Frage von pokemon60, 53

Akteneinsicht für Opfer im Betrugsfall ?

Hallo, meiner Bekannten ist folgendes passiert..ihr wurde die Handtasche gestohlen und der Dieb hat mit ihrer EC-Karte Bargeld abgehoben und Fahrkarten gekauft. Sie hat angegeben die PIN nicht in der Geldbörse gehabt zu haben...daraufhin wurde ihr das Geld von der Bank zurückerstattet. Jetzt ist der Täter gefasst und hat es ansch .auch zugegeben, da er ihr über das Gericht ein Schreiben geschickt hat mit einer Entschuldigung und das er das Geld in Raten abzahlen wolle...ist nat. nicht passiert...die Gerichtsverhandlung ist jetzt bald, und sie muss als Zeugin aussagen. Leider ist sie sich nicht mehr so sicher, ob nicht vielleicht doch ein Zettel mit der PIN in der Handtasche-Geldbörse war. ...Da sie ja bestimmt dazu befragt wird,, kann sie die Aussage verweigern ? nach $ 55 Stpo ginge das doch, oder ? Damit sie sich nicht evtl. selbst schadet...falls der Täter aussagt, das dort ein Zettel war...kann sie vorher "Akteneinsicht" bekommen ? Oder muss sie sich dazu einen Anwalt nehmen ? Falls sie die Aussage verweigert, macht sie sich doch erst recht "verdächtg" oder ? Wird das dann so hingenommen, oder wird sie dann erst recht "in die Mangel genommen "???? Sie hat sehr viel Angst vor der Verhandlung......

Antwort
von WosIsLos, 33

Für Akteneinsicht ist ein Anwalt nötig.

Falls da wirklich ein Zettel mit PIN ist, wäre ein graphologisches Gutachten nötig, sofern Sie behauptet, das hätte Sie nicht geschrieben. Das ist aber in dem Fall nicht besonders relevant, denn der Dieb ist ja gefaßt und muß den Schaden ersetzen.

Da die Bank in Vorleistung ging, eben an die Bank.

Das mit dem Zettel ist zwar fahrlässig, ist aber keine Straftat.

Deine Freundin sagt aus, Sie kann sich nicht erinnern, den PIN notiert und mit der Karte aufbewahrt zu haben. Falls es den Zettel dann gibt, kann Sie sich halt nicht daran erinnern; Sie wußte die Nummer auswendig. Das ist ja auch deine Schilderung der Sache.

Und in Zukunft mehr Sorgfalt mit solchen Angelegenheiten; oder "Nur Bares ist Wahres".

Kommentar von pokemon60 ,

Okay,  kann sie sagen sie weiss es nicht mehr...?  Klingt für sie ehrlicher... Oder ist die Aussage sie kann sich nicht erinnern wichtig?  Oder doch lieber auf das aussageverweigerungsrecht  verweisen?  Bei der Polizei an dem Tag des Überfalls hat sie ja angegeben es wäre keiner drin... Eine Straftat ist das zwar  nicht,  aber grob fahrlässig und dann hätte die Bank ihr ja nicht das Geld gezahlt. Kann die Bank sie jetzt noch wegen Betruges anzeigen?  Falls der Täter behauptet der Zettel wäre drin gewesen?  Ich denke das sie deswegen extra aussagen muss,  denn zugegeben hat er den Diebstahl ja schon. Da geht es vielleicht nur um die Frage wie er an die PIN gekommen ist..?  Das hat doch sicher auch was mit der  Höhe der Strafe zu tun.. 

Keine passende Antwort gefunden?

Fragen Sie die Community