Hallo Leute! Ich mach mir eben Sorgen um jemanden, daher schreibe ich ganz ausführlich.
Einer meiner besten Freunde (30 Jahre alt und seit 12 Jahren Alkoholiker) hatte im Juni diesen Jahres einen erfolgreichen Alkoholentzug mit Tranxilium absolviert. Geraten hatte ihm dazu ein Kumpel und ihm auch die Tabs (20mg) gegeben. Er war bereits nach nur 3 Tagen völlig trocken und sehr glücklich. Man muss dazu sagen, dass er seinen Angaben zufolge, nicht so hart drauf war und sein Alkoholkonsum auf ein bis 2 Flaschen Wein am Abend reduziert war. Nachmittags ab und an ein paar Alkopops.
Nach einem Schicksalschlag begann er bereits 10 Tage später wieder langsam an zu trinken. Nun hat ihn im September eine Krankheit erwischt, dazu eine schwere Depression. (Er leidet seit Jahren an Depressionen und Phobien, bevorzugt im Herbst und Winter.) Er trinkt mittlerweile schon zuviel. Ab Mittag ca. 1/2 bis 1 Flasche Amaretto, ab Abend bis in die Nacht hinein 2-3 Flaschen Rotwein. Wirkt selten betrunken, aber apathisch und verbittert.
Nach einem Nervenzusammenbruch in der letzten Nacht ließ er sich morgens von uns zum Arzt bringen und von ihm Tranxilium verschreiben. Er meine, er könne das schon richtig dosieren, jedoch sind wir uns nicht sicher, ob das Präparat bei seinem derzeitigen Konsum wirklich hilft.
Bitte nur ernstgemeinte Antworten von erfahrenen Leuten. Danke
Danke für die ausführliche Antwort. Er ist seit heute immer noch trocken, aber es geht ihm nicht besonders gut. Er hat seit Mittag mittlerweile eine ganze Tab (20mg) eingenommen, einen leichten Tremor und es ist ihm etwas schwindlig. Macht sich ein Krampfanfall vorher irgendwie bemerkbar? Ich denke er wird später ein Glas trinken, da er zuviel Angst hat, da sein Alk-Konsum bis letzte Nacht recht hoch war.