Frage von nicolelrn, 90

Alkoholkranke Mutter, Stress in der Schule, Selbstmordgefährdet?

Hallo erstmal. Ich weiß nicht wo ich anfangen soll.. Ich bin Weiblich und 15 Jahre alt. Meine Mutter hatte vor einer guten Woche einen Selbstmordversuch hinter sich und ist nun in Ansbach in der Bezirksklinik. Meine Mutter trinkt schon seit einigen Jahren täglich aber seit sich meine Eltern getrennt haben, wurde es unerträglich. Jeden Tag am Abend besaufte sie sich ständig, schlug mich und meine ältere Schwester. Ich habe aber auch noch 2 kleinere Geschwister denen sie nie etwas antun würde. Meine Mutter wird am 22.01 wieder entlassen. Da wir seit gut einem Jahr mit dem Jugendamt zusammen arbeiten, darf meine Mutter unser Haus erst wieder betreten, wenn sie eine 3 Monatige Therapie macht und danach muss sie beweisen, dass sie wieder in der Lage ist, uns zu erziehen. Ich will aufgrund dessen, das mich meine Mutter sehr oft Geschlagen hat, nicht mehr mit ihr zusammen leben. Das Jugendamt war am Freitag bei uns zu Hause und ich habe ihnen geschildert, dass ich es für besser halte wenn ich in einem Wohnheim oder bei meinen Großeltern leben würde. Meine Oma wär damit einverstanden, nur muss meine Mutter zustimmen da sie ja das Sorgerecht für mich hat, tut sie es nicht, wird ihr das Sorgerecht direkt entzogen und es wird dem Jugendamt ''gehören?'' In 1-2 Wochen darf ich wieder zurück in meine Heimatstadt (Wohnheim oder Großeltern). Das nächste Problem ist, dass ich für die Schule momentan nichts mehr mache. Ich habe meine kompletten Freunde verloren und zudem auch noch die freude am Leben. Meine ganzen Freunde haben sich von mir abgewendet und ich habe meine ehemalige Freundin wegen Körperverletzung angezeigt da sie mich geschlagen hat und ich daher eine Gehirnerschüttern erlitt (kann man das so sagen?). Ich habe niemanden mehr und keine kraft mehr für alles. Eben ergab sich der nächste Stress. Eine ehemalige sehr gute Freundin von mir setzt lügen in die Welt und mir glaubt natürlich niemand weil ich niemanden mehr habe. Ich will Morgen nicht in die Schule gehen, ich weiß mir nicht mehr zu helfen..ich war mir noch nie in meinem Leben so sicher, dass ich nicht mehr will. Ich bin verzweifelt. Ich habe auch eine Schulpsychologin der ich aber nicht mehr vertrauen kann. Ich habe ihr alles erzählt, von Anfang bis Ende. Nach einer Woche spricht mich meine Lehrerin darauf an, was ich der Schulpsychologin erzählte, obwohl sie Schweigepflicht hat. Wirklich, ich kann einfach nicht mehr, hat jemand von euch eventuell Tipps für mich? Danke im vorraus.

Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von Mondlachen, 49

Gehe zu deinem Hausarzt und bitte um eine Einweisung ins Krankenhaus wegen eines Nervenzusammenbruchs. Erzähle ihm das du keine Kraft und Mut mehr für dein Leben hast. Er kann dir bestimmt helfen.

Wenn alles so weit wieder im Lot ist, würde ich die Schulpsychologin bei der Polizei anzeigen wegen brechen der Schweigepflicht gegenüber dritten. Aber du musst erst einmal innerlich zur Ruhe kommen.

Kommentar von nicolelrn ,

Mein Vater wohnt in der Zeit bei uns, sollte ich ihm von meinem vorhaben erzählen? 

Kommentar von Mondlachen ,

Wenn du Vertrauen zu ihm hast, erzähle ihm ruhig, dass du auch dringend Hilfe benötigst. Sich Hilfe zu holen ist keine Schande. Vielleicht kann er dich mental etwas unterstützen.

Kommentar von nicolelrn ,

Wenn ich ihm jetzt nichts davon erzählen würde, Morgen in der Schule anrufe und mich ''krankschreibe'' wär das nicht etwas blöd? Ich würde es ja machen, hätte aber angst vor den konsequenzen..

Kommentar von Mondlachen ,

Lass deinen Vater morgen in der Schule anrufen, dass du zum Arzt gehst. Dann lass dich krank schreiben wegen psychischer Überlastung und lass dich auch gleich mal über Möglichkeiten Beraten.

Kommentar von nicolelrn ,

Stehe etwas auf dem Schlauch aber was soll ich ihm denn dann sagen wenn er fragt weshalb ich zum Arzt will? 

Kommentar von Mondlachen ,

Kreislaufbeschwerden (immer kurz vorm Abkippen)  und Bauchweh.

Wenn du ehrlich sein möchtest kannst du auch sagen, dass du kurz vor einem Nervenzusammenbruch stehst. Das in letzter Zeit alles viel zu viel für dich war und du jetzt ein schwarzes Loch vor dir siehst.

Kommentar von nicolelrn ,

Vielen lieben dank!

Kommentar von Mondlachen ,

Gerne, und dir alles Gute, du tapfere.

Antwort
von Grautvornix, 15

Was die Schulpsychologin gemacht hat, ist nicht richtig. Sag das dem Jugendamt.
Aber sonst kannst du dich damit jetzt nicht beschäftigen, du musst diese schwere Zeit jetzt irgendwie durchstehen. Aber jetzt an Selbstmord zu denken ist sicher keine Lösung. Nicht für dich, nicht für deine kleineren Geschwister, nicht für deine Oma und auch nicht für deine Mutter.
Wenn deine Mutter trinkt, und dich schlägt, dann nicht deswegen weil sie Spaß daran hat, sondern weil sie sich nicht anders zu helfen weiß, und weil der Alkohol sie verändert hat.
Kannst du dich noch an eine Zeit erinnern als deine Mutter noch nicht getrunken hat?
Bestimmt weiß deine Mutter was sie in der letzten zeit gemacht hat, und sie sah keinen anderen Weg mehr als sich das Leben zu nehmen, aber es gibt eine Weg.
Eine Therapie könnte dieser Weg sein, wieder Hoffnung auf eine bessere Zukunft finden, mit der Schuld zu leben, nochmal von vorne anzufangen, und auch wieder dein Vertrauen zu gewinnen.
Aber das ist ihr Weg, du kannst ihr dabei jetzt nicht helfen. Sie muss diesen Weg zuerst alleine gehen und vor allen Dingen muss sie es wollen.
Aber auch wenn du jetzt denkst es ist leichter für dich wenn du dich umbringst, bedenke dabei das du dir die Chance nimmst zu sehen wie alles besser wird, in drei Monaten, in einem Jahr, in zehn Jahren.
Gib deinem Leben noch eine Chance, du weißt nicht was noch kommt!
Das es in der Schule und mit deinen Freundinnen auch nicht gut läuft, ist kein Wunder, niemand kann von dir in dieser Situation ein normales Verhalten erwarten.
Wo bist du denn jetzt?
Wenn du nicht in die Schule gehen willst, dann lass dich von einem Arzt Krankschreiben, das wird kein Problem sein.
Lernen hat im Moment sowie keinen Sinn, du musst erst mal Überleben.
Für die Schule ist noch genug Zeit und wenn du ein wenig Abstand gewonnen hast, dann wird dir das lernen auch leichter fallen.
Wenn deine Mutter versucht hat sich das Leben zu nehmen, dann werte das als Hilferuf sie ist auch am Ende ihrer Kräfte.
Sie wird bestimmt einwilligen das du bei deiner Oma bleiben kannst.
Es wird ein langer, schwerer Weg werden den ihr alle vor euch habt, aber es könnte sich lohnen.
Stell dir vor das in zehn Jahren eine eigene Familie hast, und einen Beruf und was du dir sonst noch alles wünschst, verzichte nicht darauf auch wenn es zur Zeit unmöglich scheint das alles zu erreichen!!!!!!!!!!!!!!

Antwort
von Flupp66, 41

Hey,

Bei so einer Vorgeschichte, solltest du definitiv auch dringend eine Therapie machen. 

Du kannst wenn es dir so schlecht geht, auch erst mal ne Krankschreibung holen.

Schilder das mal deinem Hausarzt!

Antwort
von robi187, 32

dann suche dir wen dem du vertauen kannst z.b. ein jugendberauntstelle z.b.

https://www.nummergegenkummer.de/cms/website.php?id=/de/index/Elterntelefon.htm

aber deinen wunsch in eine heim oder zur oma finde ich gut. auch wenn deine mutter das sorgerecht nicht mehr hat. damit zu zur ruhe kommst und in der schule notfals wiederholen wieder lust zum lernen bekommst.

wohnt deine oma an einem anderen ort? ander schule? ein neubeginn mit sozial coaching? wünsche ich dir.

und deine mutter wenn die was ändern möchte soll zu den

https://www.anonyme-alkoholiker.de/content/03info/03index.php

dort kann sie erfahrung kraft und hoffung mit anderen alki teilen.

und es wird dort sicher ein wunder mit ihr geschäehen und wird trocken und auch ein neuer mesch werden. der sich freut über ihre kinder. aber nicht im besoffen zustand. wo es selbstlüge ist?


Kommentar von nicolelrn ,

Ich wohne in der nähe von Nürnberg und meine Oma in der nähe von München, ich freue mich auch unglaublich hier endlich nicht mehr wohnen zu müssen.

Kommentar von robi187 ,

ja dann ist es mögich einen neuanfang zu machen, dieser sollte aber sozial begeitet werden, damit du auch vieles an stress aufarbeiten kannst.

Antwort
von UnapologeticVR, 30

Ich mach momentan wirklich das selbst wie du durch bis auf das ich keine Freunde hab. Ich lebe Grad mit meinen Großeltern zusammen.

Würde ich an deiner stelle auch machen.. Aber wohnheim lieber nicht.

Mein Bruder is da und er ist ziemlich traurig da zu sein.

Kommentar von nicolelrn ,

Tut mir echt leid für dich, Wünsche dir alles Gute!

Kommentar von UnapologeticVR ,

danke wünsch ich dir auch

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