Frage von KaptainNemo, 39

ALG2 / U25 / abgeschlossene Ausbildung / wohnhaft bei den Eltern?

Ich (24) bin aktuell wohnhaftig in meiner eigenen Wohnung in Leipzig, zurzeit jedoch krankheitsbedingt (nicht krank geschrieben) bei meinen Eltern in Heilbronn, müsste dort auch noch etwas bleiben und würde Ende der Woche einen ALG2 Antrag stellen, da mein ALG1 Anfang April ausgelaufen ist. Ich habe eine abgeschlossene Ausbildung.

Den ALG2 Antrag kann ich rückwirkend für den Monat stellen, soweit weis ich bescheid.

1.Da ich aktuell in Heilbronn bin, müsste ich mich ja ummelden und bilde dann eine Bedarfsgemeinschaft mit meinen Eltern. Dann bekomme ich keine Unterstützung, ist das richtig?

2.Kann ich meinen Hauptwohnsitz in Leipzig belassen und einen (krankheitsbedingten) Nebenwohnsitz bei meinen Eltern eintragen lassen, so das ich dann in Heilbronn zum Amt gehen kann?

3.Wie sieht es mit der KV aus? Aktuell habe ich noch nachgehenden Versicherungsschutz vom ALG1

Vielen Dank schon mal.

Antwort
von Kuno33, 26

Zu 1.: Ob Du Geld bekommst oder nicht, hängt von allen Einkünften ab. Wenn Deine Eltern viel Geld verdienen und Vermögen haben, dürfte der Antrag kaum durchsetzbar sein. 

Zu 2.: Warum bist Du mit Zweitwohnsitz bei Deinen Eltern gemeldet? Wohnst Du dort oder bist Du als Gast dort? Es könnte so auch noch Zweitwohnungssteuer auf Dich zukommen.

Wenn Du krank und deshalb arbeitsunfähig bist, müsstest Du Krankengeld bekommen. Dem Arbeitsmarkt stehst Du ja nicht zur Verfügung. Da Du nicht krank geschrieben bist, sollte der Antrag auf ALG2 ja grundsätzlich möglich sein.

Zu 3.: Als Empfänger von ALG1 oder 2 bist Du krankenversichert. Wenn Du eine derartige Leistung nicht bekommst, musst Du Dich selbst krankenversichern. Das ist teuer und ohne Einkünfte nur schwer bezahlbar. Es besteht die Gefahr, dass Du in eine Schuldenfalle kommst. Tust Du gar ichts i. S. Krankenversicherung, droht Dir eine dicke Nachzahlung mit Zinsen, wenn Du wieder in die Krankenkasse gehst.

Am besten wäre es, die Zweitwohnung aufzugeben und die Dinge über den (ehemals ersten) Wohnsitz zu regeln. Dies müsste dann aber auch Realität sein. Eine Änderung nur um Geld zu bekommen, ist problematisch.

Kommentar von KaptainNemo ,

Danke für die rasche Antwort.

Aktuell bin ich nur an meinem Hauptwohnsitz in Leipzig gemeldet und als "kranker" Gast bei ihnen, zum auskurieren. Meine Eltern haben beide Einkünfte und Vermögen. Darin sehe ich nämlich den Nachteil für mich. Ich kann ja nicht die 500km nach Leipzig fahren, um mich dort beim Amt zu melden, somit müsste ich mich auf meine Eltern ummelden. Und da gibt's wohl keine Bezüge.

Aber wie sieht es bei einer Bedarfsgemeinschaft dann mit der Versicherung aus? Ich gehe trotzdem zum Amt, bekomme dann zwar keine Bezüge, bin aber versichert? 

Kommentar von Kuno33 ,

Das weiß ich nicht zu 100%. Ich halte es aber für sehr wahrscheinlich, dass dann die Krankenversicherung nicht übernommen wird. Und dann wird es richtig teuer.

Antwort
von haufenzeugs, 12

wenn du dich ummeldest, dann solltest du deine wohnung in leipzig aufgeben. wennd eine eltern genügend verdienen, bekommst du aufgrund bg und u25 natürlich keine leistungen mehr.

2. du solltest den hauptwohnsitz in leipzig belassen und wieder nach hause gehen. wenn du das nicht kannst, dann löse den wohnsitz auf, melde dich um und verzichte auf leistungen die du dann nicht mehr bekommst unter umnständen.

3. die krankenversicherung zahlen dann deine eltern oder du machst schulden.

Kommentar von KaptainNemo ,

Naja, die Wohnung in Leipzig ist auch eher ein Platz bei einem Freund für umsonst aber wie gesagt, mein Hauptwohnsitz. 

Einzigste Option wäre dann wohl, einen ALG2 Antrag mit Anfrage auf eigene Wohnung zu stellen? Oder hätte diese schon vorhanden seien müssen, bevor ALG2 beantragt wird? 

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