein Stoff genommen wird, entsteht ein großes Loch, was ihn quält und unruhig macht. Derjenige der es nun schafft, dieses Loch, mit etwas Anderem auszufüllen, was ihn ebenso begeistern, der hast Riesenchancen, die Abhängigkeit hinter sich zu lassen. Vielleicht annoncierst Du mal bei Dir am Ort, im Wochenblatt Deiner Stadt unter Bekanntschaften? Kostet so ca. 15,- Euro, wenn Du Dich kurz hältst. Es ist schon ab da spannend, wenn Du die ersten Zuschriften hast. Doch Du musst Geduld mitbringen, da natürlich nicht gleich zu Anfang, der Hauptgewinn dabei sein wird. Oder ich weiß nicht,ob Du es kennst, hier im Internet, da gibt es etwas günstiges, dass sich "La blue" nennt und die Kosten vertretbar sind. Sieh es Dir mal an. Es gibt wohl auch kostenlose, doch das kannst Du meiner Meinung nach vergessen, weil seit Jahrzehnten immer die gleichen da abhängen und was von einer großen Familie hat. Es muss schon etwas kosten, dadurch steigen auch die Ansprüche. Ja, dadurch hast Du dann zum Einen was zu tun und wenn es funkt, dann hast Du einmal den Antrieb den Du brauchst und jemanden der Dich etwas unterstützen kann. Darum gleich mit offen Karten spielen und passe auf, dass Du an niemanden gerätst, die auch ein Suchtproblem hat. Denn erfahrungsgemäß, zieht einer den Anderen runter, oder reißt ihn beim Absturz mit. Also, es ist nur alles auf Start gestellt und mehr nicht. Viel Glück...... LG.

  • 0
    Antwort von Queerschlaeger Queerschlaeger

    Ich würde das an Deiner Stelle nicht verdrängen, sondern schleunigst Kontakt mit der Suchtberatung/Suchthilfe aufnehmen. Caritas oder Diakonie kann ich Dir da sehr empfehlen. Auch die Selbsthilfegruppe solltest Du wieder regelmäßig besuchen. Und Dich natürlich endlich mal um eine Langzeittherapie bemühen - - - (die Meinige war vor 3 1/2 Jahren bei http://www.zieglersche.de/suchthilfe/portal.html , und ich bin immer noch trocken).

  • 0
    Antwort von BraunerBaer123 BraunerBaer123

    Du solltest mal mit Deinem Hausarzt sprechen. Hier bei GF bekommst Du Hinweise maximal eine hilfreiche Antwort, eine wirkliche Hilfe ist das nicht.

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    Antwort von Samylia Samylia

    hi Aladin

    es war sicher nicht alles umsonst. Du hast die Einsicht, dass du süchtig bist, du willst nicht mehr trinken, du arbeitest dran. Kaum einer hat es aufs erste Mal geschafft. Dein Rückfall bedeutet nur, dass du deine Strategie ändern musst

    14 Tage Krankenhausaufenthalt (zur Entgiftung nehme ich mal an) sind aber nicht mit einer Therapie zu vergleichen. Geh zum Hausarzt oder gleich zur Suchtberatung und lass dir helfen, eine Therapie zu beantragen. In deinem Fall (mit dem beschriebenen Umfeld) würde ich über ein LZT nachdenken, da kannst du einerseits in Ruhe die Gründe erforschen warum du trinkst (und wie du anders damit umgehen kannst) und andererseits wirst du nicht konfrontiert mit Alk bis du stabiler bist. Alles Gute

    Samylia

  • 0
    Antwort von gfheini gfheini

    dein wille ist massgeblich. wenn du also eher labil bist, solltest du dich ärztlicher hilfe unterziehen. für jemanden, der sich fest im griff hat, wäre es nur ein ausrutscher. problemlöser ist alkohol keineswegs. ;)

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