Frage von Nutzer459, 58

ALG II und Selbstständigkeit?

Hallo ,

Die Situation ist folgende:

Ich hatte ein Betriebsergebnis von ca. 500 € bisher. Nun habe ich für die nächsten 12 Monate als Prognose ca. 700 € angegeben (Ich möchte das prinzipiell erreichen, bekomme derzeit einen gewissen Druck: "Mehreinnahmen oder zur Verfügungstellung dem Arbeitsmarkt", aber zukünftig auch Hilfe in Form eines Unternehmensberaters welche das Ziel verfolgt mehr zu verdienen)

Im Schreiben des JC heißt es, es würden sich keine Leistungen ergeben mit dieser Prognose, ich müsse mich selbst krankenversichern, hierzu würden aber Zuschüsse gewährt. Ich solle mich in Verbindung setzen.

Bevor ich dies tue bitte ich hier zuvor um Rat:

Ich habe noch Schulden bei der Krankenkasse von ca. 400 € aus vorangegangener freiwilliger Versicherung. (hatte nebenberuflich angegeben ca. 160 €)

Der Beitrag des Jobcenters zur KV beträgt ca. 105 € ( war vorher mal höher, keine Ahnung, mehr ist es aber nicht) Der Beitrag für Selbständige beträgt: ca. 360 € (hauptberuflich), 160 € (nebenberuflich).

Das Betriebsergebnis würde sich wie folgt vermindern:

von 700 € auf 340 € bei Angabe von hauptberuflicher Selbständigkeit von 700 € auf 540 € bei nebenberuflicher Selbständigkeit ab Januar 2017 vorher: November, Dezember 2016 von 600 auf 240 € (hauptberuflich) oder 440 € (nebenberuflich)

Beruht aber alles auf Prognosen, im Prinzip habe ich das auch so angegeben um ein Vorankommen zu signalisieren. Ich habe kein Warenlager und finanziere Ware aus den laufenden Einnahmen.

Wie könnte ich bezuglich der Krankenversicherung weiter vorgehen? bzw. ev auch der regulären Leistungen.

Danke und Gruß

Antwort
von nersd, 29

Wo bist du derzeit krankenversichert? Bei Bezug von ALG II hat das JC die kompletten Beiträge voll zu tragen (GKV) bzw. bis zur Hälfte des Basistarifes (PKV).

Setze deine Prognosen realistisch da an, wobei du dir sicher bist. Verdienst du mehr, wird das JC zu viel geleistete Zahlungen zurückfordern (Bescheide sind vorläufig bis zur Vorlage des Einkommens). Besser als andersrum, denn Nachzahlungen erfolgen keine, falls das Einkommen niedriger ausfällt.

Kommentar von Nutzer459 ,

Ich habe noch keinen Bescheid,

ich soll mich selbst versichern, aber damit wäre das bereinigte Einkommen:

November, Dezember 2016: ca. 100 €

Januar-März 2017 ca. 200 €

ab April 2017: ca. 300 €

es ergibt sich also daraus ein Widerspruch

Kommentar von nersd ,

Was für ein "bereinigtes" Einkommen? So etwas gibt es nicht. Es gibt nur den Umsatz (Einnahmen) und Kosten (Betriebskosten). Daraus ergibt sich der Gewinn. Dieser ist relevant, sonst nichts. Ergibt sich aus diesem, dass du AlG II-Anspruch hast, wird wie o.g. die Krankenversicherung übernommen. Wenn nicht, dann nicht.

Es ist also durchaus möglich, dass man am Ende weniger hat, wenn man keinen AlG II-Anspruch hat als andersrum.

Die Krankenversicherung hat also nicht das Geringste damit zu tun, ob ein Anspruch auf AlG II besteht oder nicht.

Kommentar von nersd ,

Wie schon geschrieben, wenn du schlussendlich Anspruch auf AlG II hast,
wird der Beitrag zur GKV voll übernommen. Die Krankenkasse muss ihn dann
entsprechend auf diesen Betrag anpassen. Ist aber alles kein Ding, weil
gesetzlich so geregelt. Auch bei PKV bekommst du den vollen Beitrag,
der wird je nach JC mal direkt an die Versicherung, mal an den
Leistungsbezieher gezahlt. Obergrenze ist dort allerdings der halbe
Basistarif (einen entsprechenden Bescheid stellt die PKV aus und muss
dem JC vorgelegt werden). Ist der eigene Tarif günstiger, muss man also
nicht in den Basistarif wechseln.

Antwort
von Turbomann, 40

Vielleicht helfen dir diese Hinweise weiter

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