Frage von FabiMaurice,

Aktive Rechnungsabgrenzung bei Zeitschriftenabo

Hallo, ich will Buchführung üben und sitze hier gerade an einer alten Prüfungsaufgabe und komme nicht weiter, please help me.

Die Bubi AG erhält und überweist am 10.10.2009 die Rechnung für das Jahresabonnement der Fachzeitschrift "BIL" in Höhe von 1200 € für den Zeitraum 01.10.2009 - 30.09.2010. a)Welche Buchung ist in 2009 vorzunehmen? Buchungssatz! b) Welche Buchung muss die Bubi AG im Geschäftsjahr 2010 vornehmen? Buchungssatz!

VIELEN DANK im voraus!

Antwort von SirBen,
1 Mitglied fand diese Antwort hilfreich

Hallo zusammen,

eine gutes Beispiel zum Buchen der aktiven Rechnungsabgrenzungsposten findet man unter:

http://azubi-wissen.de/bibliothek/industriekaufmann/rechnungswesen/jahresabschlu...

Hoffe es hilft dem einen oder anderen :D

Antwort von Welling,
1 Mitglied fand diese Antwort hilfreich

In unserer Kammerprüfung hier wird in dem Fall folgendes verlangt: 10.10.: Zeitschriften (Aufwandskonto) an Bank 1200 €. Buchung am 31.12. Aktive RA an Zeitschrift 900 €. anfang Januar 2010: Aktive RA an Eröffnungsbilangkonto 900 €. und Zeitschriften an Aktive RA 900 €. Sollte in 2009 nur eine Buchung verlangt werden, dann am 10.10. Zeitschriften 300 € und Aktive RA 900 € an Bank 1200 €. Da von Vorsteuer keine Rede ist, habe ich sie nicht berücksichtigt

Antwort von paddelheini,
1 Mitglied fand diese Antwort hilfreich

Sorry dir Buchungsvorschlag von Carlchen10 ist definitiv falsch, bzw. nur bei einem Überschussrechner anzuwenden. Da Du aber explitiet nach ARP gefragt hast, gehe ich mal davon aus, daß die Kontierung für einen Bilanzierer gefragt war (ist in den meisten Prüfungsaufgaben so).

Bei einem Bilanzierer sind mehrere Buchungen nötig.

In 2009: Zunächst der Rechnungseingang, Der Betrag muss aufgeteilt werden.

300 ERU Zeitschriften/Bücher an Verbindlichkeiten aus L+L bzw Kreditor mit VSt-Schlüssel 7% sowie

900 EUR ARA an Verbindlichkeiten aus L+L bzw. Kreditor mit Vorsteuerschlüssel 7%.

Dann der Zahlungsvorgang: 1.200 EUR Verbindlichkeiten aus L+L bzw Kreditor an Bank

In 2010 mit Buchungsdatum 1.1.10. 900 EUR Aufwand Zeitschriften/Bücher an ARA

Hoffe ich konnte helfen.

Kommentar von FabiMaurice,

Danke!

Kommentar von Carlchen10,

Meine Antwort ist nicht falsch. Kommt ja unterm Strich das selbe raus wie bei dir. Musst mal T-Konten dazu malen. Erst überlegen, dann meckern. Übrigens: bei einem EÜ-Rechnung gibts keine ARAP!!

Kommentar von paddelheini,

Direkt Aufwand an Bank buchen ist sehr wohl falsch! Zumindest in einer Prüfungsaufgabe. Das kann man mal in der Praxis bei einem kleinen Mandanten machen, aber korrekt ist es trotztdem nicht. Grund: Der Mandant hat bei Deiner Buchungsmethode am Jahresende keine Übersicht wie viel Geld er bei welchem Lieferanten ausgegeben hat. für viele ist das wichtig. Und das ARA nix mit Überschussrechnern zu tun hat hab ich ja geschrieben.

Und noch was. Wir haben beide einen Fehler gemacht. Nämlich bei der ARA-Auflösung in 2010. Nicht 900 EUR sind aufzulösen sondern 841,12 EUR, Vorsteuerabzugsberechtigung vorausgesetzt.

Kommentar von FabiMaurice,

Danke, ich verstehe was du meinst mit der Lieferanten-übersicht am jahresende, ist ja auch sinnvoll. Aber unser Prof will dass wir an verbindlichkeiten nur buchen, wenn noch nicht bezahlt wird. Bei der Zeitschriftenabo Aufgabenstellung will er ja dass direkt bezahlt wird, es steht ja da "erhält und überweist die Rechnung". Im Betrieb würde man natürlich erst den Kreditor bebuchen um eine Verbindlichkeit entstehen zu lassen die dann beim Überweisungslauf beglichen wird.

Antwort von Carlchen10,
1 Mitglied fand diese Antwort hilfreich

2009: 1.200 € Zeitschriften,Bücher an Bank mit Vorsteuerschlüssel 7% (bei SKR 04 (806820 an 1800); 900 € ARAP an Zeitschriften/Bücher (SKR 04 1900 an 6820); 2010: EB-Wert vortragen und buchen 900 € Zeitschriften,Bücher an ARAP (SKR 04 6820 an 1900

Kommentar von FabiMaurice,

Danke für Deine schnelle Antwort. Ich verstehs aber noch nicht so ganz. Die 300, die bereits 2009 fällig sind könnte man die nicht auf Zeitschriften buchen? Ist ja quasi schon abgeschlossen.

Geht nicht vielleicht

2009: Aktive Rechnungsabgrenzung 900,- € Zeitschriften 300 ,- € an Bank 1200 €

und

2010 Zeitschriften 900,- € an Aktive Rechnungsabgrenzung 900,- €

? Aber die Vorsteuer?

Sorry, bin ganz durcheinander.

Kommentar von paddelheini,

Schon etwas besser als carlchen Vorschlag, aber immer noch falsch. Direkt Aufwand an Bank bucht man nur bei einem Überschussrechner, der hat aber wiederrum nix mit ARA am Hut.

Die Vorsteuer wird mit einem Vorsteuerschlüssel automatisch gezogen. Aber man kann statt Vorsteurschlüssel Nettobetrag und Vorsteuerforderung natürlich auch manuell aufteilen. (Macht in der Praxix kein Menschj. Dann müssten meine Aufwandsbuchungen in meiner obigen Frage weiter aufgeteilt werden:

169,73 Vorsteuerforderungen 7% an Kreditor sowie

257,57 EUR Aufwand Zeitschriften/Bücher an Kreditor sowie

772,70 EUR ARA an Kreditor

Alle anderen Buchungen bleiben unverändert, also wie oben in meiner Antwort beschrieben.

Kommentar von FabiMaurice,

DANKE AN EUCH BEIDE FÜR EURE BEMÜHUNGEN aber so ganz kapier ich es nicht. Wir müssen alles immer auflisten. Vielleicht sollte ich noch erwähnen dass wir Vorsteuer immer aufteilen müssen bei dem Prof. und dass alle Rechnungsangaben in seinen Aufgaben immer netto-Angaben sind. Ich hab ein Beispiel von ihm, allerdings für passive Rechnungsabgrenzung: Am 01. Oktober 2001 erhält die Skapen GmbH 3600 € Halbjahresmiete für einen LAgerraum für die Zeit vom 01. Oktober 2001 bis 31. März 2002 durch Banküberweisung im Voraus. LÖSUNG: 1800 Bank 3600,- € an 4860 Grundstückserträge 1800 € an 3900 Passive Rechnungsabgrenzung 1800,- €

Leider gibts in dem Beispiel ja keine Steuern. Aber ich wollte Euch mal zeigen wie der Prof das immer will. Neue Ideen zu meinem Zeitschriftenfall?

Kommentar von Carlchen10,

Wie kommst du auf die Vorsteuer: in 1.200 € Butto sind 7% Vorsteuer 78,51 € (1.200 € x 7/107). Demzufolge stimmen auch die Nettobeträge nicht! Und übrigens: Ich kann auch bei einem EÜ-Rechner Kosten gegen Bank buchen.Es ist nicht zwingend vorgeschrieben, dass ich alles erstmal gegen Verbindlichkeiten buchen muss. Kreditoren sind übrigens Lieferantenverbindlichkeiten (Materiallieferungen). Bekommt eine Firma Zeitungen zugestellt, wie in der Anfrage, sind das sonstige Verbindlichkeiten, sofern die Zeitschriften in der Firma nicht weiter verkauft oder bearbeitet werden.

Kommentar von FabiMaurice,

Also da die Beträge bei ihm immer netto sind, sind die 1200,- € auch netto. STIMMT DANN VIELLEICHT DAS?

2009: Aktive Rechnungsabgrenzung 900,- € Zeitschriften 300 ,- € Vorsteuer 7% 84,- € an Bank 1284€

und

2010 Zeitschriften 900,- € an Aktive Rechnungsabgrenzung 900,- €

--> Stimmt das so? --> Kommt wirklich in 2009 die gesamte VOrsteuer rein obwohl die 900 erst 2010 bezahlt werden?

Kommentar von Carlchen10,

Bingo, wir habens geschafft! Vorsteuer kann immer mit erhalt der Rechnung gezogen werden.

Kommentar von FabiMaurice,

Dankeschön, was lange währt wird endlich gut. DANKE EUCH BEIDEN... Das Skript von diesem Professor ist nicht wirklich aufschlussreich und ich muß mir jede Menge selbst erarbeiten... wenn ich wieder Fragen habe meld ich mich, wär schön von Euch zu hören! DANKE!

Kommentar von paddelheini,

Wieder falsch. Ein Lieferant ist ein Lieferant! Egal ob er nun Handelsware liefert oder Verbrauchsmaterial. Es gibt genug Unternehmen die haben mit Handelsware überhaupt nix am Hut (Versicherungsmakler, Logistiker, wir beide, IT-Unternehmen usw). Selbstverständlich buche ich auch da debitorisch/kreditorisch. Das ganze hat ja nicht nur den Grund, daß der Cheff wissen will wie viel er wo gekauft hat. Was machst Du wenn der Cheff ankommt: " Diese Mahnung hatte ich doch schon bezahlt, oder? Schaun sie mal nach wann." Ich brauch dann nur auf den Kreditor gucken. is nen Saldo da, ist die Mahnung berechtigt. Du musst dann mühselig anfangen die komplette Bank zu durchforsten. Viel Spass wenn der Mandant dann 5 oder gar 10 Banken hat.

Kommentar von Carlchen10,

wegen der Vorsteuer: vollständig in 2009 abziehbar, deshalb auch der volle Betrag 1.200 € mit VSt-Abzug (Zahlung gegen Kosten mit VSt Abzug)und der Betrag, der für 2010 Kosten ist (841,12 € netto von 900 € bei 7% VSt) wieder aus Kosten an ARAP buchen in 2009. In 2010 dann den Nettobetrag 841,12 € gegen Kosten.

Kommentar von FabiMaurice,

Also da die Beträge bei ihm immer netto sind, sind die 1200,- € auch netto. STIMMT DANN VIELLEICHT DAS?

2009: Aktive Rechnungsabgrenzung 900,- € Zeitschriften 300 ,- € Vorsteuer 7% 84,- € an Bank 1284€

und

2010 Zeitschriften 900,- € an Aktive Rechnungsabgrenzung 900,- €

--> Stimmt das so? --> Kommt wirklich in 2009 die gesamte VOrsteuer rein obwohl die 900 erst 2010 bezahlt werden?

Kommentar von paddelheini,

Ja korrekt, Vorsteuer ist in dem moment abzugsfähig wo die Rechnung vorliegt. Ich bin zunächst davon ausgegangen, daß 1200 EUR butto sind, wenn dies netto war, dann stimmen Deine Zahlen jetzt. Ich würde aber trotzden nie dierekt Aufwand an Bank buchen. Immer den Umweg über Personenkonten.

Sind Sie zufrieden mit Ihrem Besuch auf gutefrage.net?

Vielen Dank für Ihre Bewertung!

Wenn Sie möchten, können Sie uns hier noch Ihre Begründung hinterlassen:

Vielen Dank für Ihr Feedback!

Bis zum nächsten Mal ...

Keine passende Antwort gefunden?

Fragen Sie die Community