Frage von wir10, 43

Alg2 u erbe?

Habe geerbt etwa 2000 Euro im Internet List man das man ein Freibetrag haben darf stimmt das Was wird von den 2000 Euro angerechnet

Antwort
von isomatte, 8

Ein Erbe ist ein so genanntes einmaliges Einkommen und wird im Monat des Zuflusses ( Zuflussprinzip ) auf die Leistungen angerechnet,sollte das im Monat des Zuflusses nicht mehr möglich sein,weil die Leistungen für diesen Monat schon ausgezahlt / überwiesen worden,dann wird ab dem Folgemonat angerechnet !

Auf einmalige Einkommen gibt es zwar auch einen Freibetrag,dieser beträgt aber max. 30 € Versicherungspauschale,ggf.noch Beiträge für Versicherungen fürs Alter und angefallene Kosten die dir wegen des Erbes entstanden sind,muss aber nachgewiesen werden.

Das kann man aber nur dann geltend machen,wenn man nicht schon anderweitig Freibeträge auf Einkommen geltend macht.

In deinem Fall würde es dann sicher auf 6 Monate Bezugszeitraum aufgeteilt,weil diese 2000 € über deiner monatlichen Leistung liegt,denn dann muss es zwingend auf 6 Monate Bezugszeitraum verteilt werden,wenn es geringer wäre würde es auf 1 Monat angerechnet.

Die Anrechnung wäre im Ausnahmefall bis zu 12 Monate möglich,wenn es sich um ein sehr hohes einmaliges Einkommen handeln würde.

Es würden dann also von den 2000 € dann ggf. 30 € x 6 Monate = 180 € abgezogen,evtl.noch die anderen genannten absetzbaren Aufwendungen,dann wird der Rest durch 6 Monate geteilt und nur die Differenz als so genannte Aufstockung gezahlt.

Würde dann nach den 6 Monaten noch ein Restbetrag übrig sein,dann würde dieser vom einmaligen Einkommen zum Vermögen und dieses würde dann bis zum so genannten Schonvermögen nicht mehr angerechnet,es würde dann also ganz normal weiter Leistungen geben.

Du könntest dich zwar rein theoretisch im Monat vor dem Zufluss des Erbes auf deinem Konto aus dem Leistungsbezug abmelden und das auch für min. 1 Monat bleiben und dich im Monat nach dem Zufluss oder später wieder anmelden,aber wenn das Jobcenter dahinter kommt,aus welchem Grund du das gemacht hast,dann wird es sicher Schwierigkeiten mit dem Jobcenter geben.

Denn dann würde dein Erbe nicht mehr als einmaliges Einkommen angerechnet werden können und bei der Anmeldung würde es dann als Vermögen anzusehen sein,dann gelten die normalen Freibeträge auf Vermögen.

Bei der Einführung des ALG - 2 wurde die Abmeldung aus dem Leistungsbezug beim Zufluss von einmaligem Einkommen sogar von Anwälten geraten um so das Erbe zumindest teilweise zu schützen,aber mit den Jahren wird das sicher nicht mehr einfach so hingenommen,zumindest nicht wenn es sich um eine so kurze Abmeldung aus dem Leistungsbezug handelt.

Antwort
von DerSchopenhauer, 24

Es gilt das Zuflußprinzip - eine einmalige Einnahme ist zum Zeitpunkt des Zuflusses bis zu 12 Monate aufzuteilen und man muß in der Zeit davon seinen Lebensunterhalt bestreiten (lediglich eine Versicherungspauschale wird abgezogen).

Danach wird der nicht verbrauchte Rest der Erbschaft als „Vermögen" eingestuft, wobei hier die üblichen Vermögensfreibeträge gelten.

Anders verhält es sich, wenn man sich vor Beginn des Monats des Zuflusses der Erbschaft aus dem Leistungsbezug für einen Kalendermonat abmeldet - dann wird bei der Neuanmeldung die ursprünglich anzurechnende  Einmalzahlung zum Vermögen und unterliegt dann entsprechend den üblichen Freibeträgen.

Antwort
von HaGue60, 20

Es gibt bei Leistung von ALG2 ein Schonvermögen von mind. 3.100,- €.

Hast Du nichts anrechenbares mehr auf dieses Schonvermögen (z.B. Sparvermögen), dann sind die 2000 € kein Problem, Du kannst sie behalten. Andernfalls muss genau gerchnet werden, ob Dein Schonvermögen ggf. höher sein kann. Dabei sind etliche individuelle Aspekte zu berücksichtigen. Diese findest Du z.B. über folgenden Link: http://www.brutto-netto-rechner.info/schonvermoegen.php

Antwort
von ETechnikerfx, 27

Alles wird angerechnet, aber damit liegst du noch unter der Freigrenze von mindestens 3100€

https://www.arbeitsagentur.de/web/content/DE/BuergerinnenUndBuerger/Arbeitslosig...

Kommentar von DerSchopenhauer ,

Die von Dir gepostete Seite gilt nicht bei Erbschaften.

Kommentar von ETechnikerfx ,

Stimmt.

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