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Albert Lichtenstein

Frage von fishfinger fishfinger

Hallo,

Ich sitze heute schon fast den Ganzen Tag an meiner Hausaufgabe und ich komme einfach nicht weiter.Die anderen Aufgaben haben ich schon erfüllt und im Internet finde ich einfach nicht. Wir sollen in dem Gedicht von Alfred Lichtenstein eine Zeile Charackterisieren. Wer kann mir helfen:

Prophezeiung

Einmal kommt - ich habe Zeichen - Sterbesturm aus fernem Norden. Überall stinkt es nach Leichen. Es beginnt das große Morden.

Finster wird der Himmelsklumpen, Sturmtod hebt die Klauentatzen. Nieder stürzen alle Lumpen. Mimen bersten. Mädchen platzen.

Polternd fallen Pferdeställe. Keine Fliege kann sich retten. Schöne homosexuelle Männer kulllern aus den Betten.

Rissig werden Häuserwände. Fische faulen in dem Flusse. Alles nimmt ein ekles Ende. Krächzend kippen Omnibusse.

Alfred Lichtenstein

Das was Fett gedruckt ist müssen wir Charackterisieren.Noch eine Frage: Gibt esa Seiten auf dennen Steht,welche Stilmittel für einen Dichter besonders bekannt sind ?

lg

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Antworten (2)

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    Antwort von Josia Josia

    Hallo, entschuldige bitte meinen entsetzten Worterguss...

    Was für ein/e extremperverse/r Lehrer gibt ihren/seinen Schülern solche Verse vor? Hat diese Person noch alle Latten am Zaun? Da muss doch was total schief gelaufen sein in den letzten Jahren der Pädagogik.

    Ich glaub ich ziehe aus Deutschland aus... oder schicke meine Kinder an eine Privatschule.

    Hat das gar keine Wellen geschlagen im Lehrerzimmer oder euren Eltern ...oder studierst Du solchen ... ich schreibe es besser nicht aus.

    Entsetzt, aber freundliche Grüße schickend, Josia

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    Antwort von Freebyte Freebyte

    Also nur eine Zeile bzw. einen Ausschnitt davon charakterisieren - ich kann mir nicht vorstellen, dass das die Aufgabenstellung ist.

    Aber so ein grober Ansatz für das Gedicht: Es ist Teil seiner Gedichtesammlung "Die Dämmerung", herausgegeben 1913. Lichtenstein trat im Oktober 1913 als Freiwilliger in das bayerische 2. Infanterieregiment in München ein und war im ersten Weltkrieg von Anfang an dabei. Seine Erlebnisse über die Kriegsgrausamkeiten und seine Todesahnungen drückte er in seinen Gedichten aus (er starb tatsächlich am 25. September 1914 an der Westfront in Frankreich).

    Das Gedicht "Prophezeiung" nahm also die Schrecken des Krieges voraus.

    Die benutzten Stilmittel sind Allegorie, Parallelismus und Neologismus (bitte selber ergoogeln was das ist).

    Und so grob durchs Gedicht: Erste Zeile noch fassbare Lyrik, Zeile 2+3 groteske Bilder und Wortneuschöpfungen um das Grauen des kommenden Krieges zu beschreiben. Zeile 4 dann beschreibung des finsteren Endes.

    Ein Muster für eine Lichtenberginterpretation findest Du hier: http://www.antikoerperchen.de/material/27/gedichtinterpretation-alfred-lichtenst...

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