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agressive wespen

Frage von taigafee taigafee

wir waren vor zwei wochen auf einem fest am naturschutzgebiet bei birkenfeld. ca. 20m davon nahe einem komposthaufen ist ein wespennest. wir hatten aufgrund der extrem aggressiven wespen keine möglichkeit, uns frei zu bewegen, weil die tierchen sich einfach auf freie stellen unserer körper setzten und stachen, ohne bedroht zu sein. fast jeder von uns hatte ein bis zwei stiche.

auch ein karton mit obstresten, den wir in der nähe platzierten, zog zwar viele wespen an, konnte sie aber den größten teil nicht von uns abhalten.

das land und das gebäude sind bewohnt, es handelte sich also nicht um eine völlig neue situation für die wespen. lediglich die 150 menschen könnten unruhe gebracht haben.

ein ausräuchern des nestes ziehen die bewohner nicht in betracht. liegt die aggression nun in der art der wespen begründet, oder hat man da eventuell auch im vorfeld einfluss drauf? sowas wie stark anfüttern vorher vielleicht???

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Antworten (14)

  • 3
    Hilfreichste Antwort ausgezeichnet vom Fragesteller
    Antwort von andobi andobi

    Wespen sind normalerweise nicht agressiv. Wie schon weiter unten gesagt, reagieren Wespen sehr stark auf Duftstoffe, wie Bienen auch.

    Sticht nun eine Wespe, aus welchem Grund immer, werden Alarmpheromone freigesetzt, die den andern signalisieren: Gefahr! Sticht nun die nächste zu, sind noch mehr dieser Pheromone in der Luft, usw.

    Ich glaube nicht, dass die Wespen agressiver werden, die Menschen sind mehr "eingeduftet".

    Bei den Bienen ist es zum Beispiel so, dass der Geruch von Bananenschalen dem Alarmpheromon ähnlich ist, da werden die Bienen auch aus heiterem Himmel "agressiv", bei den Wespen wird es ähnliches geben.

    Wenn da 150 Menschen in unmittelbarer Nähe herum sind, wird wohl irgendjemand alarmierend "gerochen" haben.

    Ansonsten sollte man Wespennester belassen, denn sie füttern die Brut mit Fliegen und allerlei Ungeziefer, sind also recht nützlich.

    Jetzt im Herbst wird die neue Wespenkönigin herangezogen, sie allein überwintert, der Rest des Volkes stirbt. Wenn grad die neuen Königinnen herangezogen werden, sind Wespen aussergewöhnlich nervös, da kann es schon passieren, dass man auch mal einfach so gestochen wird.

    lg

    Kommentar von taigafee taigafeetaigafee

    das erklärt einiges. die theorie des zucker- bzw nährstoffmangels hälst du für abwegig? also hätte eine zuckerlösung vermutlich keine besserung bewirkt?

    Kommentar von andobi andobiandobi

    Nährstoffmangel kann ich mir bei Wespen schwer vorstellen. Hättest du eine Schale mit Zuckerwasser hingestellt, wäre folgendes passiert: wenn da nur eine Honigbiene in der Nähe ist, findet die das, fliegt heim in den Stock, und informiert das ganze Volk.

    Mit etwas Glück hast du eine Viertelstunde später die gesamte Bienentruppe im Anflug, die Wespen kommen gar nicht zum Zug. Ich hab das mehrfach ausprobiert, die zwei oder drei Wespen, die sich da vielleicht auch bedienen wollen, werden einfach überrannt.

    Wespen brauchen morsches Holz, das sie kauen, und versetzt mit Speichel, bauen sie daraus ihre kunstvollen Nester. Ich habe in einem Folienhaus, in dem ich Pflanzen heranziehe, mehrfach Wespenbauten, sogar in der Lade eines alten Schreibtisches, da fliegen die durchs ehemalige Schlüsselloch aus und ein. In der konstanten Wärme und windgeschützt hab ich da so was ähnliches wie eine Wespenzucht, sogar in einer auf einem Haken hängenden Kappe haben sie ein Nest gebaut.

    Wenn man sich ein wenig mit diesen Tieren beschäftigt, beginnt man vieles zu sehen und zu hören, sie spüren ein herannahendes Gewitter viel früher wie wir, sie verhalten sich dann ganz anders, und es ist absolut verlässlich, wenn sie ganz bestimmte Töne von sich geben, gibts ein Gewitter.

    Zu taigafee fällt mir Anastasia ein, Zufall?

    Kommentar von taigafee taigafeetaigafee

    naja, ist beides russisch :-). ich sehe keinen anderen zusammenhang.

    was meinst du mit eingeduftet? von uns hatte niemand parfum an sich. und das benutzen menschen ja schon ewig.

    das mit den bienen ist ja interessant.ich hätte gedacht, dass sie sich vor wespen fürchten gegen diese zahl an wespen wären sie aber wohl nicht angekommen. es waren ja hunderte. holz haben sie ohne ende, da umgeknickte bäume nicht weggeräumt werden. deshalb fühlen sie sich da vermutlich auch so wohl. die nester finde ich auch sehr schön. verteidigen sie die nicht vor dir?

    Kommentar von andobi andobiandobi

    "eingeduftet" - damit mein ich frisch gewaschen, Bodylotion etc., bei 150 leuten kommt da schon ein Duftbouqet zusammen.

    Die Bienen mögen die Wespen eh nicht, gerade jetzt um diese Zeit versuchen die Wespen in die Bienenstöcke einzudringen, um Honig zu stehlen. Bei einem gesunden Volk können die Wächterbienen das aber problemlos abwehren. Die Wespen machen sich aber auch über tote Bienen her, verschmähen aber auch lebende nicht, wenn sie sie erwischen.

    Im Bienenvolk sind im Sommer bis zu 50.000 Einzeltiere, da kommen die Wespen nicht mit.

    Du kannst ja mal den Versuch machen: normalen Haushaltszucker 1:1 mit Wasser mischen und draussen aufstellen (sofern Wespen/Bienen da sind)

    Die Wespen tun mir nichts, ich gehöre für die wohl zum Inventar. Wenn da 150 Leute kämen, würd ich aber auch keine Voraussage wagen

    lg.

    Kommentar von taigafee taigafeetaigafee

    vielen dank, auch für den einblick in die landwirtschaftliche "kriminalität", wie ich das empfinde. so krass hatte ich es mir nicht vorgestellt. da wird in den medien stark hinter´m berg gehalten.

    eine frage noch: benutzt du keine oder besondere cremes und seifen, was dich eventuell vor angriffen schützen könnte?

    Kommentar von andobi andobiandobi

    Danke schön.

    Nein, ich benutze nichts Besonderes, meist diese alverde u. Weleda Sachen vom dm.

  • 3
    Antwort von elenore elenore

    Hallo taigafee, ich habe die gleiche Beobachtung gemacht, ob beim Zoobesuch, auf der Hausterasse oder andere Umweltgegenden, die Wespen sind dieses Jahr ungeheuer aggressiv!!!!

    Das gute Wetter im April und Mai sollen die „ideale Voraussetzungen“ dafür gewesen sein, dass die Völker schnell wachsen. Hinzu kommt, dass sich die Wespen in diesem Jahr nahezu ohne natürliche Feinde entwickeln konnten. Die Hornissen, ihre Hauptjäger, nämlich machen sich in diesem Jahr deutlich rarer.

    Ein weiterer Grund für die Angriffslust der Insekten: Im Spätsommer ändern Wespen ihre Nahrungssuche. Bis etwa Mitte August ernähren sie sich hauptsächlich von Eiweiß in Form von Insekten oder Fleisch. Damit versorgen sie die Larven. "Sobald sich die erwachsenen Tiere nicht länger um die Brut kümmern müssen, benötigen sie zum Überleben Zucker"

    So lästig die Tierchen auch sein mögen: Wer gegen sie mit Wespenfallen vorgeht, macht alles meist noch schlimmer. Denn eine Wespe in Not setzt Geruchsstoffe frei und lockt damit andere Wespen an.

    Infos: http://lifestyle.t-online.de/wespen-warum-die-tiere-im-spaetsommer-so-aggressiv-... LG elenore

    Kommentar von taigafee taigafeetaigafee

    "Die Tiere greifen nur an, wenn man nach ihnen schlägt oder ihren Nestern zu Nahe kommt."

    das kann ich nicht bestätigen. sie stachen uns bei völlig ruhigem verhalten.

    das mit dem zucker ist aber interessant. wenn man keine überreifen trauben hat, wie empfohlen wird, dann könnte man doch eine schale zuckerwasser aufstellen. versuchen werde ich das mal.

    was ist denn eine wespenfalle? sowas kenne ich gar nicht. ertrinken die tiere darin?

    Kommentar von andobi andobiandobi

    Eine Wespenfalle ist ein Gefäß, in das man Bier o.ä. füllt, und die Wespen zwar hineinkommen, aber nicht wieder raus. Sie ertrinken im Bier. Kein schöner Anblick.

    Kommentar von taigafee taigafeetaigafee

    nein, das muss nicht sein.

    Kommentar von elenore elenoreelenore

    Da hast du vollkommen RECHT, sie sind in Verteidigungsposition und werden aggressiv, wenn man ihren Nestern zu nahe kommt!!!!!

    Kommentar von taigafee taigafeetaigafee

    ja, das da oben war nicht für deine antwort gedacht. weiß nicht, wie das passiert ist. :-?

  • 3
    Antwort von pooooo pooooo

    Nunja,

    Wespen sind geruchsorientierte Tiere. Meine starke Vermutung ist, dass es sich in diesem Fall um eine Kombination aus "Nestschutz" zum Einen und dem "Duft-Angriff" der Menschen zum Anderen handelt. 150 Personen mit unterschiedlichen Parfums etc....Die Wespen sind da schon sehr empfindlich.... Mir können mit meiner normalen Menschennase schon 2-3 parfumierte Leute auf den Senkel gehen.....wie wird es da Familie Wespe gehen, bei 150 Leuten ? :-)


    lg
    pooooo

    Kommentar von taigafee taigafeetaigafee

    parfümiert waren die alle nicht, weil sie alkohol in jeder form meiden (hardcore-hindus :-)). aber menschendüfte, noch dazu mit schweiß versetzt, das kann natürlich sein.

    Kommentar von pooooo pooooopooooo

    Eben, nur weil jemand nicht nach Parfum riecht, heisst es noch lange nicht, dass sie angenhem für Mensch und Tier riechen...:-)

  • 2
    Antwort von Lupus1960 Lupus1960

    Nach meiner Ansicht kann es mehrere Gründe geben. Die Vielzahl der Menschen, die auch für Gerüche und Erschütterung sorgen, mag schon dafür reichen. Aber es könnte auch einen weiteren Grund geben. Jetzt im Herbst schwärmen irgendwann die Jungköniginnen und die Männchen zum Begattungsflug aus. Das könnte der Anlass sein, warum die Arbeiterinnen besonders nervös sind und ihren Staat schützen wollen.

    Ich kenne Wespen eigentlich fast nur als ruhige und friedliche Tiere.

    Kommentar von taigafee taigafeetaigafee

    das klingt einleuchtend, wieso aber haben so viele menschen das gefühl, dass die agression zunimmt?

    ich persönlich habe sowas wie dieses jahr noch in meinem ganzen leben nicht erlebt. ..nicht annähernd.

    Kommentar von Lupus1960 Lupus1960Lupus1960

    Früher war so wieso alles besser. Schlechtes verdrängt oder vergisst man meist schnell.

    Es ist doch im Herbst immer das selbe. Alle stöhnen über die aggressiven Wespen. Das Wespenvolk ist nun mal im Herbst am Zahlreichsten. Wenn das Volk die Jungköniginnen und die Männchen aufgezogen haben, sind sie mehr oder weniger „arbeitslos“ vielleicht sogar auch führungslos. Ich kann leider nicht sagen wann die alte Königin stirbt.

    Wenn ich daran denke, dass ich mal vor 30 Jahren etwa 50 m an einem Bienenwagen vorbei gegangen bin, diese sich davon gestört fühlten und mich dann einige von ihnen stachen, dann sind Wespen die reinsten Kuscheltiere.

  • 2
    RatgeberHelden Antwort von frank1968 frank1968

    Wenn dort normalerweise keine 150 Menschen herumlaufen, dann werden die Wespen das als extreme Bedrohung auffassen, wenn es passiert.

    Diese Wespenart hat ein Erdnest, und Wespenarten mit Erdnestern müssen sofort reagieren, wenn sich plötzlich eine ganze "Herde" in ihrer Nähe aufhält. Solche Herden sind existenzbedrohend, falls es sich um Rinder oder anderes handelt, und die Vibrationen reichen aus, um das von das von dir beschriebene Verhalten auszulösen.

    Dann werden gezielt einige am Rand stehende "Tiere" gestochen, damit die Gruppe sich verzieht.

    Kommentar von taigafee taigafeetaigafee

    das welpennest ist aber nicht auf der erde, sondern an einem stapel älterem holz.

    Kommentar von frank1968 frank1968frank1968

    Es gibt in Nordeuropa zwei verschiedene Nestbautechniken bei sozialen Faltenwespen. Die einen bauen in hohlen Bäumen, Nistkästen, Dachstühlen etc., die anderen in der Erde, unter/zwischen Holzstapeln etc. Die zweite Gruppe reagiert ganz extrem auf Erschütterungen, die erste nicht.

    Kommentar von frank1968 frank1968frank1968

    .......ach ja, wichtige Frage: waren die Menschen religiös? Das mögen Wespen nämlich gar nicht.

    Kommentar von taigafee taigafeetaigafee

    nein, nein, sie tun nur so.

    Kommentar von frank1968 frank1968frank1968

    Wer, die Wespen oder die Menschen?

    Und übrigens: die Antwort war ernst gemeint: Wespen wehren sich unter Umständen recht effektiv gegen große Säugetiergruppen.

    Kommentar von taigafee taigafeetaigafee

    die menschen meinte ich :-). die wespen sind dort schon einige wochen vorher derart aufgefallen, obwohl es dort in der regel extrem ruhig ist.

  • 2
    Antwort von Fluppendreher Fluppendreher

    Nein, leider kann man Wespen nicht anfüttern. Ich arbeite in einer Einrichtung mit wunderschönem Garten. Dieses Jahr wurden BewohnerInnen immer und immer wieder von Wespen gestochen, obwohl sie nur ruhig saßen und sich unterhielten. Selbst unsere Pfeifenraucher wurden gestochen. Unser "Hausarzt" und Apotheker bestätigen, was schon im Wissenschaftsteil der DIE ZEIT stand: Die Wespen werden immer aggressiver!

    Kommentar von taigafee taigafeetaigafee

    warum kann man sie nicht anfüttern? worauf begründest du das?

  • 1
    Antwort von Lacus Lacus

    Aus meiner Erfahrung ist die Ursache für die Agressivität ganz eindeutig. Die Situation für die Wespengemeinde in ihrem Nest, waren die ca. 150 Menschen, die plötzlich in ihrer nächsten Nähe auftauchten. 20 m sind sehr nahe, 100 m und mehr hätten die Wespen nicht weiter gestört. Alle anderen Mechanismen, die dann als Verteidigung durch die Wespen in Gang gesetzt wurden, haben wir auch in anderen Fällen genauso beobachtet. Ich sehe da auch keine Abhilfe, diesem von uns inzinierten Übel ein Ende zu bereiten. Es sei denn, dass man das Wespennest vernichtet und das sollte man lieber nicht tun, da schon genügend Nützlinge vernichtet werden. Der Beitrag ist trotzdem für jeden von uns sehr interessant, da wir Plätze, wo gefeiert werden soll, vorher genau untersuchen sollten,.

    Kommentar von taigafee taigafeetaigafee

    ...von uns inzinierten Übel...

    wie meinst du das?

    Kommentar von Lacus LacusLacus

    Von uns insziniert wurde die Feier am Wespennest. Die Wespen haben sich das nicht ausgesucht und hofften, bei der Platzwahl einen Volltreffer am Komposthaufen gelandet zu haben. Leider haben sie sich da geirrt, denn dann kamen irgendwann bis zu 150 Leute in ihre näcnste Nähe. Das war dann für die Wespen ein außerordentlich gefährliche Situation, der man zu begegnen hatte. Das kann ich gut verstehen, allerdings nur als Wespe.

  • 1
    Antwort von Terezza Terezza

    in meiner kindheit hatten wir immer wespennester in der garage und auf dem dachboden und trotzdem bin ich pro sommer höchtens einmal gestochen worden. die wespen waren nicht wirklich angriffslustig und die stiche taten auch nicht so weh. wir haben sie einfach in ruhe gelassen uns sie uns auch. ich denke auch, daß die tiere immer agressiver werden. woran das liegt, könnte wohl nur ein fachmann sagen oder vermuten.

  • 1
    Antwort von emilie1 emilie1

    seit einigen Wochen sehe ich nur noch sehr aggressive Wespen, auch im Garten, da ist kein Obst und kein Kompost. Sie können teilweise nicht gut fliegen, bewegen sich nur knapp über dem Gras. Im Wald und auf Feldwegen hatten wir in letzter Zeit auch sehr viele unangenehme Begegnungen. Mir kommt das dieses Jahr extrem vor. Ein Bauer hat mir gesagt, dass die Bienen und Wespen kaum Nahrung hatten, da es lange Zeit viel zu kalt bei uns war und deshalb wären sie so aggressiv.

    Kommentar von taigafee taigafeetaigafee

    durch die guten verhältnisse im frühjahr sind es vermutlich zu viele geworden, so dass sie jetzt bei nahrungsmangel aggressiv werden. das klingt logisch.

    Kommentar von andobi andobiandobi

    Das aussergewöhnliche Verhalten von Insekten, wie oben beschrieben, hat in vielen Fällen mit massenhaft ausgebrachten Pestiziden zu tun, aus der Gruppe der Neonicotinoide. Damit wird Saatgut gebeizt, der Wirkstoff wird nach und nach abgegeben und von den Wurzeln aufgenommen, und geht in die Pflanzensäfte über.

    Jedes Insekt, das an der Pflanze nagt oder saugt, wird getötet. Diese Stoffe wirken auf das Nervensystem der Insekten. Taumelnder Flug, Krabbler, die mit den Beinen fuchteln, sind Vergiftungserscheinungen.

    Derzeit findet in der Landwirtschaft eine Massenvergiftung von Insekten statt, deren Auswirkungen nicht absehbar sind. Die Vögel finden zu wenig Futter, um die Jungen hochzubringen. Schlecht genährt, überleben viele von ihnen den Winter nicht.

    Die Insekten verschwinden nach und nach, man kann es sehen, wenn man nach einer Autofahrt die Windschutzscheibe betrachtet: fast keine Insekten drauf. Vor zwei Jahrzehnten musste man nach jeder längeren Fahrt die Scheibe mühsam reinigen.

    Die Folgen dieser in der Landwirtschaft eingesetzten Gifte sind nicht absehbar.

    http://www.disasterinthemaking.com/

    Kommentar von emilie1 emilie1emilie1

    ...das ist natürlich fatal. -aber warum sind die Wespen in diesem Jahr so extrem aggressiv (ich war noch nie ein Freund, aber jetzt werde ich auch schon panisch, wenn eine um mich herum schwirrt). Sie greifen ja wirklich grundlos an, mir kommt es auch so vor, als ob sich die Anzahl dieses Jahr verzehnfacht hätte???

    Kommentar von andobi andobiandobi

    Die scheinbar grundlose Agressivität kann durchaus mit diesen Nervengiften zu tun haben, sie wirken ja auch aufs Insekten - Gehirn.

    Es kann durchaus sein, dass sich die eine oder andere Insektenart mal ein Jahr ungewöhnlich stark vermehrt, wenn die Bedingungen passen.

    Insgesamt passiert aber gerade ein Massensterben der Insekten, medial aufgegriffen wird es bei den Honigbienen, die anderen interessieren eh niemand. Und Insekten sind ja nicht wirklich beliebt bei den meisten, man denkt an zwicken, stechen, kneifen.

    So manche Vorgänge in der Natur, die derzeit stattfinden, sind selbst den Wissenschaftlern unheimlich, z.B. ein "colony collapse disorder" genannter Vorgang dei den Bienen. Dabei verschwinden die Bienen spurlos, wobei die Bienenkönigin mit ein paar Bienen im Stock verbleibt, bei vollen Vorräten, aber natürlich so nicht überleben kann. In den USA sind auf diese Art 70% der Bienenvölker verschwunden.

    Es wäre dringend angesagt, in wesentlichen Bereich umzudenken, wie wir mit der Natur umgehen, bevor hier eine Kettenreaktion stattfindet, die wir überhaupt nicht abschätzen können.

    lg

    Kommentar von taigafee taigafeetaigafee

    das ist ja unfassbar. wie beschränkt können die landwirte denn sein??? wenn die vögel wegbleiben, dann brauchen wir ja noch mehr gift. ich dachte, die hätten inzwischen was gelernt. wieso gebietet denn da niemand einhalt? wie kann man da zusehen? was bringt uns die wissenschaft, wenn wider jedes wissen gehandelt wird? da kommen einem die tränen vor wut und hilflosigkeit....

    Kommentar von andobi andobiandobi

    Du sagst es klar und deutlich.

    Wir haben es mit Verrückten zu tun.

    Leider erkenn es zu Wenige.

    Kommentar von Lacus LacusLacus

    Deine Beschreibung trifft auf die industialisierte Landwirtschaft zu, für die Nachhaltigkeit unserer Ernährungsgrundlage (Acker- und Pflanzenbau sowie Tierhaltung) kein Thema ist. Fast alle dieser Betriebe bewirtschaften gepachtete Flächen, die sie dann bei Pachtende in einem disaströsen Zustand dem Eigentümer zurückgeben, der sie dann weiterverpachtet.

    Es gibt aber auch die anderen Landwirte, die nicht sich ihrer Verantwortjung für einen Erhalt der Fauna und Flora auf in ihren Betrieben bewusst sind und ihre Flächen entsprechend bewirtschaften. Dies sind nicht nur die Biobetriebe. Die Anzahl der Betriebe und die so bewirtschaftete Fläche wächst langsam aber stetig. In diesen Betrieben gibt bei den Insekten nur Nützlinge und bei den Kräutern, die in den Nutzplanzen wachsen nur Beikräuter mit einer essentiellen Funktion. Schädlinge und Unkräuter sind in diesen Betrieben nicht vorhanden. Um dies als Verbraucher und festzustellen und zu begreifen, sollte man immer wieder diese Betriebe besuchen.

    Es liegt allerdings auch an uns Verbrauchern, wie weit wir eine gesunde Landwirtschaft und Nahrungsmittelproduktion mit unserer Kaufentscheidung unterstützen. Es reicht dabei nicht aus das man im Großmarkt Bioprodukte kauft, natürlich ist das der 1. und wichtigste Schritt. Man sollte jedoch die Betriebe auch besuchen, um sich zu informieren (Man ist was man isst,) und den landwirtschaftlichen Familien, die in diesen Betrieben arbeiten zu danken und ihnen Mut zu machen.

    Kommentar von andobi andobiandobi

    Ich weiß, dass es diese "anderen" Landwirte gibt, man muss sie nur mit der Lupe suchen.

    Ich bin auch auf einem Landwirtschaftsforum, und vonseiten der konvis fliegen die Messer in Richtung bio ganz schön tief.

    Tatsächlich ist es so, dass die anständig wirtschaftenden Betriebe meist kleine Höfe sind, und auch am wenigsten subventioniert werden. Die können grad mal so überleben, wenn sie eine Nische gefunden haben.

    Angebaut wird, was am meisten gefördert wird, bei uns hier Mais und Raps. Aber nicht zum Essen, sondern für sog. Bio - Energie. Und weils nicht für den menschlichen Verzehr ist, wird auf Teufel komm raus gespritzt und gebeizt, was beim Mais gar nicht nötig wäre, würde man eine Fruchtfolge einhalten.

    Hier im Umkreis gibt es einen einzigen Biobauern, der wird von den anderen geschnitten, und wegen jeder Kleinigkeit angezeigt. Warum? Auf seinen Feldern wachsen Disteln, die sich rundherum aussamen. Ein Verbrechen.

    Ich baue einen Großteil mittlerweile wieder selber an.

    lg

  • 1
    Antwort von alphonso alphonso

    ich erfreue mich täglich an dem Schauspiel vor meiner Bürotür: Hunderte Wespen, wegen den Früchten und ständig kommen Hornissen vorbei und machen Jagd auf die Wespen. Wenn sie eine erwischt haben, fliegen sie mit ihr davon. Besser als jeder Action-Film. Zur Lösung deines Problems.... außer Nest vernichten gibt´s keine. Ein Veganer würde sicherlich vorschlagen, mit den Tierchen zu reden.

    Kommentar von charmingwolf charmingwolfcharmingwolf

    Neuer Beruf mit Zukunft , Wespen Flüsterer

    Kommentar von taigafee taigafeetaigafee

    ja, charmingwolf, das wäre auch was für rentner mit gesundheitlichen einschränkungen - ein beruf mit zukunft :-D.

    Kommentar von taigafee taigafeetaigafee

    Ein Veganer würde sicherlich vorschlagen, mit den Tierchen zu reden.

    auf sowas kann nur ein nicht-veganer kommen :-/

    der erste teil deiner antwort ist dagegen aber sehr spannend. vielen dank!

    Kommentar von alphonso alphonsoalphonso

    sorry, ich konnte es mir nicht verkneifen.

    Kommentar von taigafee taigafeetaigafee

    kein problem, fleischesser müssen ja auch irgendwo hin mit ihren aggressionen :-D.

    Kommentar von alphonso alphonsoalphonso

    oh ja - ich habe hier schon alles kurz und klein geschlagen.

    Kommentar von taigafee taigafeetaigafee

    oje, dann lieber ein paar veganer ärgern, bevor mutti sauer wird :-D

    Kommentar von alphonso alphonsoalphonso

    grins.... dass das so einfach ist, hätte ich gar nicht erwartet.

    Ich glaube, ich werde mal eine Frage posten.....

    Kommentar von taigafee taigafeetaigafee

    wir werden ein auge auf dich haben...

  • 1
    Antwort von adavan adavan

    ihr wart wahrscheinlich zu nahe im Umkreis des Nestes. Wir hatten mal eins im Garten im Gebüsch und die Wespen sind einfach raus und haben drauf los gestochen (auch wenn man meterweit davon entfernt vorbeigelaufen ist). Da hilft nur: Vernichten oder großen Bogen drum machen

    Kommentar von taigafee taigafeetaigafee

    habe jetzt erfahren, dass sie zucker brauchen. wenn man sie also mit überreifem obst versorgt, dürften sie friedlicher werden. einen versuch ist es wert.

    Kommentar von adavan adavanadavan

    Aber Vorsicht, dass ihr damit nicht noch mehr anlockt

  • 1
    Antwort von Illona41 Illona41

    wespen sind plagegeister, und wenn sie ein süsses wesen erspähen dann müssen sie ihren stachel ausfahren und zustechen, kommt dir das bekannt vor?

    Kommentar von taigafee taigafeetaigafee

    ja :-))). schöner vergleich!

  • 1
    Antwort von ILove7Series ILove7Series

    Vielleicht so ne abgefahre neue rasse oder so ;D tia, die leute werden iwann einsehen das es so nicht weiter geht, nur geduld, beschwer dich nur ganz oft :D

  • 0
    Antwort von josy123 josy123

    es kann schon sein, dass es an den 150 menschen lag, da das ja ein neuer zustand war... es kann aber auch sein dass es einfach zu viele wespen auf enem haufen waren, sodass sie eben deshalb auch agressiver waren, wenn viele menschen auf einem begrenzten haufen sind ist das ja genau so...

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