Frage von Tarnowitz, 148

Alkoholabstinez nachweisen bei Trunkenheitsfahrt 1,63 Promille?

Hallo, muss ich eine Alkoholabstinenz nachweisen können bin das erste mal besoffen Auto gefahren mit 1,63‰ und muss bald zur MPU, was denkt ihr?

Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von nancycotten, Community-Experte für MPU, 60

Hallo Tarnowitz,

wenn du o. Frage stellst und deine Aussage

muss bald zur MPU

so zu interpretieren ist, dass deine MPU in den nächsten Monaten stattfindet, ist davon auszugehen das du dich noch gar nicht mit der Aufarbeitung deines Alk.konsums und der Gründe dafür, auseinandergesetzt hast. Dies solltest du schleunigst nachholen - denn dies ist das A und O um eine MPU positiv bestehen zu können :-)

Generell ist zu sagen das eine BAK von 1,63‰ durchaus noch das "KT" (Synonym für den risikoarmen Umgang mit dem Alk.) zulässt. Jedoch sind dein Trinkverhalten im Vorfeld und deine Trinkmotivation dafür wichtig. Wie weit ist/war die Problematik fortgeschritten?

Handelt es sich (aus Sicht eines Gutachters) noch um Alk.gefährdung oder schon um Alk.missbrauch? Wie kann sichergestellt werden, dass eine TF künftig nicht mehr vorkommt?

Wenn du magst, schau mal hier auf meine Profilseite. Dort steht ein Link für ein MPU-Forum in dem du dich weiter belesen und auch Fragen zum Thema stellen kannst.

Gruß Nancy

Kommentar von Tarnowitz ,

Was ist kontrolliertes trinken und wie weise ich das nach?

Kommentar von nancycotten ,

Hallo Tarnowitz,

magst du mal auf die Seite schauen die ich in meinem Profil verlinkt habe? In diesem Forum kannst du genaueres zum "KT-Vorgehen" lesen (dazu musst du dich nicht registrieren, sondern kannst auch so lesen und die Seite dann einfach wieder verlassen ;-)

Es gibt keine starren Vorgaben zum KT, sondern es sind eher "Richtwerte", die ich -ohne mehr von dir zu wissen- nicht so einfach hier niederschreiben möchte. Fakt ist jedoch das ein KT für die MPU nicht nachgewiesen werden muss. Jedoch besteht bei der MPU die Möglichkeit, dass der Gutachter eine Haaranalyse vom Kunden verlangt, damit geschaut werden kann ob so moderat getrunken wurde wie im psych. Gespräch angegeben...

Nur mal als grobe Richtung: Beim KT kommt man nicht mehr in Promilleregionen in denen man den Alk. spüren kann, sondern begrenzt ihn auf niedrige Mengen. Auch die Trinkanlässe sollten überschaubar bleiben, auf "alkoholfreie" Getränke und auf "harten Alk" besser verzichtet werden und noch so ein paar Kleinigkeiten....

Kommentar von Tarnowitz ,

Ich hoffe das ich die MPU auch ohne Nachweise und Vorbereitung schaffe, mein Vater hat sie ebenfalls ohne Hilfen oder nachweisen vor einigen Jahren bestanden.

Kommentar von nancycotten ,

Ohne Nachweise ist das durchaus möglich, aber bitte nicht ohne Vorbereitung. Niemand zwingt dich, dich in einem Forum vorzubereiten, oder gar mit einem Verkehrspsychologen die Aufarbeitung zu machen, aber - auseinandersetzen (und das nennt man Vorbereitung) musst du dich auf jeden Fall mit deinem zurückliegenden Alk.konsum. Die Gründe dafür wissen und eine Strategie schaffen, damit du künftig eben nicht mehr so viel trinkst und somit eine weitere Trunkenheitsfahrt ausgeschlossen werden kann. Wenn du beim Gutachter sitzt und nicht sagen kannst warum es soviel Alkohol war und du keine Vermeidungsstrategien für dich hast, fällst du durch :-(

Das ist nicht böse gemeint, sondern eine Tatsache. Wenn dein Vater seine MPU geschafft hat, dann rede doch mal mit ihm wie es damals bei ihm war - sicher kann er dir dann helfen. :-)

Antwort
von Parhalia, 85

Bei diesem Promillewert macht es auch für "Ersttäter" absolut Sinn, zumindest für einen Zeitraum von 6 Monaten eine Abstinenz nachzuweisen. 

Darauf kannst Du dann auch die These "kontrolliertes Trinken" argumentieren. So untermauerst Du den Gutachtern je nach Umständen / Motorik zum Zeitpunkt der Polizeikontrolle, dass Du künftig einen sorgsamen Umgang mit Alkohol praktizieren kannst. Ein "Trinktagebuch" entfällt dann für den Zeitraum des Abstinenznachweises.

Du musst dann aber aus Dir selbst heraus auch von dieser Einlassung überzeugt sein und sie "gefestigt" praktizieren. 

Antwort
von kubamax, 59

Ganz einfach. Abstinenz sofort beginnen und nachweisen lassen mit forensisch gesicherter Urin- oder Haaranalyse. Haaranalyse ist praktischer (alle 3 Monate, 3 cm Haare). Dann viel Sport treiben und einen guten Body zulegen (So hab ich es geschafft). Dann kommt keiner so leicht auf die Idee, dass Du vorher ein Alkoholproblem hättest haben können. Der Körper lügt nicht. Der Mediziner wirds dir danken. Jedoch der Psychologe geht davon aus, dass du lügst.

Antwort
von MarKing93, 49

Also 1,63 % als Ersttäter ist nicht sehr hoch. du kannst die MPU locker mit kontrolliertem Trinken bestehen!

Die Frage ist nur, ob du es dir selber zutraust?

Wenn ja ist es der kostengünstigste und einfachste Weg die MPU zu bestehen.

Kommentar von Tarnowitz ,

Was ist kontrolliertes trinken?

Kommentar von MarKing93 ,

Das bedeutet man trinkt nur zu bestimmten Anlässen, bsp. Geburtstag, Hochzeiten, wenn man Essen geht. Die Trinkhäufigkeit ist dabei begrenzt (1-2 Anlässe pro Monat) Nicht zwangsläufig, hängt immer von deiner Alkohol Vorgeschichte ab!

Die Trinkmenge ist dabei auch entscheidend und individuell einzuhalten.

google mal danach. Findest die genauen Regeln dann.

Antwort
von Maprinzessin, 66

Ich hoffe auch das dein Führerschein wegkommt, ganz erlich wenn du so dumm bist

Hast du dir mal überlegt das du andere auch damit gefärdest??

Was ist wenn du jemanden zusammenfährst der daraufhin behindert wird

Könntest du dir das selbst verzeien?

Noch dazu musst du dein Leben lang Schmerzensgeld zahlen

Wer säuft sollte auch Geld fürs Taxi haben

Kommentar von MarKing93 ,

Und du hast in deinem Leben sicherlich noch nie einen Fehler begangen?

Antwort
von lastgasp, 78

Ab 1,6 Promille musst Du mit einer Sperrfrist von mindestens 6-9 Monaten rechnen, so dass Dir genug Zeit bleibt, um den Abstinenznachweis durchführen zu lassen. Wenn Du mit 1,63 Promille noch im Auto unterwegs warst, gehen die nicht ganz zu Unrecht davon aus, dass Du ein Alkoholproblem hast.

http://www.tuev-nord.de/de/psychologie-medizin-mpu/abstinenznachweis-1897.htm



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