Ich hab das bisher so verstanden: Dritte-Welt-Ländern haben wenig Zollschranken und handeln am Weltmarkt mit Nahrungsmitteln (keine Zollschranken und Menschenrechte sind ja mehr oder weniger Bedingungen für Entwicklungshilfe). Durch die subventionierten Agrarprodukte der Industrieländern wurden in den letzten Jahren viele Kleinbauern ruiniert, dann stieg der Bedarf aufgrund des Aufschwungs in China, Indien und Brasilien und durch Herstellung von Agrar-Treibstoffen ("Bio"-Sprit). Die ländlichen Strukturen zum Anbau von Nahrungsmitteln waren jedoch aufgrund fehlender Nachfrage nicht mehr vorhanden und die steigenden Preise konnten sich viele in den Entwicklungsländern nicht mehr leisten. --> Hungersnot
Ich höre aber noch immer vielfach, Agrarsubventionen sollten abgeschafft werden (mit dem Argument, dies schade der Dritten Welt, nicht aufgrund von Sparpolitik). Dadurch müsste sich die gegenwärtige Situation der Nahrungsknappheit doch aber noch verschlimmern. Sinnvoller wäre es, die Subventionen langsam herunter zu fahren, sobald die Entwicklungsländer die Hungersnöte durch wieder aufgenommene lokale Produktion im Griff haben.
Mache ich einen Denkfehler?
Diese Frage teilen