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Aktien kaufen über Fondsgesellschaft oder Börse?

Frage von tonikal tonikal

Ich möchte Anteile an einem Branchenfonds kaufen und bekomme von meinem Bankportal zwei Optionen geboten:

1) Ich kann über eine Fondsgesellschaft kaufen ("keine Orderprosivsion, offizielle Preise") oder

2) über die Börse Hamburg ("Schnelle Ausführung, Limithandel möglich"). Bei letzterer Option fällt eine Courtage an, deren Höhe nicht angegeben wird.

Bei beiden Optionen ein Ausgabeaufschlag von 2,5 %.

Welche Option soll ich wählen? Ich möchte die Anteile nicht allzu lange behalten (ein paar Monate). Kann ich sie bei Option 1 überhaupt beliebig wieder verkaufen, oder gibt es da vielleicht eine Art Mindestlaufzeit? Oder eine Extragebühr bei vorzeitigem Verkauf?

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Antworten (6)

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    Hilfreichste Antwort ausgezeichnet vom Fragesteller
    Antwort von hessebub hessebub

    Der grundsätzliche Unterschied hier ist, wie das Papier gehandelt wird: Im einen Fall macht Dir die ausgebende Fondsgesellschaft einen Tagespreis, der sich aus dem Tages-Handelsvolumen und deren Preispolitik ergibt, im anderen Fall kaufst Du das Papier auf dem freien Markt, den die Börse Hamburg in dem Fall repräsentiert. Dort kaufst Du das Underlying zum jeweilig aktuellen Kurs. Es kann u.U. sinnvoll sein, über die Börse zu handeln, wenn die Kombination aus einem möglicherweise günstigeren Kurs und den Fixkosten geringer ist als der üblicherweise höhere Preis bei der Fondsgesellschaft. Mußt Du rechnen. Die Höhe der Courtage und der Gesamt-Transaktionskosten entnimmst Du der Preisliste des Brokers.

    Verkaufen kannst Du i.d.R. immer über den Weg, wie Du gekauft hast. Bei der Fondsgesellschaft gibst Du das Papier gegen den Rücknahmepreis zurück. Dieser weicht oft stark vom Ausgabepreis ab, was Du in Deine Gesamtrechnung mit einbeziehen mußt. Auch und gerade wegen der etwaigen Haltedauer.

    Kommentar von Niklaus NiklausNiklaus

    Und wie sieht es beim Tausch aus???? Fonds kauft man bei derKAG, denn da sind Täusche innerhalb der KAG kostenlos. Außerdem verlangen KAGs keine Depotgebühr.

    Kommentar von hessebub hessebubhessebub

    Bei den allermeisten Online-Brokern kostet das Depot auch nichts, z.B. in Verbindung mit einem Tagesgeldkonto. Also an den reinen Depotgebühren würde ich es nicht messen wollen, da die Fondsgesellschaften schließlich immernoch entscheiden, wann sie eine Order genau ausführen, und das bedeutet in aller Regel zu deren Gunsten. Aber auch hier gilt: Das Gesamtpaket ist zu beurteilen/auszurechnen, das kann man pauschal nur ganz schlecht sagen.

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    Antwort von kosmopolit kosmopolit

    Es gibt eine dritte und wesentlich bessere Möglichkeit: du eröffnest über einen Vermittler, zB die AAV-Fondsvermittlung oder die AVL-Fondsvermittlung (findet du zB über Google) ein Depot bei einer Fondsplattform, zB bei EBASE. Dort erhältst du tausende Fonds (und vermutlich auch deinen Branchenfonds) OHNE Ausgabeaufschlag und Gebühren. An- und Verkauf erfolgen im Regelfall täglich. Weitere Hintergrundinfos zu Fonds zb bei www.trader-inside.de

    Kommentar von tonikal tonikaltonikal

    Hört sich gut an. Werde ich vielleicht beim nächsten Mal probieren. Für diesmal kam es zu spät, und ichatte auch keine Zeit mehr, ein neues Depot einzurichten usw.

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    Antwort von andreasol andreasol

    noch ein kurzer Hinweis: Du solltest auf jeden Fall nochmal überlegen, ob ein Branchenfonds überhaupt das Richtige ist, wenn Dein Anlagehorizont ein paar Monate beträgt. Der Ausgabeaufschlag von 2,5% ist auf jeden Fall verloren. Das müsste der Fonds bis zu Deinem Verkaufstag wieder erwirtschaftet haben, damit Du +-0 bist. Und dann war noch keine Rendite für Dich dabei.

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    Antwort von hessebub hessebub

    Weil hier schon wieder munter von "Vermittlern", "Maklern" und anderen "Beratern" geschrieben wird, muß ich es nochmal deutlich sagen:

    1. Sobald ein Vermittler, Berater, Makler oder wie er sich auch immer nennt, eine Provisionierung gleich welcher Art für den Abschluß erhält, kann er nicht objektiv beraten! Es wird immer ein Produkt oder eine Gesellschaft geben, die mehr zahlt als vielleicht das bessere Produkt, und damit führt sich das Beratungswesen selbst ad absurdum.
    2. Die meisten Menschen machen bei der Geldanlage die zwei Kardinalfehler und schauen nur auf die Rendite in der Vergangenheit und lassen sich von ihrer Gier leiten. Wichtig ist einzig und allein die zu erwartende Performance, sprich: Wie ist das Produkt zusammengesetzt, wie gemanaged, was kostet es, wo sind die Risiken? Warren Buffett ist mit einem ganz einfachen Grundsatz Milliardär geworden: Investiere in nichts, das du nicht verstehst.

    Würde sich jeder die Mühe machen und wie beim Auto- oder Hauskauf jedes Detail eruieren - und würde bei Nichtverstehen oder Zweifeln die Finger davon lassen - dann hätten wir auch nicht so eine Misstrauenssituation unter den Anlegern, sondern Privatanleger, die wie richtige Investoren vorgehen.

    Kommentar von Niklaus NiklausNiklaus

    Für Fonds gibt es immer die gleiche Provision, ob guter oder schlechter Fonds. Ein Makler ist quasi per Gesetz verpflichtet § 93 HGB eine objektiv Produktauswahl zu treffen. Ein Makler ist nämlich Sachverwalter des Kunden.

    Kommentar von hessebub hessebubhessebub

    Na dann unterhalte Dich mal privat mit einem von den Vögeln von Tecis, AWD und co....

    Kommentar von Niklaus NiklausNiklaus

    Du bezeichnset mich unten bei meiner Antwort als Laie. Da muss man darauf schließen das du ein Fachmann bist. Gratulation. Ein Fachmann weiß aber auch, das die von dir genannten Vertriebe Tecis und AWD Strukturvertriebe sind, und keine Makler.

    Diese Unterscheidung sollte ein Fachmann kennen.

    Kommentar von hessebub hessebubhessebub

    Also jetzt mal langsam! Ich habe von Laienpredigern gesprochen - warum beziehst Du das denn auf Dich? Ich bin nicht hier, um mich mit Dir zu streiten, also laß uns sachlich bleiben. Fachmann... sagen wir es so: Ich habe ein paar schöne Jahre in der Branche erlebt und bin mehr als froh, sie hinter mir gelassen zu haben. Das Geschäft ist nicht ehrlich, sobald Provisionen und Verkaufsziele angesagt sind. Dabei spielt es keine Rolle, ob man im Sparkassen-Hemd oder mit AWD Kugleschreiber unterwegs ist. Letztendlich geht es um das Vertrauen und Geld der Kunden. Hierzu paßt auch wieder gut die aktuelle Studie von Stiftung Warentest. Und aus ganz persönlicher Erfahrung: Ich kenne mehrere freie Makler, die sich auf Lebzeit mit ihrer eklatanten Falschberatung Denkmäler gebaut haben. Du kannst keinem Menschen austreiben, gierig zu werden, sobald er eine Chance sieht.

    Kommentar von Candlejack CandlejackCandlejack

    Für einen Experten gehört es sich schon für seine Kompetenz nicht, bei einer Erwähnung von Maklern plötzlich mit Tecis und AWD zu kommen, das ist nämlich wie mit Äpfeln und Birnen...

    Kommentar von hessebub hessebubhessebub

    Gebe Dir Recht: Die Nennung in dem Kontext war unglücklich von mir gewählt. -Ich versuche es immer aus Kundensicht zu betrachten. Für den "normalen" Kunden ist es absolut schwierig, die erwähnten Äpfel und Birnen auseinander zu halten. Und dieses Problem wird unterschätzt! (... auch wenn ich sehr befürworte, die freie Handlungskompetenz grundsätzlich immer beim Individuum zu lassen anstatt alles rechtlich zu regulieren.)

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    Antwort von Niklaus Niklaus

    Aktienfonds kauft man entweder bei einem kompetenten Berater und der arbeite entweder mit einer KAG oder einer Platfprm zusammen. Vorteil ist ersten die kompetente Beratung, zweitens kostenloses Depot bei der KAG oder kostengünstiges Depot bei der Plattform, kostenloses switchen bei gleicher KAG.Was nutzt dir die Ersparnis des Ausgeabeaufschlages, wenn du auf den falsche Fonds setzt und dadurch über Jahre eine schlechte Rendite einfährst. Finanztest & Co helfen nur bedingt bei über 7.000 handelbaren Fonds in unterschiedlichen Anlageklassen. Ich behaupte kein Laie kann für sich den richtigen Fonds aussuchen.

    Kommentar von Candlejack CandlejackCandlejack

    Letzten Satz trage ich voll mit. Trotzdem versuchen es immer wieder viele und landen auf der Nase...

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    Antwort von fleppenweg fleppenweg

    wenn du kurzfristig kaufst,würde ich keinen fond nehmen,schon wegen dem ausgabeaufschlag,verwaltungsgebühr etc.ich würde direkt Aktien dann vorziehen,oder ein Zertifikat,zb.auf den Dax oder andere Indizes

    Kommentar von Niklaus NiklausNiklaus

    Was sind das für Ratschläge. Indexfonds speigeln einen bestimmten MArkt auch mit sind seinenr ganzen Volatilität ab. Ganz schlecht Indexfonds von nur einem Land zu kaufen. Zweitens Zertifikate sind keine Kapitalanlagen sondern Wetten ohne Einlagensicherung. Was damit passieren klann sollte mittlerweile jeder in Deutschland wissen. Lehmann Brother lässt grüßen.

    Kommentar von Candlejack CandlejackCandlejack

    @fleppenweg. Für einen Experten, der vielleicht auch noch beruflich damit zu tun hat und damit der Mifid unterliegt, schließen sich kurzfristig und Aktien im selben Satz und als Ratschlag aus ! Und wieso ich von Fonds abrate und gleichzeitig Einzelwerte empfehle - autsch !!!

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