Frage von jwewa, 105

Airsoft Unfall, wer ist schuld?

Es ist das zweite mal gewesen das wir Airsoft gespielt haben. (wir haben uns nur grob mit den regeln beschäftigt, sowas wie die ''bang bang'' regel hatten wir also nicht). Die stärke der Waffen die wir benutzen beträgt max 0.5 Joule (dem Alter entsprechend)

Vorgeschichte:

Ich war letztens mit 2 weiteren Freunden privat ein wenig Airsoft spielen gegangen (wir sind alle 16 Jahre alt) vor dem spielen hatten wir uns entsprechend ausgerüstet (Schutz usw.) aber einer meiner freunde wollte auf mehrfache nachfrage keinen Mundschutz nehmen (in dem Fall Sturmhauben und Bandanas etc. die ich vorher auf die Tauglichkeit getestet habe, wobei alle bestanden haben.) einige zeit nachdem wir angefangen haben zu spielen bin ich dann meinen freund ohne Mundschutz begegnet, er hatte keine Munition mehr im mag also wollte er einen Nahkampf Angriff machen, da ich noch einen Schuss geladen hatte und nur so eine Sekunde zum reagieren hatte hab ich dann aus der Drehung und aus der Hüfte auf ihn geschossen ( da er auch gebückt gerannt ist war es noch schwieriger richtig zu zielen. Nun kam es dann so das ich ihn auf 3m Entfernung ausgerechnet am zahn erwischt habe wobei jetzt eine ecke von einem unteren zahn fehlt.

jetzt macht er die ganze zeit mich dafür verantwortlich das ich ihm das angetan habe und ich bin der Meinung das das nicht passiert währe wenn er sich dementsprechend geschützt hätte.

Und wer würde für den Schaden aufkommen müssen ?

Aber wer hat jetzt recht ? danke für eure Hilfe und die Antworten.

PS. die ''Rechtschreibung'' tut mir leid.

Antwort
von RudiRatlos67, 55

Da es sich dabei um einen Sport oder ein Spiel handelt, das scheinbar privat ausgetragen wurde, muss jeder Teilnehmer damit rechnen und in Kauf nehmen, dass es dabei zu Gesundheitsschäden kommen kann. Sei es durch ein Geschoss oder durch eine Eigenbewegung.

(Das gilt nicht in einer extra dafür vorhandenen Halle oder eines entsprechenden Geländes zu dem man Eintritt zahlen muss oder Vereinsmitglied sein muss. Bei solchen organisierten Sportlichen Aktivitäten ist der Betreiber für die Einhaltung der Sciherheitsvorschriften verantwortlich und bei einer Verletzung voll haftpflichtig. Es kann nicht dem Spieler vorgeworfen werden keinen Mundschutz getragen zu haben, sondern der Betreiber muss in Fällen unzureichender Sicherungsmaßnahmen das Spiel beenden oder unterbrechen bis alle Sicherheitsmaßnahmen wieder ordnungsgemäß benutzt werden)

Falls das Spiel privat veranlasst wurde, ist jeder Spieler "nur" über seine Krankenversicherung geschützt. Sollte darüber hinaus eine private Zahnzusatzversicherung und oder eine private Unfallversicherung bestehen, so sind auch diese zur Leistung verpflichtet.
1. Gesetzliche oder private Krankenversicherung übernimmt die Behandlung des Zahns und Anteilig eine Wiederherstellung des beschädigten Zahn.
2. Zahnzusatzversicherung erstattet anteilig die Kosten des Zahnersatz bis zur vereinbarten Höhe, maximal jedoch 90 Prozent der Gesamtsumme.
3. private Unfallversicherung hat bei aktuellen Tarifen den Einschluss "Kosmetische Operationen" eingeschlossen. Da es sich bei dem Vorfall um einen Unfall handelt und Zahnersatz eine Kosmetische Maßnahme ist, leistet auch eine Unfallversicherung mit dem entsprechenden Einschluss.

Sollte in dem Fall eine Doppelversicherung durch Unfall- und Zahnzusatzversicherung bestehen, werden die Kosten anteilig zwischen den beiden Versicherungen aufgeteilt. Es kann nicht höher erstattet werden als der Privatanteil am Zahnersatz ist.

Antwort
von RicSneaker, 15

Sorry, dass ich hier den Spielverderber spiele aber: Durch sowas empfinden Leute den Sport immer als gefährlich und sinnloses Rumgeballer. Mund- sowie Augenschutz sind in jedem Fall zu tragen! Wenn jemand nicht will, spielt er nicht mit. Fertig. Wenn ihr euch über das Regelwerk informiert hättet, hättet ihr nicht auf einem nicht abgesichertem Privatgelände gespielt mit Leuten, die nicht ausreichend geschützt waren. Wozu meinst du wurde so eine Regel, wie die "Bang-Regel" eingeführt? Damit man nicht aus naher Distanz schießt, um genau solche Unfälle zu vermeiden! Es gibt keine "Nahkampfangriffe". Wenn man nah genug dran ist, ruft man "Bang"! Da wird nicht aus so einer kleinen Distanz geschossen. Aber das solltet ihr ja jetzt auch gerallt haben ^^ Über die Schuldzuweisung kann man streiten aber ich denke, RudiRatlos67 hat das schon gut geschrieben mit den Krankenversicherungen etc.

Die Moral der Geschicht - Schieß jemandem ins Gesicht und man vergisst es nicht :D Spaß beiseite. Findet lieber jemanden, der euch zu einem richtigen Spiel fährt. Mit 0,5ern werdet ihr zwar keinen Spaß haben aber, wenn ihr das in Zukunft weiter machen wollt, werdet ihr nicht drumherum kommen. Wird übrigens bei keinem Airsofter gern gesehen so eine Geschichte. Wartet noch 2 Jahre, kauft euch eine ordentliche Softair und betreibt den Sport legal und professionell

Kommentar von jwewa ,

okay, danke für die ausführliche antwort :)

Kommentar von RicSneaker ,

Sorry, wenn das ein bisschen spießig klang aber es ist zu eurem eigenen Wohl. Zum einen stehen da Verletzungen, wie ihr sie schon erlebt habt, und zum anderen der Konflikt mit dem Gesetz im Raum, wenn ihr einfach so auf einem privaten Grundstück spielt. Ich denke, das Geld was ihr als Strafe zahlen würdet, könntet ihr sicherlich besser investieren (vielleicht sogar in eine geile Softair :D). Gute Besserung oder was man bei so einem Fall auch immer wünscht an deinen Freund.

Antwort
von MarvinDeSanta, 61

Wenn das alles so stimmt, was du da schreibst, muss er selber dafür aufkommen. Er wurde mehrfach darauf hingewiesen, einen gewissen Schutz anzulegen. Dies tat er nicht, dementsprechend ist das auch sein eigenes Verschulden.

Antwort
von Apolon, 40

 Und wer würde für den Schaden aufkommen müssen ?

immer der Schadensverursacher !

Also wer hat dem Kumpel eine Ecke vom  Zahn abgeschossen ?

Kommentar von jwewa ,

ich, aber er wollte auch keinen mundschutz nehmen

Kommentar von Apolon ,

Deinen Einwand, könnte man mit dieser Schilderung vergleichen.

Fußgänger wollte nicht von der Fahrbahn (Zebrastreifen) runter gehen, daher war es dem Autofahrer möglich ihn über den Haufen zu fahren.

Der Fußgänger war für seinen Tod selbst verantwortlich, denn warum blieb er auch auf der Fahrbahn stehen.

Kommentar von Lokicorax ,

Das ist jetzt nicht dein Ernst, dieses Beispiel?

Abgesehen von der Gefährdungshaftung eines Kfz, verstösst der Autofahrer gegen die StVO und der Fußgänger hat ja auch nicht eingewilligt, dass etwas passieren könnte, wenn er auf einen "geschütztem Bereich" die Fahrbahn überquert.

Sag uns doch mal, wer bei einem Boxkampf haftet, wenn der eine den anderen Umhaut und verletzt?

Kommentar von Apolon ,

 Sag uns doch mal, wer bei einem Boxkampf haftet, wenn der eine den anderen Umhaut und verletzt?

Wenn ein Boxkampf auf der Straße stattfindet, und der Angegriffene verletzt wird, immer der Schadensverursacher.

Kommentar von Lokicorax ,

Du hörst dir aber schon selbst zu, oder? 

Wenn auch hier beide Parteien die gleichen Willenserklärungen abgeben wie bei einem "richtigen" Boxkampf - gibt es zwar einen Verursacher, aber keine Haftung.......

Kommentar von Apolon ,

Du bist ja ein richtiger Spaßvogel, aber erwarte keine Antwort mehr auf deinen geschriebenen Unsinn !

Antwort
von xDanny92x, 53

ist das auf einem legalen spielfeld passiert ?

Kommentar von jwewa ,

Bei uns zu hause auf dem Hof, mit Erlaubnis vom Vermieter

Kommentar von xDanny92x ,

das ist keine adequate Antwort. Legal = - keine BB kann das Gelände verlassen (Kugelfang oder Sicherheitszone mit 2 facher Länger der Reichweite der stärksten Waffe) - vor Zutritt Dritter gesichert. Wenn das privat war kann er dich durchaus wegen körperverletzung drankriegen (auch wenn das unter aller sau wäre als Freund) auf offiziellen spielfeldern unterschreibt man eine Verzichtserklärung die alle Rechtsansprüche gegen den Betreiber und andere Mitspieler ausschließt.

Kommentar von RudiRatlos67 ,

Wenn das privat war kann er dich durchaus wegen körperverletzung drankriegen

Völliger Unsinn.....
Beide Spieler haben sich freiwillig an der "sportlichen/spielerischen Aktivität" beteiligt. Wenn man freiwillig einen privat organisierten Sport ausübt, nimmt man gleichzeitig alle Gesundheitsschäden in Kauf die sich aus der Aktivität ergeben können.

Wer als aktiver Spieler beim Handball oder Fußball einen Ball an den Kopf bekommt, hat keine Möglichkleit den Spieler deshalb wegen Körperverletzung zu belangen, solange er nicht vorsätzlich gegen bestehende Regeln verstoßen hat.

Sollte es einen Zuschauer/Passanten treffen, sieht die Rechtslage vollkommen anders aus. Ein Zuschauer oder Passant nimmt keine gesundheitlichen Schäden in Kauf, so lange er sich nicht freiwillig in einen beschilderten und speziell abgesicherten Gefahrenbereich begibt. In dem Falle läge der Straftatbestand der gefährlichen oder mindestens der fahrlässigen Körperverletzung vor.
(gefährliche Körperverletzung wenn gezielt auf den Passanten geschossen wurde, fahrlässige Körperverletzung wenn der Passant von einem Irrläufer getroffen wird)

Kommentar von xDanny92x ,

genaugenommen war das keine sportliche Aktivität sondern illegales Führen von Anscheinswaffen im öffentlichen Raum nach 42a WaffGe.

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