Frage von Junuka, 65

Alkohol, wann ist es zu viel?

Ab welchem Konsum (Regelmäßigkeit und Menge) kommt es einer Sucht gleich?

Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von GenLeutnant, 11

Der Übergang vom Genusstrinken zum Alkoholiker ist fließend. Es geht dann über verschiedene fast unbemerkte Phasen:
Die voralkoholische Phase: Hier trinke ich schon nicht mehr aus Genuss an einem Glas Wein o.ä. sondern aus psychischen Gründen. Stressabbau, um lustiger zu werden, aus Unsicherheit, weil ich durch Alkohol lockerer werde, vermeintlich stärker bin, besser und freier reden kann.
Die Prodromalphase: Hier merke ich schon das ich den Alkohol brauche. Ich denke häufig an Alkohol, freue mich schon auf den nächsten „Umtrunk“ mit Freunden. Bekomme aber teilweise auch schon Ärger mit meinem Umfeld (Freunde, Familie, Arbeitgeber)
Die kritische Phase: Ab hier beginnt schon der Kontrollverlust. Hier liegt es schon nicht mehr am Willen nichts mehr zu trinken. Es geht manches mal nur Tage ohne Alkohol und dann nur unter eigenem oder fremden Zwang.
Die chronische Phase Hier geht es dann richtig bergab. Alkohol bestimmt mein Leben. Es dreht sich nur noch darum an den nächsten Schub zu kommen z.B. bei einem Pegeltrinker den Pegel zu halten. Ichbin fast nicht mehr nüchtern, trinke schon morgens, weil ich nachts - wenn ich überhaupt schlafe konnte - unter den Pegel rutschte.
Natürlich kann jeder aufhören zu trinken. Aber ab einem gewissen Punkt – der nicht vom Trinkenden erkannt wird – schafft er es nicht mehr und ab hier ist es für mich eine Krankheit. Der Kreislauf hat begonnen.
Trinke ich nicht habe ich Entzugserscheinungen und dann trinke ich weil die Entzugserscheinungen gelindert werden – und das immer wieder. Der Alkohol dient in diesem Moment übertrieben gesagt als Medikament. Ich hab keinen Einfluss mehr darauf. Der Kopf beherrscht den Körper. Körperlich trocken zu werden ist eine relativ einfache Geschichte in einem Krankenhaus mit Hilfe von Medikamenten z.B. Distraneurin, aber dann fängt das wichtigste und langwierigste erst an. Der psychische Entzug.

Antwort
von TheAllisons, 43

Ganz einfach, wenn du mal in der Früh aufstehst und ein verlange nach Alkohol hast, dann ist es Sucht.

Antwort
von Evil29Sadness, 29

Wenn du das Gefühl hast, ohne Alkohol nicht mehr über den Tag zu kommen und immer wieder das Bedürfnis hast zu trinken, dann such dir bitte Hilfe.

 Das muss ja nicht unbedingt jemand sein den du kennst, es gibt auch anonyme Anlaufstellen zu denen du gehen kannst. Die gibt es in eigentlich jeder Stadt, kann man einfach nach googlen. 

Viel Glück :)

Kommentar von Junuka ,

Klar, ging nur um eine Freundin, Danke :)

Kommentar von Evil29Sadness ,

Ja gut, das wusste ich nicht, tut mir leid. Aber trotzdem viel glück weiterhin :)

Wenn sie nicht alleine dahin gehen möchte, kannst du ihr ja auch anbieten, sie zu begleiten :)

Antwort
von Alisavischna, 30

Sobald du jeden Tag einen Schluck Alkohol trinkst, wirst du schon als Alkoholiker angesehen.. wie es bei einer sucht aussieht weiß ich nicht genau

Antwort
von Kugelflitz, 16

Die Menge bestimmt ob es Alkoholmissbrauch ist. Bei einer Sucht ist man grundsätzlich abhängig!

Also wenn du viel säufst, aber nicht unbedingt das Verlangen hast, wenn du keinen Alkohol bekommst, bist du auch nicht süchtig.

Antwort
von jattv, 27

Es ist eine Sucht wenn man von alleine nicht mehr aufhören kann.

Antwort
von Grautvornix, 23

Ohne die Umstände zu kennen ist das nicht zu beantworten.

Hängt vom Alter ab, dem Zeitraum, in dem ständig getrunken wird, die sozialen Auswirkungen.......etc.

Antwort
von sternenmeer57, 18

Bei Symptomen deiner vorherigen Frage.

Kommentar von Junuka ,

😂😂👌🏻 geht hierbei aber nicht um mich :) 

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