Frage von Hayla88, 195

Aktienhandel & Kapitalertragssteuer in der Schweiz als Deutscher?

Hallo liebe Community,

eine Frage zum Thema Aktienhandel & Kapitalertragssteuer in der Schweiz:

Wenn ein Deutscher nicht mehr gemeldet ist in Deutschland (also nicht mehr einkommenssteuerpflichtig in DE ist), sondern in der Schweiz und in der Schweiz angestellt ist: Wie werden steuerrechtlich seine Aktienhandel bzw. Kapitalgewinne aus Wertpapiergeschäften behandelt, die er manchmal tätigt?

Dabei können deutsche und andere inernationale Aktientitel gehandelt werden.

Ich danke sehr für eure Antworten im Voraus.

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Antwort
von expermondo, 5

Hallo Hayla88,

Schau mal bitte hier:
Finanzen Steuern

Antwort
von RudiRatlos67, 93

Die Gewinne sind in dem Land zu versteuern, in dem der Aktionär oder Trader seinen 1. Wohnsitz hat. Spielt aber keine große Rolle da diese Steuern Weltweit fast einheitlich sind. Es gibt nur einen großen Vorteil den man beachten sollte.... Bei Brokern im Steuerrechtlichen Heimatland des Aktionärs oder Traders müssen Gewinne dann versteuert werden wenn sie erzielt werden. bei Brokern im Ausland dagegen erst am Ende des Jahres. Besonders bei kurzfristigen Investments ist das sehr wichtig, da man ein ganzes Jahr mit den Gewinnen weiter arbeiten kann und alles was am 31.12. und über den Jahreswechsel investiert ist vorerst nicht versteuern muss. Ich entnehme monatlich ein kleines Taschengeld und sende dann gleich 26 % meiner Entnahme (im Januar abzüglich des Freibetrages) ans Finanzamt.

Ein weiterer Vorteil ist, dass Kapital im Europäischem Ausland (außer im Land in dem der 1. Wohnsitz sich befindet) einem besonderen Schutz unterliegt. Das was vor ein paar Jahren in Zypern passiert ist, kann theoretisch überall in Europa passieren, aber der jeweilige europäische Staat kann nur eine Zwangsabgabe auf die Guthaben seiner Einwohner erheben.

Antwort
von guru61, 49

Kapitalgewinnsteuern gibt es in der Schweiz nicht: Wenn du Gewinne mit Aktienhandel machst, also eine Aktie für 100 Fr kaufst, und sie nachher für 200 Fr verkaufst, musst du die Differenz nicht als Einkommen versteuern.

In der Steuererklärung musst du aber den Kurswert abgeben. Dieser wird als Vermögen besteuert.

Kapitaleinkommen, wie Zinsen und Gewinnausschüttungen etc. sind als Einkommen zu versteuern. Um Dich da nachhaltig zu erinnern, werden dir 35% an der Quelle abgezogen. Das heisst, es werden nur 65% auf dein Konto gebucht. Dies ist die Verrechnungssteuer. Die bekommst du zurück, bzw. wird dir in der Steuerrechnung mit den Forderungen des Steueramtes verrechnet.

Ansonsten gibt dir jedes kantonale Steueramt Auskunft, wenn du anfragst. Da wir 26 kantonale und ein Bundessteuergesetz haben, kann man die hier auch keine weiteren Angaben machen.

Für die Tarife sind die Gemeinden zuständig. Da wir über 2000 Gemeinden haben, jede ihren eigenen Finanzhaushalt hat, und auch entsprechend den Steuerfuss festsetzt, musst du für eine noch genauer Auskunft die Gemeinde fragen. Meistens ist zwar der Gemeindesteuerfuss auch auf der Seite des Kantons angegeben.

Ach ja: Nicht angeben bringt nichts:

1. Der Höchststeuersatz in der Schweiz ist in der Regel geringer als sie Verrechnungssteuer, und

2. Steuerhinterziehung ist zwar kein Straftatbestand (wir lochen die Leute nicht ein und füttern sie noch durch), aber du wirst Nach- und Strafsteuern zahlen müssen, dass dir die Ohren wackeln. Steuerbetrug, der ist, wenn du Dokumente veränderst, ist aber trotzdem ein Straftatbestand. Für den kannst wandern.

Antwort
von kevin1905, 122

Wo betreibt er den Handel? Wo liegt das Depot?

Kommentar von Hayla88 ,

Das wäre eins der Internet Depot Portale , wie z.B. flatex, also ein Online Handelsanbieter. Wenn du auf den Geschäftssitz des Anbieters hinaus willst, denke ich nicht, dass er den Sitz in der Schweiz haben wird. Gehen wir deshalb vom Sitz des Anbieters in Deutschland oder England oder USA aus...

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