carsten75 am 20.10.2007 um 17:04 Uhr
Sind Bücher heutzutage noch in, oder zieht jeder seine Infos/Lektüren aus dem Netz, oder eventl. Hörbücher? Hat jemand noch Lexikas zu Hause? Ist das Papier tot, oder gibt es noch Leute die Bücher zu schätzen wissen?

Na klar, ich lese für mein Leben gern. Gerade im Flieger habe ich es mal mit einem Hörbuch versucht. Ist nichts für mich. Ich möchte auch mal ein oder zwei Seiten zurückblättern können.
Nur Lexika, die habe ich nicht mehr im Haus, denn deren Inhalt kann ich gut aus dem Netz ziehen.
Und wie gesagt: Lesen bildet.

Nix da - Meine dicken Schmöker und Wälzer laß ich mir nicht nehmen! Ein gutes Buch am Abend im Bett oder am Wochenende auf dem Sofa ist doch urgemütlich. Hörbücher habe ich kein einziges, da kann ich gleich Film gucken mit Kopfhörer und mach das Bild weg. Lexikas habe ich 5 komplette Bände, in denen ich immer wieder darin herumstöbere. Papier LEBT!

Das Buch in Papierform wird es immer geben. Es ist doch ziemlich ungemütlich online zu lesen. Hörbücher kämen für mich erst in Frage, wenn ich mein Augenlicht verlieren würde.

Natürlich hat das Buch nicht ausgedient.
Das Internet dient der aktuellen Recherche. Das Hörbuch hat allenfalls bei längeren Autofahrten einen Sinn.
Das Buch indessen ist die Grundlage. Man versuche einmal, einen längeren qualitativ hochwertigen Text am Bildschirm zu lesen. Es geht nicht.
Man muß auch einmal die Gedanken schweifen lassen und die Lektüre an der Stelle wieder aufnehmen, wo man den Finger hingelegt hat. Man muß auch direkt Seiten vor und zurück schlagen können, wo man sein Lesezeichen hineingesteckt hat.
Ein Buch kann man mitnehmen und auf einer Bank im Park lesen, ohne darüber nachzudenken, ob man genügend Akkukapazität hat.
Kurzum: Das Buch ist unersetzlich.
Das Buch ist, seit es den Druck gibt, das Medium in dem tief gedacht und das Gedachte verbreitet wird. Da keine Zivilisation ohne tiefes Denken funktionieren kann, wird es auch weiter Bücher geben. Für neugierige Menschen, die ihren Wissensdurst nicht aufschieben wollen, bis sie ihren Rechner angeworfen haben, wird es auch weiterhin Nachschlagewerke geben.
Nachrichten, Informationen und ähnliches suche ich mir auf jeden Fall im Internet. Zum Lesen ziehe ich allerdings Bücher vor. Ein Laptop macht sich ja auch nicht besonders gut im Bett, in dem ich am liebsten lese. Auch Rezepte gibt's bestimmt weiterhin als Buch, die kann Mann/Frau sich nämlich viel besser in der Küche hinlegen.

Die Frage war wirklich allgemein gehalten, ich persönlich lese recht wenig Romane, Krimis etc. , sammle aber Fachliteratur in Form von Büchern (z.B. Architektur, Medizin, Kochbücher, Wissenschaft) und schlage eigentlich auch regelmäßig darin nach. Ich mag meine Bücher, muß aber eingestehen, daß das Internet aktueller ist.
Da musst du genauer werden. Meinst du jetzt das Buch als Informationsquelle oder allgemein "das Buch". Als Informationsquelle hat es meiner Meinung nach auf jeden Fall ausgedient, jeder Mensch mit einem Internetanschluss sucht sich die Antwort seiner Fragen etwa auf Wikipedia, Google oder gutefrage.net zusammen, statt mühseelig im Lexikon zu blättern, die häufig ja auch nicht akutell sind
Das Buch an sich ist allerdings immernoch geschätzt, wie ich denke vor allem zur Unterhaltung.
Nachrichten oder andere Informationen hole ich mir gerne aus dem Netz, da es Zeit, Geld und Papier spart. Aber 'richtige' Geschichten etc lese ich lieber in Papierform. Und so ein volles Buecherregal hat doch auch was gemuetliches.