Alkohol ist zunächst einmal ein Beruhigungsmittel: Es entspannt und senkt damit die Hemmungen: Sichtbares äußeres Zeichen ist z.B. dass die Leute "locker werden", spaßiger (was immer das auch für den Einzelnen heißt), viel oder wenigstens aushalten können was Sreß anbelangt... Die Metapher: Trink erst mal einen zur Beruhigung" kommt ja nicht aus der hohlen Hand.
Damit werden die Menschen insgesamt geselliger... und auch deswegen ist Alkohol so ein "wertvolles Kulturgut" in unserer Gesellschaft.....
Wenn man es in Maßen trinkt und genießt!!
Was immer Du trinkst... Du reagiert wie ein "gewöhnter Trinker": Deine Hemmschwellen haben Bodenneigung... und das hat mit Spaß nichts mehr zu tun.
mag sein, dass Du schon immer reizbar warst und das sehr gut händeln konntest.
Diese latente Reizbarkeit muss für Dich persönlich gar nicht so deutlich wahrnehmbar gewesen sein. Immerhin hast Du vielleicht schon einen Großteil Deines Lebens zugebracht, hast gelernt damit umzugehen und hast einige Formen gefunden, diese Wut oder den Zorn, oder die seelischen Verletzungen und Kränkungen die einem jeden Menschen so im Laufe seiner Erziehung und anderen Teilen des Lebens so wirderfahren ... so zu deckeln, dass Du nie auffällig wurdest.
Vielleicht kennt man Dich sogar (nüchtern!!) als absolut ausgeglichenen Menschen, der Gewalt und Streit aus dem Wege geht und der vermittelt, Harmonie schafft....
Und Dir selbst fällt Deine innere Wut und Verletzung undundund... schon lange nicht mehr auf. Du hast gelernt damit zu leben, Du hast selber ein positives Bild von Dir (wer nicht?)... und kennst Dich gar nicht anders.
Und nun erschrickst Du selber, wenn Du was trinkst.
Und Du erkennst Dich als Trinker?... Tust Du das?.... Nein?
das was Du beschreibst ist aber genau das: Alkoholabhängiges Verhalten!
Die meisten Abhängigen machen in Ihren letzten Tagen diese Erfahrung: Sie zun Dinge, die Sie nüchtern nie tun würden... die Frauenhäuser und die Gerichte singen Lieder davon.
Den Trinkern tut es immer wieder leid, dass sie das getan haben... sie können sich meist nicht erinnern, sind beschämt und entsetzt um sich selber.
Ich persönlich gehe davon aus, dass in unseren Gefängnissen etwa 75% der Strafgefangenen drinsitzen weil sie entweder unter Alkohol-/Drogeneinfluss Dinge getan haben, die sie nüchtern nie getan hätten (davon die meisten Delikte als Körperverletzungen... u.U. mit Todesfolge, also Totschlag und schlimmer).... oder wegen der Beschaffungskriminalität.
Nüchtern betrachtet ist es ziemlich "Wurst" ob Italien die Weltmeisterschaft x-mal gewonnen hat, oder x-mal weniger 2... oder x-mal plus 1... Für genau diesen Disput sitz einer gerade 2 Morde ab... ging heim, kam zurück in die Kneipe und... "Wumms!"
Kann sowas nüchtern pasieren? Bei einem halbwegs gesunden Menschen nicht, denke ich mal... bei psychisch kranken Menschen...?
Bei "normalen Menschen"... wenn sie betrunken sind: Dann wird die Weltmeisterschaft um x-mal +/- 1 oder 2 Titel zu einer Glaubensfrage, die ausgeschossen wedren muss wie in Tombstone am O.K. Corral.
Zu Dir: Wenn Du also so weitermachst... beschwer Dich wenigstens nicht, wenn es mal hammerhart kommt.
Du weißt um was es geht
Und eines kann ich Dir mit Brief und Siegel sagen: Es wird nie mehr besser: Egal was Du Dir vornimmst... Du wirst immer, wenn Du über eine gewisse Grenze kommst (und das können mal "7 Pils und Korn" genausogut sein wie 2 davon, die dann vollkommen ausreichen... das hängt von vielen Faktoren ab, wie seelische Stimmung usw.
Wenn Du hier nicht Gefahr laufen willst- hör ganz auf.
Aber das wirst Du wahrscheinlich ablehnen... und zudem nicht alleine durchhalten.
Also geh Deinen Weg... beobachte Dich... und wenn Du bei den nächsten 3, 4 Abenden "kräftig auf den Putz haust"... dann lies Dir hier wieder (oder nochmal) durch... und überlege Dir, ob Du nicht doch Hilfe suchen und annehmen willst
Wie gesagt... leider ist das was Du beschreibst... vollkommen normal... für eine Suchtkarriere!!
Sincerly Norbert
Ich weiß nicht ob Zorn das richtige Wort ist. Jedoch hat sich in letzter Zeit einiges Angestaut an Enttäuschungen, Frust, Traurigkeit etc. Wie bekomme ich diese Unterbewusste Aggressivität wieder weg? Nur durch erffolgsgefühle oder hilft da nur eine Therapie! Ja ich werde versuchen für 2012 keinen Alkohol zu trinken da mir meine verbliebenen Freundschaften wichtiger sind als dieser temporäre Rauschzustand.
Gute Entscheidung!! Sport hilft viel diese aufgestaute Ohnmacht abzubauen. Ich weiß´nicht, ob Du schon eine Therapie benötigst, deswegen auch mein Tipp das Du einen guten Freund und eine Menge Gespräche über Deine Situation brauchst. Lebst Du noch bei Deinen Eltern? Dann wird es Zeit Dein Leben in die Eigene Hand zu nehmen. Auch das ist wichtig ! Außerdem drückt Dein Name ja auch eine Tendenz bei Dir aus, wozu Du neigst. Kiffer sind sowieso viel Sympathischer als alkoholisierte Schläger ;-)
Ne mein Name hat absolut nichts mit Kiffen zu tun. Hab den nur gewählt weil ich mal se en Pulli hatte wo das draufstand. Ich kiffe nicht und hab auch nie geraucht. Nur dieser drecks Alkohol ist mein Problem. Sag wir mal so, ich habe mein eigenew Obergeschoss im Haus der Eltern. Aber ich sehe sie ja jeden Tag. Einige haben evtl jetzt das falsche Bild von mir, dass ich wahlos auf leute zugehe und dort draufschlage. So ist das auch nicht. Ich trinke also nicht mit dem ziel ich prügel mich jetzt. Es gab ja auch Tage da hab ich getrunken und hab halt nur mein Spaß mit Freunden gehabt. Dann gibt es aber momente da begegnen mir Personen mit denen ich mich da schlage. Ich weiß aber nicht warum? Es fällt mir nicht leicht mit Freundne darüber zu sprechen, aber irgendwie muss ich das ja lösen. Wenn ich keinen Alkohol mehr trinken ist es ja nicht automatisch so dass dann auch meine unterdrückte Aggressivität sich in lust auflöst.
Sorry, so kann man sich mit den Namen irren .