Frage von Liisaamaariiaa, 142

aggressiver Bruder zuhause was tun?

Hallo.. Ich bin 17 Jahre alt und wohne noch zuhause bei meinen Eltern.. Wie ihr in der Überschrift schon lesen könnt habe ich einen großen bruder. Er ist ziemlich angerutscht und nimmt viele Drogen. Er rastet ziemlich schnell aus und hat somit schon sein ganzes Zimmer klein geschlagen. Er hat viel mit der Polizei zutun wurde oft mit dem Auto angehalten hat anzeigen wegen Verstoß gegen das Waffen und Betäubungsmittelgesetz. Er war schon 1 mal für Ca 5-6 Wochen in der geschlossenen von einem Richter angeordnet, aber seit er seit 4 Monaten wieder da ist ist alles noch viel schlimmer, er rastet wegen Kleinigkeiten aus und zerschlägt mitlerweile auch unsre Gartenmöbel. Zu beruhigen ist er auch nicht. Letztens kam die Polizei aber gemacht haben sie auch nichts jetzt ist meine Frage was können wir tun? Ich würde ihn gerne rauswerfen aber meine Mutter will es nicht und ich habe auch etwas Angst dafür wie er reagieren würde wenn ich ihn rauswerfen würde.. Freiwillig einen Entzug oder ein anti aggressionstraining machen will er auch nicht.. Hilfe bitteeee! 😭

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Antwort
von norbert9014, 9

Das hängt letztlich alles an der Einstellung Deiner Eltern (Du erwähnst nur Deine Mutter) ab: Wenn die nicht in der Lage ist, hier klar und deutlich zu handeln signalisiert Sie Deinem Bruder etwas,- nämlich

"A bisser´l was geht scho´ no´..."

Das schwierige bei Sucht ist oftmals die Handlungsunfähigkeit der Angehörigen... bei Eltern oftmals aus dem Schuldgefühl heraus in der Erziehung versagt zu haben oder an irgendwelchen Lebensumständen die das Kind nachteilig beieinflußt haben könnten beteiligt gewesen zu sein

Wichtig: Diese Haltung hilft einem Süchtigen nicht!!!!

>> So gut gemeint lässt es ihm in der Entwicklung seiner Suchtgeschichte immer eine Tür offen... und so rutscht er tiefer und tiefer hinein und hinab.

Niemand ist mehr für die Entwicklung  Deines Bruders verantwortlich.... es sei denn er selber!!!

Und er braucht harte Grenzen um seinen Lebensweg evtl nochmal umstellen zu können

Ich bin selber süchtig und sehr tief gefallen... aber auch seit weit über 20 Jahren abstinent! Und ich arbeite seither engagiert in der Suchtselbsthilfe...  Zudem: Auch mein Sohn hatte massive Probleme mit Chrystal Meth...

 --->>>  Aus dieser Erfahrung heraus: Ich habe meinem Sohn ganz klar zu dessen 18. Geburtstag die Tasche mit einer Liste von möglichen und seinem Kindergeld vor die Tür gestellt ... Geburtstagstorte.... und wenn alles gut geht und Du Dich wieder an die Regeln hälst, die für eine normales Miteinander gelten kannst Du gerne wieder zurück kommen.

>> Nachdem einige Exzesse waren die Du ähnlich anreißt: Schon vorher galt daher: Wenn Du im Rausch ausfällig bist, wenn deine Freunde glauben unsere Wohnung unsicher zumachen, wenn Du Dich unangemessen verhälst werde ich jedes mal die Polizei rufen weil ich annehme dass Du unter Drogen stehst und ich gerade einen Freund aus unserer Wohnung kommen sah und ich daher annehme dass du gerade Drogen vercheckst... also werde ich auch um die Filzung Deines Zimmer mit Hunden bitten etc.

Das ist jetzt sehr individuell... aber aufgrund meiner eigenen Lebenserfahrung habe ich hart und schnell reagiert

Mein Sohn wohnte nach einem halben Jahr wieder bei mir/uns... und stieg aus den Drogen aus. Er sagt heute selbst, dass das das einzige war, das ihn zum Umdenken veranlasst hat und wir sind heute beste Freunde... so gut man das als Vater und Sohn sagen kann

Für Dich: Suche eine Suchtberatung auf: Dort wird Dir Hilfe im Umgang mit Deinem Bruder zuteil... in Deinem / Euren Sinne, wie auch im Sinne Deines Bruders

Sollte Dein Bruder schon so tief drin sein, dass Knast und Folgewirkungen nicht aufzuhalten sind  >>> Das sind unmittelbare Konsequenzen seines eigenen Verhaltens!  Die kann und darf auch niemand anders tragen als er selbst

Und Deiner Mama mach klar: Je länger Ihr die Konsequenzen für ihn hinausschiebt... desto schwieriger wird es für ihn.

Über Jahre / Jahrzehnte ist versäumt worden klare Grenzen und Umgangsformen einzufordern und in der Erziehung gemeinsam zu leben: Diese Versäumnisse rächen sich nun

Sie könne aber nur bearbeitet werden, wenn man sich ihnen stellt... das Totschweigen Aussitzen etc... ist der Tod für alle beteiligten!!

Mit klarer Haltung... und das mag man sehen wie man will

Norbert

Antwort
von Littlespirit151, 55

Hey,
Das ist eine komplizierte Lage und bestimmt auch mit viel Nebengeschichten.
Ich würde unbedingt nochmals mut deinen Eltern darüber reden. Wenn du Angst hast sag das auch.

Kommentar von Liisaamaariiaa ,

Die Polizei kam letztens als ich sie angerufen habe und sagte das er ausrastet wegen einer Person nur wegen ihm mit 9 Leuten.. So mal bisschen als Vorstellung wie gut sie ihn schon kennen 🙊

Kommentar von Littlespirit151 ,

Also, dann solltest du stur bleiben und dir nicht anhören wie sie sagen "das geht schon"

Kommentar von Liisaamaariiaa ,

Kann man ihn denn nicht irgendwie zwangseinweisen lassen oder sowas..?

Kommentar von Littlespirit151 ,

So weit ich weiss müsste er dafür etwas sehr schlimmes gemacht haben.

Antwort
von minimouse97x, 28

Wenn er dass nächste mal so aus rastet Ruf die Polizei. Diese kommt wenn eine selbst oder Fremdgefährdung vorliegt und dass tut es wenn er schon Dinge kurz und klein schlägt..

Kommentar von minimouse97x ,

die müssen was machen, der Bruder meines Freundes rastet auch ständig sus wenn der Drogen nimmt.

Antwort
von Miezimaus, 16

Geh zu einer Familienberatungsstelle. Die hören dir zu und werden versuchen, eine Lösung zu finden.

Antwort
von JanniV, 54

Zur Polizei gehen wär wohl die beste Idee, die können dir weiterhelfen und müssten ihn eigentlich mitnehmen

Kommentar von Liisaamaariiaa ,

Als sie letztens da waren und er auch ausgerastet ist haben sie nichts gemacht haben nur kurz mit ihm geredet und sind wieder weg.. 

Antwort
von Leonider, 10

um welche Drogen geht es denn?

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