Frage von heynewbie, 41

Aktiengesellschaft wie funktioniert die?

Wenn ich jetzt eine Aktiengesellschaft gründe gehören mir dann anfangs alle Aktien selber? Wenn ich alle Aktien an jemand anderen verkaufe, gehört mir das ganze Unternehmen dann nicht mehr? Wenn ich z.B. eine Werkstatt hätte, als AG und ich verkaufe 100% , gehört die Werkstatt(also das Gebäude) dann immer noch mir? Sorry, aber ich blick da nicht ganz durch...

Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von Traveller24, 13

Die AG gehört immer demjenigen, der die Aktien hat. Wenn Du also eine AG gründest, dann gehörern in diesem Augenblick alle Aktien dir und somit auch das ganze Unternehmen. Wenn Du dann 10% der Aktien an jemanden anderen verkaufst, egal ob über die Börse oder am Küchentisch, dann gehören Dir nur noch 90% des Unternehmens und 10% gehören dem anderen. Wenn Du 100% der Aktien an jemand anderen verkaufst, dann gehört das ganze Unternehmen dem anderen und Dir gar nichts mehr.

Antwort
von archibaldesel, 18

Das Gebäude hat dir nie gehört. Es gehört der AG. Die AG ist eine rechtfähige Person. Und wenn du alle Aktien verkaufst, gehört das Gebäude noch immer der AG, die AG gehört aber dem Käufer der Aktien.

Antwort
von Myosotis16, 14

Vorüberlegung der AG Gründung

Die AG wird von vielen als „große Schwester“ der GmbH bezeichnet. Das mag in einzelnen Bereichen zutreffen, es gibt zwischen beiden Rechtsformen – obwohl beide Kapitalgesellschaften sind – aber dennoch einige gewichtige Unterschiede.

AG Unterschiede zur GmbH

Die AG betreibt grundsätzlich ein Handelsgewerbe, im Regelfall gibt es mehrere Gründer. Anders als die GmbH hat die AG als Organ auch zwingend einen Aufsichtsrat. Grundsätzlich eignet sich die AG als Rechtsform für Geschäftsvorhaben mit besonders hohem Kapitalbedarf einerseits und der (gewünschten) Option andererseits, die Anteile des Unternehmens an der Börse zu handeln.

Es ist immer abhängig von der gewählten Geschäftsstrategie, ob eine AG die tatsächlich geeignete Rechtsform für ein Gründungsvorhaben ist, oder nicht. Auch das höhere Einlagekapital (jedenfalls bei Bareinlage) kann ein Argument gegen die AG sein.

Eine Besonderheit stellen die sogenannte „kleine AG“ (oder Ein-Personen-AG) dar, sowie die gAG, die gemeinnützige AG (ja, auch das geht). Für diese Sonderformen ist die untenstehende Schritt für Schritt Anleitung nicht in jedem Fall eins zu eins anwendbar – hier muss man sich auf jeden Fall noch separat über mögliche Besonderheiten bei der Gründung informieren.

Überlegungen zum Grundkapital & die Gestaltung der Anteile einer AG

Das Grundkapital einer AG beträgt immer mindestens 50.000 Euro. Dieses Grundkapital wird in Aktien zerlegt. Unterscheiden muss man hier allerdings, ob der Nennbetrag der Aktien in bar eingezahlt werden soll (dann genügt ein Viertel der Summe aller Nennwerte, also 12.500 Euro) – oder ob die Aktien über den Emissionswert ausgegeben werden (das sogenannte Agio oder Aufgeld).

Auch die Aufteilung der Anteile auf die einzelnen Gesellschafter muss natürlich im Vorfeld schon verbindlich festgelegt werden.

Vorteile der AG

AG haftet nur mit ihrem GesellschaftsvermögenKontrolle durch verschiedene Organe mit unterschiedlichen Kompetenzenein möglicher Börsengang schafft eine weitere Eigenkapitalfinanzierung, unabhängig von Krediten bei BankenUnternehmenskontinuität: die AG besteht auch nach Mitgliederwechsel oder Tod des Aktionärsdie Gesellschaftsanteile (hier Aktien) sind leicht zu übertragen, ganz ohne notarielle Beurkundung

Nachteile der AG

mindestens ein Grundkapital von 50.000 Euro erforderlichaufwendiges Gründungsprozedere)notarielle Beurkundung bei Gründungdrei Gremien (Vorstand, Aufsichtsrat, Hauptversammlung) arbeiten nebeneinander – das bedeutet hohen Organisationsaufwand

AG Gründung Schritt 1: Die Vorgründungsgesellschaft (Vorgründungskonsortium)

Die Vorgründungsgesellschaft entsteht informell, durch die Einigung der Gründer. Rechtlich gesehen handelt es sich hier um eine GbR – der Zusammenschluss der Gründer zur Erreichung eines gemeinsamen Ziels, nämlich der Gründung einer AG.

Wird aber bereits zuvor ein Handelsgewerbe ausgeübt, hat das den Status einer OHG, also einer Offenen Handelsgesellschaft nach dem HGB.

In dieser Phase der Gründung erarbeiten die Gründer gemeinsam die Satzung, legen die Gesellschafter und die Gesellschaftsanteile fest, und den Namen und die Rahmenbedingungen für die künftige AG, sowie den Aufsichtsrat.

Ist alles besprochen und Einigkeit hergestellt, wird die gemeinsam entwickelte Satzung notariell beglaubigt. Damit endet die Vorgründungsgesellschaft, und es entsteht die Vor-AG.

Hier findet auch die sogenannte Gründungsprüfung und die Erstellung des Gründungsberichts statt. Wer prüft, kann im Einzelfall unterschiedlich sein – der Aufsichtsrat, der beurkundende Notar oder aber auch ein Wirtschaftsprüfer.

Wichtig: Der Aufsichtsrat wählt den Vorstand, nicht etwa umgekehrt. Danach prüfen auch nachweislich (Gründungsbericht) jeweils der Vorstand und der Aufsichtsrat unabhängig voneinander die Gründung.

AG Gründung Schritt 2: Die Vor-AG oder auch „AG in Gründung“

Die Vor-AG ist bereits teilrechtsfähig, verfügt über einen Aufsichtsrat, eine Hauptversammlung und einen Vorstand.Rechtlich gilt sie im eigentlichen Sinne in den meisten Fällen schon als AG und wird auch gesetzlich so behandelt.

Lediglich beim offiziellen Rechtsverkehr ist im Firmennamen die Bezeichnung „i.Gr.“ (in Gründung) zu führen, um die Geschäftspartner darauf hinzuweisen, dass die AG noch nicht eingetragen ist, in manchen Bereichen also noch Rechtsunsicherheit herrschen kann.

AG Gründung Schritt 3: Eintragung ins Handelsregister

Die AG ist von allen Gründern und dem Aufsichtsrat in das Handelsregister (Handelsregister B, weil Kapitalgesellschaft) eintragen zu lassen. Dabei müssen die jeweils geltenden Formalitäten beachtet werden. Erst mit erfolgter Eintragung ist die AG dann vollrechtsfähig.

Festlegung der Buchhaltungspflichten, Einberufung der Hauptversammlung

Nach der Gründung der AG müssen die entsprechenden Buchhaltungspflichten festgelegt, und das Buchhaltungs- und Berichtssystem muss eingerichtet werden. Je nach Größe der AG entstehen unterschiedliche Bilanz- und Berichtspflichten, denen Folge geleistet werden muss.

Die Einberufung der Hauptversammlung hat grundsätzlich einmal pro Jahr zu erfolgen. Die Hauptversammlung, also die Versammlung aller Aktionäre des Unternehmens, dient auch dazu den Vorstand und den Aufsichtsrat zu entlasten.

Einfache Variante: Die kleine Aktiengesellschaft

Bei der Unternehmensgründung mag es sinnvoll sein, den Kreis der Aktionäre überschaubar zu halten. Das ist mit Einführung der kleinen AG, die auch die Ein-Mann-Gründung erlaubt, möglich geworden. Und die AG hält die Option bereit, später an die Börse zu gehen. Das vereinfacht die Beschaffung von zusätzlichem Eigenkapital bei einer Geschäftsexpansion erheblich.

Damit wird die AG zur sinnvollen Alternative zur GmbH für mittelständische und kleine Unternehmen. Wie die GmbH ist die AG eine juristische Person, die den Gläubigern lediglich mit ihrem Gesellschaftsvermögen haftet. Die einzelnen Aktionäre haften nur in Höhe der von ihnen gezeichneten Einlage. Anders als bei den Personengesellschaften berührt der Wechsel oder das Ausscheiden eines Gesellschafters den Bestand der AG nicht. Mehr als die GmbH vermittelt eine Aktiengesellschaft den Eindruck von Seriosität.

https://www.gruenderkueche.de/fachartikel/ag-gruenden-schritte-zur-gruendung-ein...

Selbstständigkeit

Die Gründung einer Aktiengesellschaft ist eine Rechtsform für Unternehmen, mit denen Existenzgründer gründen können. Wenn Sie alleine gründen, steht Ihnen dazu die Ein Personen AG oder kleine AG zur Verfügung, die sich jedoch nur für große Gründungen eignen.

Die Ein Personen AG bzw. kleine AG erfordert ein hohes Startkapital und ist mit zahlreichen Formalitäten vor und nach der Gründung der kleinen Aktiengesellschaft verbunden.



Eine kleine AG: Gründung einer Aktiengesellschaft

Die Gründung einer Aktiengesellschaft ist auch alleine über die Ein Personen AG die kleine Aktiengesellschaft (AG) möglich. Die mit der Aktiengesetznovelle 1994 in Kraft getretenen Regeln zur „kleinen AG" haben die Ein Personen AG möglich gemacht. Die kleine AG gehört zu den Kapitalgesellschaften und beschränkt somit die Haftung auf das Vermögen des Unternehmens. Die ausführlichen Informationen zur Gründung einer Aktiengesellschaft finden Sie hier.

Die kleine AG: Vor- und Nachteile

Die Gründung einer Aktiengesellschaft in Form der kleinen Aktiengesellschaft hat ohne Frage den Vorteil, dass es für die kleine AG möglich ist, schnell und einfach Gesellschaftsanteile zu übertragen sowie Eigenkapital zu beschaffen. Zudem hält sich eine kleine AG bzw. die Ein Personen AG die Option offen, später einmal an die Börse zu gehen. Das kann die Beschaffung von Eigenkapital für die kleine AG auch erleichtern. Die Aktionäre der Ein Personen AG haften dabei nur mit ihrer Einlage. Verlässt ein Aktionär die kleine Aktiengesellschaft hat dies keine Auswirkungen auf den Bestand der Ein Personen AG. Deshalb vermittelt die kleine AG mehr als eine GmbH den Eindruck von Seriosität.

Die Gründung und Führung der Ein Personen AG hat jedoch den Nachteil, dass die kleine AG einen hohen Organisationsaufwand erfordert. Im Vergleich zur Ein Personen GmbH und zur Unternehmergesellschaft (UG) müssen Existenzgründer bei der Ein Personen AG zudem ein weitaus höheres Startkapital in Höhe von 50.000 € aufbringen. Gleichzeitig muss ein Aufsichtsrat mit mindestens drei Personen für die kleine AG eingerichtet werden. Außerdem ist bei der Gründung einer Aktiengesellschaft in Form der kleinen Aktiengesellschaft und in der Folgezeit eine größere Anzahl an Formalitäten zu beachten als bei den anderen Rechtsformen.

Die Entscheidung, ob die Gründung einer Aktiengesellschaft in Form einer kleinen AG das Richtige für Sie ist, sollten Sie auf jeden Fall mit einem Anwalt und Steuerberater diskutieren.

TIPP

Sie möchten eine kleine AG gründen? In unserer Dienstleister- und Beraterbörse können Sie Anwälte und Steuerberater finden, die Sie bei der Gründung einer Aktiengesellschaft in Form der Ein Personen AG unterstützen.

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Die kleine AG: Der Aufbau

Bei der Gründung einer Aktiengesellschaft in Form einer kleinen AG muss ebenso eine Vorstand und einen Aufsichtsrat eingesetzt werden. Im Fall der kleinen Aktiengesellschaft besteht der Vorstand aus einer Person: dem Gründer. Er leitet die kleine AG und vertritt die Ein Personen AG nach außen. Zusätzlich benötigt eine kleine AG einen Aufsichtsrat, der mindestens aus drei Personen bestehen muss. Besitzt die kleine Aktiengesellschaft weniger als 500 Mitarbeiter ist jedoch keine Mitbestimmung durch Arbeitnehmer für den Aufsichtsrat vorgesehen.

Im Aufsichtsrat können jedoch wichtige Personen wie Experten oder Geschäftspartner als Mitglieder aufgenommen werden, die dem Vorstand der kleinen Aktiengesellschaft mit Know-how zur Verfügung stehen. Zudem bestellt der Aufsichtsrat der Ein Personen AG den Existenzgründer zum geschäftsführenden Vorstand der kleinen AG.

Die bei der Gründung einer Aktiengesellschaft in Form der kleinen AG verabschiedete Satzung muss notariell beurkundet werden. Neben den Organen Vorstand und Aufsichtsrat muss zudem eine Hauptversammlung der Aktionäre bestellt werden. Um den Überblick über die kleine AG zu behalten, sollte die Zahl der Aktionäre zu Beginn der Gründung überschaubar sein. Die Gründung der Ein Personen AG muss vom Vorstand, dem Aufsichtsrat und von einem Dritten, z. B. einem Wirtschaftsprüfer oder Steuerberater, geprüft werden.

Bei der Gründung einer Aktiengesellschaft in Form der kleinen AG werden die Gründungsprüfer vom Gericht bestellt. Diese sind verpflichtet, einen Prüfungsbericht aufzustellen. Außerdem sollte die kleine AG im Handelsregister eingetragen werden. Dadurch wird die kleine AG zur juristischen Person mit der Folge, dass die Aktionäre von ihrer persönlichen Haftung entbunden werden.

Weitere Rechtsformen für ein Einzelunternehmen

Neben der Gründung einer Aktiengesellschaft in Form der kleinen AG gibt es weitere mögliche Rechtsformen für Unternehmen, mit Hilfe derer man alleine gründen kann:

KleingewerbeFreiberuflerKaufmannEin Personen GmbHUnternehmergesellschaft.

Weitere Rechtsformen für die Gründung

Neben der kleinen Aktiengesellschaft können Sie auch andere Kapitalgesellschaften oder Personengesellschaften gründen.

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Antwort
von MrMuffin1, 18

Ja, am Anfang gehören alle dir. Du selber kannst entscheiden wie viele Wertpapiere du auf den Markt bringst. Manchmal muss du welche verlaufen weil du sonst pleite gehst / kein Geld mehr hast. Hat jemand mehr als 50 Prozent aller Wertpapiere gehört ihm die Firma.

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