In den letzten Wochen haben sich die Ereignisse im Zuge der Finanzmarktkrise auf dramatische
Weise zugespitzt. Die Zentralbanken haben durch ihr entschlossenes Eingreifen
bislang einen möglichen Kollaps verhindert, letztlich aber nur an den Symptomen kuriert.
Zuletzt waren die Kapitalmärkte nach dem Fall von Lehman Brothers und dem Kollaps
der Washington Mutual dem Risiko einer Kernschmelze gefährlich nahe gekommen. Im
Zuge dessen musste auch die AIG, einst weltgrößter Versicherer, durch staatlichen Eingriff
vor dem Kollaps bewahrt werden. Schließlich begannen auch die Investmentbanken
Morgan Stanley und Goldman Sachs gefährlich zu wanken.
Was bedeutet die Krise und die damit verbundenen starken Rückgänge an den Aktienmärkten
für die Anleger?
Die dramatischen Ereignisse haben auch zu der Erkenntnis geführt, dass selbst vermeintlich
sichere Anlagen plötzlich ausfallgefährdet sein können.
So haben viele Versicherungsgesellschaften Garantieprodukte der insolventen Investmentbank
Lehman Brothers ihren Kunden angeboten, die jetzt zum großen Teil wertlos
sind. Darüber hinaus sind Zertifikateanleger unmittelbar vom Insolvenzfall des Emittenten
betroffen. Denn Zertifikate stellen im rechtlichen Sinne eine Schuldverschreibung dar
und sind daher unmittelbar mit der Bonität des Emittenten verbunden. Fondsanlagen
zählen dagegen zum sog. Sondervermögen einer Fondsgesellschaft und sind von einem
möglichen Insolvenzfall daher nicht betroffen. Dies dürfte zu einem Umdenken mit dem
sorglosen Umgang mit Zertifikaten führen, die alleine in Deutschland innerhalb kürzester
Zeit auf ca. 140 Mrd. Euro gewachsen ist.gesehen
werden. Der Einlagensicherungsfonds der deutschen Banken ist bereits durch die
IKB-Pleite erheblich belastet. Bei einer möglichen weiteren Insolvenz einer Bank sind
Anlagegelder daher alles andere als sicher, zumal die Statuten des Einlagensicherungsfonds
einen Rechtsanspruch auf Entschädigung ausdrücklich ausschließen. Vor einem
Jahr hätten wir diese Aussage niemals gewagt. Aber wer hätte daran gedacht, dass einmal
die einst weltgrößte Versicherungsgesellschaft und die größte Sparkasse der USA
zusammenbrechen?
Die Märkte werden nicht von heute auf morgen die Phase der großen Unsicherheit hinter
sich lassen, sind doch noch zu viele Themen offen. Sehr viele Anleger haben sich in diesem
Szenario von der Börse abgewendet. Die Nerven der verbliebenen Investoren werden
durch die enormen Kursschwankungen täglich von Neuem belastet. Auf der anderen
Seite gibt es bei einer Vielzahl von Unternehmen sehr positive Signale, die im Zuge der
negativen Berichterstattung völlig untergehen. So zeigt beispielsweise das in diesen Tagen
von Microsoft bekannt gegebene Rückkaufprogramm eigener Aktien in Höhe von 40
Milliarden US-Dollar, in welch robuster Verfassung sich Unternehmen aus anderen Sektoren
befinden. Zahlreiche weitere Unternehmen kaufen ebenfalls massiv eigene Aktien
zurück.
Börsenaltmeister André Kostolany würde die Situation so ausdrücken: „Wie selten zuvor
sind die hartgesottenen Investoren auf der Käuferseite, die zittrigen Hände haben das
Parkett verlassen“.
So entdeckt einer der weltbesten Fondsmanager, Marty Whitman, heute Kaufgelegenheiten,
wie er sie nur in 1974 gesehen hat. Wir wollen abschließend an dieser Stelle auch
auf den im Juli verstorbenen Sir John Templeton verweisen, der die besten Kaufgelegenheiten
in Phasen des größtmöglichen Pessimismus gefunden hat. In einer solchen Phase
dürften wir uns jetzt befinden.
Aus den genannten Gründen gilt aber mehr denn je die eiserne Regel einer breiten Streuung
des Vermögens. Die Kombination von Aktien-, Immobilien- und festverzinslichen
Anlagen unterschiedlicher Emittenten in Form von Investmentfondsanteilen vermindert
das Ausfallrisiko deutlich, schützt den Anleger optimal durch die rechtliche Trennung vom
Vermögen der depotverwaltenden Bank vor den Folgen einer –nie auszuschließenden-
Insolvenz dieser Bank und bietet trotz aller derzeit noch vorhandenen Unsicherheiten große Renditechancen.
Fazit: der Fonds mit +/-0 ist bisher super gelaufen!
@Hoss: Bei entsprechender Fachkenntnis, vor allem warum manche Menschen Reich und manche eben Ärmer sind - liegt auch an der richtigen GeldANLAGE, und nicht am Kopfschütteln.
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Also zum einen ist der Dax noch weit von einem Zusammenbruch entfernt aber immerhin tief genug unter potentiellen Höchstwerten. Natürlich könnte man auch jetzt verkaufen und darauf hoffen dass es noch weit tiefer geht und dann nachkaufen.