Frage von Liptin, 125

Alkoholiker, wie komme ich von ihm los?

Hallo,
Mein Mann ist alloholiker, dass weiß er auch selbst, es gab unzulässige Versprechen nichts zu trinken mehr aber er hält sich nicht dran. Trinkt heimlich. Wir haben ein 1 jähriges Kind sind seit 7 Jahren zusammen. Aber so geht es nicht mehr, auch meinem Kind zu liebe. Wie komme ich von ihm los? Gerade hat er mich WOEDER fitzten lassen mit meinem Kind um saufen zu gehen, lässt uns wieder allein weil der Alkohol wichtiger ist und er hier nicht trinken darf. Er sucht Streit um zu flüchten damit er mir die Schuld geben kann dass er gesoffen hat. Ich weiß das alles ich weiß auch dass er uns nicht lieben kann sonst wäre er da ich bin den ganzen Tag mit meinem
Kind alleine ohne ihn. Aber wenn sein Vater kommt dann freut er sich und das zerreißt mir mein Herz weil er sich selbst dann nicht um ihn kümmert höchstens 15 Minuten. Habt ihr Tipps? Sorry für die Fehler und keine Komma Setzung bin gerade aufgewühlt etc

Antwort
von Elfi96, 47

Gehe zum Amt/ kümmere dich um die Beschaffung einer eigenen  Wohnung/ gehe zum Anwalt, um die Scheidung einzuläuten! Bleibst du bei ihm, gehst du vor die Hunde, und das ist für dein Kind bestimmt nicht gut! 

Ich hatte zwar keinen so krassen Alki als Ehemann, aber der Rest könnte such meine Story sein: Sohn war 1,5 Jahre alt, mit meinem Mann  war ich zum gleichen Zeitpunkt  7 Jahre zsm, ca 4 Jahre  verheiratet. 

Ich habe mir eine Wohnung gesucht, war beim Amt und beim Anwalt. Erst kurz vorm Auszug habe ich ihm gesagt, dass ich gehe. Die Zeit war zwar auch nicht einfach, aber es war das Richtige! Unserem damaligen Trauzeugen hatte ich auf Nachfrage geantwortet: "Ich bin Alleinerziehende mit einem Kind. Vorher war ich Alleinerziehende mit 2 Kindern."

Dir wünsche ich alles Gute! LG

Kommentar von Liptin ,

Genau das mit den zwei Kindern denke ich auch. Wie sieht das mit dem
Sorgerecht bei euch aus?

Kommentar von Elfi96 ,

Das Sorgerecht ist automatisch auf beide Elternteile verteilt (Seit 1998). Meinem Ex wurde auch Umgangsrecht eingeräumt, er sollte allerdings wieder den Kontakt zum Sohn aufbauen. Das klappte nicht. Er zahlte dann regelmäßig Unterhalt und rief nur ab und zu an. Meinem Sohn gegenüber habe ich seinen Vater nie schlecht gemacht. Habe immer betont, dass sein Vater und ich uns nicht mehr lieb hätten und dass sein Vater ihn sicher sehr lieb haben würde, auch wenn er das nicht sagt. 

LG und alles Gute! Es kann nur besser werden! 

Antwort
von Ille1811, 25

Hallo Liptin!

Schau mal, wo es bei euch die nächste Al-Anon Gruppe gibt:

http://al-anon.de/gruppe-finden/gruppen-finder/

Al-Anon ist eine Selbsthilfegemeinschaft für Angehörige und Freunde von Alkoholikern. Ich habe dort im Laufe der Zeit gelernt, meiner Wahrnehmung zu vertrauen, sodass ich heute in der Lage bin, stimmige Entscheidungen zu treffen und durchzuführen.

Was mir zum 'Verständnis' des Verhaltens meines Mannes geholfen hat, waren Gespräche mit trockenen Alkoholikern, die mit Hilfe der Anonymen Alkoholiker trocken geworden sind.

Du kannst auch mal im blog.Al-Anon stöbern. Dort wirst du Lebensgeschichten finden, die dir bekannt vorkommen.

Antwort
von nomorewar7, 60

Das ist bestimmt sehr schwer..aber ich denke nicht, dass er sich so ändern wird, er muss die Folgen seiner Sucht selbst spüren und das geht nur, wenn du mit eurem Kind gehst..such dir Hilfe, warst du schon beim Hausarzt ..Angehörigrngruppen helfen auch weiter , ist ja alles anonym Lg

Antwort
von Stuck1234, 57

Ein Therapeut meinte mal zu mir:
Ein Alkoholiker muss erst die "3 F's" verlieren und ganz ganz unten am Boden sein um zu verstehen, dass er Alkoholiker ist.
Familie, Firma, Führerschein und eigentlich inoffiziell noch Freunde
Erst wenn er diese 4 F's in seinem Leben verloren hat,
wegen dem Alkohol wird er aufwachen.
Wenn es für dich, bzw. euch schlimmer werden sollte, solltest du auf jeden Fall damit zur Polizei gehen. (bei handgreiflich werden oder bei ähnlichem)

Ich wünsche dir weiterhin viel Glück, dass du das alles einigermaßen gestemmt kriegst so als Power Mama. :)

Kommentar von dandy100 ,

Erst wenn er diese 4 F's in seinem Leben verloren hat,
wegen dem Alkohol wird er aufwachen.

....oder er ist tot, was wahrscheinlicher ist, wenn man einem labilen Menschen jede Bindung nimmt.

Es gibt auch andere therapeutische Auffassungen, nach denen man einen Süchtigen nicht komplett fallen lässt - mal ganz davon abgesehen, dass das für Freunde und Familie eine unzumutbare Härte darstellt, die sie meistens gar nicht durchhalten - es ist ja auch eine total unatürliche Reaktion, jemanden zu verstoßen, den man ja immerhin liebt und der zu einem gehört.

Ich arbeite u.A als Mediator und kenne mittlerweile genügend Beispiele, wo es lebensrettend für Alkoholiker war, dass man sie nicht in der Gosse hat enden lassen und sich nicht abgewendet hat - nur so war ein Therapieerfolg noch möglich.

Der Ansatz, dass jemand erst alles verlieren muss, um einzusehen, dass er Hilfe braucht, halte ich persönlich für absolut unmenschlich.


Kommentar von Stuck1234 ,

[...]wenn man einem labilen Menschen jede Bindung nimmt.

Jede Bindung nimmt? Er nimmt sie sich doch selber.

Ich möchte hier an dieser Stelle nochmal klar darstellen, dass ich nur aus Erfahrungswerten spreche und selbst nicht Therapeut bin.

Der Ansatz, dass jemand erst alles verlieren muss, um einzusehen, dass er Hilfe braucht, halte ich persönlich für absolut unmenschlich.

Unmenschlich für dritte, die vorher einschreiten könnten. Richtig. Jedoch ist diese Tatsache nie gegeben. Diese Menschen leugnen ihre eigene Schwäche und müssen selbst erst verstehen, dass sie unter dieser Krankheit leiden. Das ist Grundvoraussetzung, dass ihnen durch Kliniken und ähnliches überhaupt erst einmal geholfen werden kann. Oder sehe ich das völlig falsch?

Natürlich muss diesen Menschen geholfen werden. Es wäre unmenschlich es nicht zu tun. Aber wie einem Menschen helfen, der selber nicht einsieht, dass er überhaupt Hilfe braucht?
Verstehen sie worauf ich hinaus will? :)

Wie gesagt, nochmals. Ich bin kein geschulter und bin für Kritik offen. :)

Kommentar von dandy100 ,

Auch ich bin immer offen für Kritik ;-) und damit wir uns hier nicht falsch verstehen: Die Bereitschaft, therapeutische Hilfe anzunehmen, muss der Betroffene letztendlich natürlich selbst haben, sonst kann ihn niemand helfen, aber diese Bereitschaft erzwingen zu wollen, indem man ihn komplett fallenlässt, ist für mich nicht vereinbar mit allem, was man unter Menschlichkeit versteht - dazu habe ich zuviele sehr schlimme Schicksale miterlebt von zutiefst vereinsamten süchtigen Menschen, die genau deshalb jeden inneren Antrieb verloren hatten.

Dass er Süchtiger seine Schwäche leugnet, ist ganz klar - Schwäche ist die Grundlage jeder Sucht, Einsicht in das eigene Versagen sehr schwer.

Verlassen, erzwingen, unter Druck setzen, beschuldigen und letztendlich mit der Begründund verstoßen, derjenige sei ja selbst schuld, treiben eher in den Selbstmord als zu einer Therapie - das ist jedenfalls meine Erfahrung.

Ein Süchtiger ist immer ein Getriebener, der nur noch sehr bedingt Eigenverantwortung übernehmen kann, das muss einem klar sein, bevor man von Schuld spricht - und auch, dass es die wenigsten schaffen, die Sucht zu überwinden, denn die hat immer etwas mit der Persönlichkeit zu tun.

Die Meisten scheitern, das muss man ganz klar sehen, und es bleibt auf diesem Weg abwärts manchmal nichts anderes mehr übrig, als sich räumlich und auch emotional zu distanzieren, um nicht mit unterzugehen, trotzdem sollten Freunde und Familie in der Nähe bleiben und denjenigen weder verurteilen noch sich völlig abwenden; nur so bleibt noch eine Chance, denn diejenigen, die es tatsächlich schaffen, die Sucht zu bekämpfen, brauchen ein Ziel - eine Umwelt, die nichts mehr von einen wissen will und einen längst aufgegeben hat, ist keines.

Jemanden aus allen Bezüge fallen zu lassen, bricht den Lebenswillen und dann gibt es meistens kein Halten mehr - diese Beispiel sehen wir zigfach auf den Straßen.

Wir sollten uns klar machen, dass wir fast alle unsere Fluchten haben, manche in der Arbeit, im Konsum oder prinzipiell im Zuviel von allem.

Die Selbstzerstörung durch Drogen und Alkohol ist auffälliger, gründlicher und geht schneller - das ist der ganze Unterschied




Kommentar von Stuck1234 ,

Ahso alles klar. Jetzt hab ich verstanden worauf sie hinaus wollten. :) Da kann man nur hoffen, dass die liebe Thread Erstellerin eine von denen is, bei der alles gegen Ende glücklich verläuft.
Ich drück die Daumen und wünsche viel Durchhaltevermögen. :)

Antwort
von ae1nn3, 53

Lasst ihn alleine, dann wird er merken was er verloren hat. Auch wenn es für den kleinen schwer ist, aber ihr tut euch keinen gefallen damit wenn ihr dort bleibt. Du machst dir nur Gedanken.

Antwort
von ManuTheMaiar, 41

Zieh von aus und sag ihm du kommst erst wieder, wenn er eine Therapie gemacht hat dann hat er keine Chance mehr leere Versprechungen zu geben und muss zeigen das er es ernst meint

Kommentar von Elfi96 ,

Dass das nichts bringt, sehe ich hier in der Nachbarschaft. Ehepaar, Kinder sind inzwischen aus dem Haus.  Der Mann: Alki, die Frau rauchte. Deal war: er hört auf mit dem Trinken (Entzugsklinik), sie hört mit dem Rauchen auf. Der Mann  fing wieder mit dem Trinken an. Dann verlor er seinen Job wg Alk, seinen FS ebenfalls. Jede Beschwichtigung, mit dem Alk aufzuhören, war nach kurzer Zeit Makulatur. Die Frau suchte sich eine andere Wohnung. Er merkte, dass was falsch lief und ging wieder auf Entzug,  damit sie zurück kam. Sie kam zurück,  sein Drang nach Alk ebenfalls. Sie leben unter einem Dach zusammen,  und jedesmal, wenn er zu viel getrunken hat und bewegungsunfähig im Wohnzimmer liegt, müht sie sich nicht mehr mit ihm ab sondern ruft nur noch den Krankenwagen. 

Also: so ein Zsm- Leben ist mE kein Leben. 

Kommentar von dandy100 ,

Der Mann: Alki, die Frau rauchte.

Das scheint für Dich auf derselben Stufe zu stehen?

Ein Raucher ist weder arbeitsunfähig, noch gesellschaftlich in irgendeiner Form asozial, das wollen wir hier mal festhalten.

Ich frage mich, mit welchem Recht man derart abfällig über Menschen spricht, nur weil sie sich mal eine Zigarette genehmigen

Antwort
von Stahlregal, 50

Gegen Alkohol geht es nur radikal. Keine Kompromisse. Raus aus dem Abhänigkeitsverhältnis und Kinder mitnehmen. Du wirst deines Lebens nicht mehr froh. Mit anderen Methoden machst du dich nur zum Komplitzen. Raus da!

Antwort
von dandy100, 32

Dass Alkoholismus eine Krankheit ist, wirst Du wissen, wenn Dein Mann seit sieben Jahren trinkt - und Du wirst auch wissen, dass eine suchtgesteuerter Mensch nicht kann wie er will.

Kein Süchtiger kann seine Versprechen einhalten, und dass hat absolut nichts mit seinen Gefühle Dir gegenüber zu tun und ist auch kein Zeichen, dass er Dich und Euer Kind nicht liebt -  er ist abhängig und wird sich daraus aus eigener Kraft nicht befreien können.

Streit zu suchen, um Dir die Schuld daran zu geben, ist typisch, denn dass man selbst verantwortlich ist, ist sehr schwer zu ertragen.

Es ist überhaupt sehr schwer einem Alkoholiker klar zu machen, dass er Hilfe braucht, aber das ist der einzige Weg.

Vorwürfe und Verzweiflung bringen Dich nicht weiter, die zerstören nur, vor allem Dich.

Versuche in Ruhe mit ihm darüber zu reden, eine Therapie zu machen und mach Dich mal schlau, welche Suchthilfeangebote es in Deiner Gegend gibt. Du kannst auch einfach mal mit Eurem Hausarzt darüber sprechen, er kann Dir weitere Informationen zu Therapiemöglichekeiten geben.

Versuche es mal - Eurem Kind zuliebe; vielleicht gibt es ja doch noch eine Chance

http://www.kenn-dein-limit.de/alkohol/schaedlicher-konsum/beratung-und-unterstue...

http://www.apotheken-umschau.de/Alkoholismus

Kommentar von Antraxxx ,

Ja, kipp Ihn doch noch einen ein.

Kommentar von Liptin ,

Tut mir leid, aber wenn man KEINE Einsicht zeigt, das eigene Kind als aufhören nicht hilft. Dann gibt es keinerlei zweite Chance.

Antwort
von Arlon, 34

Zuerst mußt du einen Warnschuß abgeben. Das ist nur fair. Also: Entweder der Alk oder ich. Frist setzen von 14 Tagen oder so und wenn er sich für den Alk entscheidet, nicht lange fackeln sondern mit Kind und Kegel raus.

Antwort
von JOJOXD2, 41

Entzugsklinik/Berater

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