10

Alkoholabhängig - wie kann ich damit umgehen

Frage von Marion2 Marion2

Hallo zusammen,

mein Mann und ich haben folgendes Problem: Wir haben 2 Pferde privat auf einem Bauernhof stehen.Allerdings beobachten wir seit längerer Zeit, dass unser Stallbesitzer wieder (nach 13 Jahren Abstenenz) massiv zu trinken angefangen hat.Mich ekelt das schon so an, dass ich mich nicht mehr in seinem Haus aufhalten möchte .Mein Mann hat das Problem, dass der Stallbesitzer sein Großcousin ist, allerdings kommt erschwerend hinzu, dass der Besitzer sich nicht helfen lassen will.Er meint, er hätte den Alkoholkonsum absolut im Griff. Seinen Haushalt hat er dementsprechend auch "im Griff"Wenn ich weiß, dass er Besuch bekommt, such ich schon das Weite, weil ich mich inzwischen schon für ihn schäme und wir lassen niemanden mehr auf den Hof kommen um uns zu besuchen. Leider wissen wir nicht, was wir in einem solchen Fall tun können, wie wir ihm evtl. helfen können.Sofern das überhaupt geht, da wir nicht seine direkten Verwandten sind.Die wollen allerdings nichts mit ihm zu tun haben.

Kann mir vielleicht irgend jemand einen brauchbaren Rat geben, wie mein Mann und ich da evtl. helfen können?

Danke schon mal im Vorraus.

Gruß Marion2

Fragen zu gleichen Themen finden

Antworten (14)

  • 2
    Hilfreichste Antwort ausgezeichnet vom Fragesteller
    Antwort von Wolpertinger Wolpertinger

    Rechtlich könnt ihr nichts machen, heißt ihr habt keine Möglichkeit ihn gegen seinen Willen in die Psychiatrie einweisen zu lassen.

    Den das geht nur bei Eigen- bzw. Fremdgefährdung.

    .

    Man kann auch niemanden dazu überreden, einen Entzug oder eine Therapie zumachen.

    Ich würde euch raten, euch authentisch zu verhalten, ihm zu sagen, dass ihr seinen Alkoholkonsum kritisch gegen übersteht.

    Ganz wichtig finde ich aber zu beachten, dass er krank ist, nicht er selber ist ein schlechter Mensch, vor ihm braucht man sich nicht zu ekeln.

    Dann gibt es vielleicht bei euch in der Nähe eine Gruppe der anonymen Alkoholiker, zu diesen könnt ihr versuchen Kontakt aufzunehmen um euch hilfe zu holen, wie ihr euch verhalten sollt.

    Und vielleicht war er selber ja auch mal dort Mitglied, so dass vielleicht einer der Kollegen ihn besuchen kann um ein Gespräch zusuchen.

  • 5
    Antwort von Nellina Nellina

    Wenn er sich nicht helfen lassen will, könnt ihr gar nichts machen. Das Problem ist, dass diese Menschen ja davon überzeugt sind, keine Alkoholiker zu sein.

    Kommentar von TheCerb TheCerbTheCerb

    das is das ding... wechselt den bauernhof.. cousin hin oder her, schlechtes verhalten MUSS einem vor die Nase gehalten werden...

  • 2
    Antwort von eddali eddali

    Dem Mann kann erst geholfen werden, wenn er es einsieht, dass er wieder rückfällig geworden ist. Ihr könnt nur immer wieder mit ihm reden, mehr geht nicht

    Kommentar von KriLu KriLuKriLu

    genau. oft müssen alkoholabhängige erst ganz unten sein, bis sie das einsehen

  • 2
    Antwort von anjanni anjanni

    Ihr könnt ihm nicht helfen, wenn er sich nicht helfen lassen will.

    Die einzig sinnvolle Hilfe ist eine Therapie, zu der er aber freiwillig hingehen muß.

    Google mal nach "Alkoholismus" oder "Alkoholmißbrauch" - da wird Dir ganz schwindelig, was Du da alles lesen kannst... Leider nicht sehr aufbauend.

    Ich persönlich würde ihm "die Pistole auf die Brust" setzen, und ihm erklären, daß er entweder umgehend mit dem Trinken wieder aufhört, oder daß ich andernfalls meine Pferde einem anderen Stall anvertrauen würde. (Sowas könnte sogar tatsächlich helfen...)

    Kommentar von eddali eddalieddali

    Nein das ist es wirklich nicht, mein Exmann war Alkoholiker, es war furchtbar. Aber mit viel Reden und ganz viel Geduld habe ich ihn zur Therapie bekommen und seit 28 ist er trocken.

    Kommentar von anjanni anjannianjanni

    eddali - das Schwierigste ist, die Einsicht hinzubekommen. Oftmals schafft das auch der Ehepartner nicht. Und dann kommt diese vertrackte Spirale, in der sich auch der Partner ständig Vorwürfe macht und dadurch eine Psychotherapie nötig hat... Ich habe es schon so oft beobachten müssen...

    Kommentar von eddali eddalieddali

    Stimmt, aber ich hatte starke Nerven und ganz viel Geduld. Bin immer zu den Beratungsterminen mit hin und das ganze im 7. Monat schwanger. Aber als alles vorbei war, war er selbst unheimlich erleichert.

    Kommentar von Marion2 Marion2Marion2

    Das mit dem anderen Stall ist leider nicht so einfach, weil bei uns horrende Mieten verlangt werden und das weiß er.Damit könnte eher er uns unter Druck setzen.Das macht uns die ganze Sache noch schwerer....

    Kommentar von anjanni anjannianjanni

    Marion - das würde ich mir trotzdem zumindest für eine Weile überlegen.

    Schließlich kannst du ja auch nicht sicher sein, daß er sich immer zuverlässig um die Tiere kümmern kann...

  • 1
    Antwort von Karlbutz Karlbutz

    Guten Morgen Marion 2,

    Schätze da wirst Du z. Z. nix machen können, falls er eine Partnerin hat, versuche es über Ihr oder hole dir rat in einer Suchtberatungsstelle. Wenn es dich anekelt bei ihm, da würde Ich dir raten einen neue Arbeit zu suchen, sonst wird es dich eines tages fertig machen.

  • 1
    Antwort von uwe8888 uwe8888

    dito , die Eisicht muß er selber haben , sonst passiert nix, da kannst nur du deine Kosequenzen ziehen, oder damit leben. Problem wie bei allen Suchtkranken ist, sie müssen erst auf die Nae fallen, bevor etwas passiert, da habe ich am eigenen Leib erlebt.

  • 1
    Antwort von SueDelgato SueDelgato

    Bevor er nicht selbst checkt, dass er Alkoholiker ist und was dagegen unternehmen will, würde das sowieso nichts werden. Alkoholiker müssen erst richtig abstürzen und ganz unten ankommen, bevor sie dagegen was unternehmen. Wie hat er es denn vor 13 Jahren geschafft aufzuhören? Vielleicht sollte man genauso vorgehen falls das möglich ist.

  • 1
    Antwort von tomsmama tomsmama

    Ich habe gelernt (von einem Therapeuten) "Leute, die keine Hilfe brauchen, kann man nicht helfen,denn sie müssen es selber wollen "

  • 1
    Antwort von Volker99 Volker99

    Ich würde die Pferde woanders unterbringen, und versuchen einen näheren Verwandten von ihm aufmerksam zu machen. Mehr könnt ihr leider nicht tun. Der Wille, sich helfen zu lassen, muss vom Abhängigen ausgehen.

  • 1
    Antwort von justenm justenm

    Er muss von sich aus wollen , sonst geht nix. Und vor ALLEM, muss er zugeben dass er alkoholkrank ist!!!

  • 1
    Antwort von SUNFRIEND4 SUNFRIEND4

    Du kannst ihm nur helfen, wenn Du ihm nicht mehr hilfst. Er muss selbst merken, dass er Hilfe braucht. Du kannst Dich aber an eine Drogenberatungsstelle wenden und das mit denen besprechen.

  • 1
    Antwort von Atompilz Atompilz

    Da kann man nicht helfen.
    alkoholkranke gehen es selbst an und machen Entzug/Terapie oder sie lassen es .
    Überreden oder dazu zwingen kann man sie nicht .

  • 0
    Antwort von AmaDio AmaDio

    Wenn er doch sein Leben und Seinen Job ansonsten auf die Reihe kriegt? Da kann man nunmal nicht allzu viel machen als "nicht-Verwandter"...

    Kommentar von Marion2 Marion2Marion2

    Leider tut er das nicht.Er ist Mitte 50 und Frührentner weil er Rheuma hat, hat 2 große Hunde und ein total heruntergekommenes Haus. Würde mich nicht wundern, wenn das Haus selbständig anfangen würde zu laufen....

  • 0
    Antwort von elementarisch elementarisch

    Hallo,

    sagt im vll das er eine Klinik besuchen soll oder in Terapie

Diese Frage

Verwandte Fragen

Noch nicht den richtigen Rat gefunden?

Einfach und schnell viele hilfreiche Ratschläge von Deutschlands aktivster Ratgeber-Community erhalten!

Einfach und schnell einen Tipp erstellen und Ihren guten Rat mit anderen teilen!

Einfach und schnell ein Video hochladen und anschaulichen Rat an alle geben!

Die unter gutefrage.net angebotenen Dienste und Ratgeber Inhalte werden nicht geprüft. Die Richtigkeit der Inhalte wird nicht gewährleistet. Rechtliche Hinweise finden Sie hier.