Hallo Zusammen Es gibt verschiedene Meinungen zu Albert Einstein und seine Nationaliät in seinen letzten Jahren. Ich habe jedenfalls verschiedene gefunden. Kann mir jemand sagen, ob er Schweizer geblieben ist bis zuletzt oder ob er in den sogenannten "Berliner Jahren" seine Deutsche Nationalität zurückbekam...? War er gar Doppelbürger? Danke für eure Quellenangaben :) Gruss Hidalgo
Albert Einstein - Gebürtiger Deutsch, dann Schweizer, und dann????
| Abstimmungen | |
|---|---|
| Schweizer | 1 |
| Deutscher | 0 |
| Beides | 1 |
Antworten (6)
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5Hilfreichste & RatgeberHelden AntwortAntwort von
AlbrechtAlbrecht
Nach Biographien ist Albert Einstein 1901 Schweizer Staatsbürger geworden und hat diese Staatsbürgerschaft nicht abgelegt/verloren. Er hatte in bestimmten Zeiträumen eine doppelte Staatsbürgerschaft (neben der Schweizer für kurze Zeit die österreichisch-ungarische, für längere Zeit die preußische bzw. deutsche Staatsbürgerschaft und später die der USA). 1940 ist Einstein Bürger der USA geworden.
Albert Einstein. Dargestellt von Johannes Wickert, Überarbeitete und erweiterte Neuausgabe. 3. Auflage. Reinbek bei Hamburg : Rowohlt Taschenbuch Verlag 2005 (Rowohlts Monographien ; 50666), S. 169: 21. Februar 1901 Bürger der Stadt Zürich
S. 81 – 82: Von der Berufungskommission der Universität Prag und dem österreichischen- ungarischen Unterrichtsministerium erhielt Einstein die Berufung auf einen Lehrstuhl für theoretische Physik (nach S. 170 am 15. April 1911, im Februar 1912 Berufung an die ETH Zürich)
S. 83: „So wurde er Ordinarius und - nach eigenem Bekenntnis sehr ungern – österreichischer Staatsbürger.“
S. 120: Sieben Jahre nach seiner Ankunft in Princeton musste Einstein zusammen mit Tochter Margot und der Sekretärin Dukas eine Prüfung bestehen, um die amerikanische Staatsbürgerschaft zu erhalten. Sein Englisch und die erwarteten Einstellungen wurden akzeptiert. Am Tage der Kapitulation Frankreichs, am 1. Oktober 1940, konnte die Vereidigung feierlich vollzogen werden. Abgeordnete hatten schon Jahre früher bei Präsident Roosevelt ein Gesuch eingereicht, dem berühmten Schweizer Bürger Einstein die amerikanische Staatsbürgerschaft per Regierungsanordnung zu übertragen. Doch die Verfassung ließ ein solches Verfahren nicht zu.“
S. 121 Photographie, auf der Einstein, seine Tochter Margot und Sekretärin Helen Dukas den Eid auf die amerikanische Verfassung schwören
S. 172: 1. Oktober 1940 amerikanische Staatsbürgerschaft, Vereidigung in Trenton (New Jersey)
Jürgen Neffe, Einstein : eine Biographie. 2. Auflage. Reinbek bei Hamburg : Rowohlt, 2005, S. 132: „Im Dezember 1901 hat er sich um den Posten beworben. Das dazu erforderliche Schweizer Bürgerrecht ist ihm schon am 21. Februar desselben Jahres nach längere Hin und her zuerkannt worden. Der Züricher Stadtrat hat sogar einen Privatdetektiv auf ihn angesetzt. Der bescheinigt ihm mit dem Zusatz »Abstinent«, ein »sehr eifriger, fleißiger und äußerst solider Mann« zu sein. Schließlich ist Albert zur Befragung vor die zuständige Sektion des Stadtrats geladen worden, die ihn anstandslos als Neubürger akzeptierte. Von seiner Liebschaft und deren Schwangerschaft dürfen die Schweizer natürlich nichts wissen. Seine mögliche Furcht, nun in der Schweiz Militärdienst leisten zu müssen, erweist sich als unbegründet: Wegen Krampfadern, Plattfüßen und Fußschweiß wird auf sein Mitwirken verzichtet.“
S. 183: Preußische Akademie zeigt am 22. November 1913 offiziell die Wahl Einsteins zu ihrem Mitglied an
S. 184: im April 1914 Eintreffen in Berlin, Einstein wird am 1. Oktober Direktor des Kaiser-Wilhelm-Instituts für Physik
S. 305 – 306: „Zur angeblichen »Einbürgerung« über Einsteins Kopf hinweg ist viel geschrieben worden. Er selbst teilt im Juli 1938 seiner geschiedenen Frau Mileva auf Anfrage mit: »Erst 1919 drang die Akademie in mich, neben dem schweizer Bürgerrecht auch das deutsche zu akzeptieren. Ich war so dumm und gab damals nach«. Nach Aktenlage hat er »den Beamteneid abgelegt, und zwar am 1. Juli 1921 auf die preußische Verfassung«; also »folgert die Akademie, daß Herr Einstein dadurch ohne weiteres die deutsche Reichsangehörigkeit erworben hat«.
Offiziell erklärt der Eingebürgerte erst im Februar 1924, dass er neben der Schweizer auch die preußische Staatsbürgerschaft besitzt –wenn auch defensiv: »Gegen diese Auffassung habe ich nichts einzuwenden.« Anfangs 1925 beantragt er für seine vorerst letzte große Auslandsreise nach Südamerika sogar einen deutschen Pass. Das Dokument wird ihm mit ausdrücklicher Unterstützung von Außenminister Gustav Stresemann bewilligt.“
S. 316 (zum Jahr 1933): „Am 4. April beantragt er von Ostende aus seine preußische Staatsangehörigkeit zu beenden – ein Verwaltungsakt mit Folgen: Statt den »Scharlatan« und »prominenten zionistischen Hetzer« einfach zu entlassen, soll er die »entehrende Strafe« der Ausbürgerung zu spüren bekommen. Sie erfolgt erst am 24. März 1934.“
Kommentar von
JoeWiedJoeWied Einstein war Jude. Nur dass es zu jenem Zeitpunkt faktisch kein jüdsches Land gab.
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5Antwort von
Vivi2010Vivi2010
Albert Einstein (* 14. März 1879 in Ulm, Königreich Württemberg (Deutsches Reich); † 18. April 1955 in Princeton, USA) war ein theoretischer Physiker.
Seine Beiträge veränderten maßgeblich das physikalische Weltbild; 100 führende Physiker wählten ihn 1999 zum größten Physiker aller Zeiten.Im Laufe seines Lebens hielt er teilweise überlappende Staatsbürgerschaften folgender Länder bzw. Nationen:
Württemberg (1879–1896; im Verband des Deutschen Reichs),
Schweiz (1901–55), Österreich-Ungarn (1911–1912),
Königreich Preußen (1914–1918) bzw. Freistaat Preußen (1918–1933; somit 1914 bis 1933 wieder im Deutschen Reich)
und zuletzt zusätzlich zur Schweizer noch die Staatsbürgerschaft der USA (1940–1955).
Von 1896 bis 1901 war Einstein staatenlos.Kommentar von
Hidalgo danke
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Danke dir! War hilfreich :D lgh