Frage von Noitulosba, 66

ALG2 Frage zu Erfahrungen mit der Verzichtserklärung?

Hallo liebe Menschen! Ich wollte mal fragen ob jemand von euch Erfahrungen mit der Verzichtserklärung (ALG2) hat. Folgende Umstände: Ich habe im Januar angefangen Teilzeit zu arbeiten. Hatte mir das auch alles gut ausgerechnet (Lohn plus Kindergeld für meinen Sohn, plus Minijobgehalt 100 Euro plus Unterhalt für meinen Sohn) sollte völlig ausreichend sein den Lebensunterhalt selbst zu bestreiten. Brav habe ich den Job dem Amt gemeldet und bisher die Einkommensbescheinigung für Januar und Februar eingereicht und es ist auch zu einer Neuberechnung gekommen. Das Problem ist nur, ich bin nicht auf meine Stunden gekommen die letzten Monate (arbeite mit einem Jungen der leider öfter krank war und werde nach tatsächlich geleisteten Stunden bezahlt) UND der Unterhalt ist überraschend weggefallen da der Kindsvater nicht mehr zahlen kann - richtig blöd. Der Monat März ist jetzt aber stundenmäßig gut gelaufen und es wird in Zukunft auch so bleiben. Dennoch fehlt der Unterhalt. Ich werde aber ab 01.06 in die Eigentumswohnung meiner Freundin ziehen und somit verringert sich die monatliche Belastung an Miete um 230 Euro . Somit werde ich mich trotzdem allein finanzieren können. Jetzt zurück zur Frage: ich möchte erst umziehen wenn ich von dem Jobcenter komplett weg bin - möchte nicht das meine Freundin mit denen zu tun bekommt und überhaupt ist ja oberste Priorität selbst klarzukommen . Ich habe nun überlegt im April eine Verzichtserklärung zu schreiben in der ich erkläre das ich nun keine Leistungen ab 01.05. mehr möchte. Da mein Verdienst der letzten Monate d Amt aber ja bekannt ist frage ich mich ob die dann nachfragen werden wie ich mich denn unterhalten will. Ich plane dem Umzug ja schon, das wissen die nicht, und lebe deshalb sehr sparsam seit Anfang des Jahres - ich komme also auch den Monat Mai noch passabel zurecht. Hat jemand Erfahrungen mit dieser Verzichtserklärung? Wie läuft das ab? Was passiert danach? Nur nochmal zur Erinnerung: alles, wirklich alles über meine Finanzen ist denen bekannt , habe gestern die Einkommensbescheinigung für Februar abgeschickt . Ich möchte einfach verzichten. Danke euch schonmal und sorry für den langen Text.

Expertenantwort
von isomatte, Community-Experte für Jobcenter, 58

Es reicht völlig aus wenn du dem Jobcenter eine formlose schriftliche Nachricht schreibst,dass du ab z.B. 01.05.2016 freiwillig auf zustehende Leistungen verzichtest !

Das sollte in der Regel ausreichen,du müsstest dann nur noch zur abschließenden Anspruchsberechnung Einkommensnachweis und Kontoauszug aus April vorweisen,wenn du für diesen Monat auch noch Leistungen bekommst.

Du kannst dann auch jeder Zeit für die Zukunft diesen freiwilligen Verzicht zurück nahmen und einen neuen Antrag stellen.

Kommentar von isomatte ,

Was den Unterhalt betrifft,stellst du beim zuständigen Jugendamt einen Antrag auf Unterhaltsvorschuss !

Der steht dir max. für 72 Monate zu,längstens aber bis zur Vollendung des 12 Lebensjahres des Kindes.

Von 0 - 6 Jahre würden das 145 € sein und von 6 - 12 dann 194 €.

Antwort
von letiki05, 57

Mach es einfach so. Es wird niemand nachfragen, wovon Du leben wirst. Fall wird eingestellt, Akte zu und weg. Natürlich kannst Du jederzeit einen neuen Antrag stellen, falls Du doch nicht klar kommen solltest.

Kommentar von Noitulosba ,

Bist du da sicher? Ich habe natürlich viel gegoogled bevor ich mich dazu entschied doch hier eine Frage zu verfassen. Habe oft gelesen dass die Ämter dann noch im Nachhinein Kontoauszüge etc fordern... Für mich reine Schikane. Aber verstehen muss man das ja nicht...deshalb würde es mich sehr interessieren ob das schonmal jemand gemacht hat und wie das dann abgelaufen ist 

Kommentar von letiki05 ,

Da bin ich sicher. Kontoauszüge werden bei Arbeitsaufnahme angefordert um zu sehen, wann die erste Lohnzahlung erfolgt ist. In Deinem Fall heißt das, Du müsstest die Lohnabrechnung bzw. den Kontoauszug von April einreichen. Was im Mai gezahlt wird, interessiert nicht mehr.

Antwort
von Akka2323, 65

Kläre erst mal ab, was mit Euerer Krankenversicherung ist, bevor Du da auf was verzichtest.

Kommentar von Noitulosba ,

Es ist ja eine richtige Teilzeitstelle, unbefristet und Sozialversicherungspflichtig - mein Arbeitgeber zahlt meine (unsere) Krankenversicherung und von meinem Lohn geht ein Teil runter für die ganzen Versicherungen (Kranken-, Pflege-, Rentenversicherung ). Nicht verwechseln mit 450 Euro Job denn das ist es nicht ;)

Kommentar von Akka2323 ,

Dann ist es gut.

Kommentar von Noitulosba ,

Hast du denn eine Idee zu meiner Frage? 

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