strafen erzeugen immer nur neue aggressionen. deshalb halte ich das für sinnlos. versuche an dein kind heranzukommen. erzähle von deiner kindheit, als ich fünf war störte mich das und das macht eich das und das. du musst das gespräch suchen, vielleicht gibt es doch ein problem mit dem vater und der familie (eifersucht.....?) und bei dir lässt er es aus, denn du stehst ihm am nächsten. ich habe 2 söhne und bei beiden "tickten" die mit 5 plötzlich aus. sie werden sich in diesem alter auch ihrem "mannsein" bewusst und ich denke für eine mutter ist dies immer schwierig, denn sie ist ja nun mal eine frau. hier ist der vater gefordert, mit in den wald gehen, toben, fussball etc. ich weiss nicht inwiefern er dies tuen kann/ will. versuche es mit sport ringen z.b. er muss diese aggressionen loswerden. versuche es mit empathie, fühle dich in ihn hinein, strafe ihn nicht, sondern sage ihm, dass er dich verletzt, dass du traurig bist, lasse ihn dann ruhig mal allein in seinem zimmer und ziehe dich zurück. setze klar deine grenzen, wenn es um beschimpfungen und schkäge geht. stelle dir in einer problemsituation vor, wie er geboren wurde, wie du ihn liebtest, wie du ihn in anderen situationen liebst. psychologe wäre für mich die letzte alternative. ich denke hier weder an adhs oder hochbegabt. es ist wahrscheinlich banaler.....er ist ein junge !!! jungs wollen nicht nur bücher ansehen, sie wollen action. sport, mit freunden toben. da musst du durch, so anstrengend und nicht deinem wesen entsprechend es auch ist. glaube mir, ich spreche aus erfahrung und mein grosser sohn sollte von depressionen, ads, adhs etc. alles haben und ich natürlich auch (sie projezieren ihre probleme auf ihn....) lass dir nichts einreden. es ist auf gewisse weise normal. er benutzt dich, weil er bei dir die sicherheit verspürt es ausleben zu können. im übrigen stimme ich o.g. schreiber zu, in diesem alter entwickelt sich soziale kompetenz erst richtig. es kann sein, dass er die trennung jetzt erst begreift, mit anderen vergleicht etc. sprich mit deinem ex, er muss jetzt mehr ran, wie du. ich wünsche dir viel kraft, du kannst das.........
Mein Sohn kennt es doch garnicht anders, als das wir getrennt sind. Seit mein Sohn sich bewusst erinnern kann wohnt er mit mir alleine und Papa mit der (jetzt ja nicht mehr) Neuen zusammen. Seit 2 Jahren ist auch ein kleiner Bruder dort. Ihn liebt er über alles und auch mit der "Neuen" hat er ein gutes Verhältnis (da bin ich ja schon froh drüber). Mit den Verwandtschaftsverhältnissen bzw Beziehungen hat er sich zum Zeitpunkt der GEburt seines Bruders sehr stark auseinandergesetzt.
Das klingt ja alles sehr vorbildlich. Aber wenn ich das unten so alles lese (für meinen Ex gehöre ich zum Psychologen, nicht das Kind), denke ich schon, dass das Kind in einen Loyalitätskonflikt zwischen Papa und dessen Familie einerseits und Mama andererseits gerät. Dass er sich schon mal mit 3 mit den Verwandschaftsbeziehungen auseinandergesetzt hat, ist ja klar, das machen alle Kinder. Aber wahrscheinlich ahnt er jetzt erst, was eine zerrissene Familie bedeutet. Das Kind leidet unter der Trennung (oder unter etwas ganz anderem, was wir hier nicht wissen), und darüber sollte m.E. mit einem Psychologen oder Familientherapeuten geredet werden.