Frage von anonymepersonxy, 13

Aggression des Hundes gegenüber der Katze weg nehmen/verhindern?

Hallo! Wir haben in unserem Haushalt zwei Katzen und einen welsh Terrier. Unseren Terrier haben wir vor gut zwei Jahren adoptiert und er ist jetzt 6 Jahre alt. Die Katzen sind 6 und 4. Nun haben wir das Problem, dass unser Hund überhaupt nicht mit diesen auskommt. Er stürmt aus der Küche und sucht sofort nach den Katzen - natrürlich unterbinden wir das aber komplett beenden das schaffen wir nicht.

Unsere Katzen sind eigentlich an Hunde gewöhnt. Die Große ist mit einem Terrier aufgewachsen und die kleine hat auch eine zeit mit diesem gelebt. Es geht also nur von unserem Hund aus.

Heute kam es dann zum Zwischenfall, dass unser Hund die kleinere Katze "angefallen" hat. Es waren keine Zähne im Spiel er ist "nur" auf sie gestürzt und wir konnten ihn früh genug weg holen. Was sonst passiert wäre weiß ich nicht. Es ist wirklich angstregend zu wissen, dass die Katzen in ständiger Angst leben müssen.

Habt ihr Tips wie man hier vorgehen kann um wenigstens zu erreichen, dass die drei aneinander vorbei gehen können ohne dass der eine bellt und die andere faucht? Wir wären sehr dankbar!

Expertenantwort
von Naninja, Community-Experte für Hund, 4

Weißt Du, was ich nicht verstehe? Warum man sich ein Jagdschwein wie einen WT, der auf Bewegungsreize reagieren und selbstständig arbeiten und entscheiden soll, zu zwei Katzen ins Haus holt. Der Hund tut genau das, wofür er geboren worden ist: jagen.

Ich glaube nicht, dass Du das Verhalten komplett abtrainieren kannst. Du kannst den Hund seinen Anlagen entsprechend auslasten, damit er im Haus müde ist. Du kannst mit ATJ daran arbeiten, dass er besser kontrollierbar ist. Aber ihn komplett davon abbringen, dass er auf die Katzen geht, halte ich für nicht machbar und das Risiko, dass ein Tier einen unbeobachteten Moment mit seiner Gesundheit oder dem Leben bezahlt, bleibt. Abgesehen davon bedeutet auch kontrolliertes Zusammenleben für alle Beteiligten dauerhaften Stress - gerade für die Katzen, die mit einem Hund leben müssen, der sie plattmachen will.

Wenn Du an dem Problem arbeiten willst, solltest Du immer einkalkulieren, dass es keine 100% Sicherheit gibt und das eine kleine Unachtsamkeit fatale Folgen haben kann. Kannst Du damit leben, such Dir einen wirklich guten Trainer. Kannst Du es nicht, wirst Du Dich von Hund oder Katzen trennen müssen.

Expertenantwort
von jww28, Community-Experte für Hund, 3

Hi,

2 Jahre sind echt lange, da ist vieles auch einfach falsch verknüpft worden:(

Das er auch aktiv auf Beutesuche geht ist ein echt mieses Zeichen. Und nur weil ein Hund sich mit einer Katze vertragen hat heisst das leider nicht das er allgemein katzenlieb ist. Meine Leben auch mit Katzen, aber nur und ausschließlich mit meinen beiden, Fremde sind nach wie vor ein rotes Tuch. 

Grad bei der Kombination Jagdhund und Katze muss man einiges beachten. 

-So muss beim Jagdhund auch erstmal für eine entsprechende Auslastung gesorgt werden, wenn er gerne sucht kann man es mit Trailing zb versuchen. 

-Dann muss dem Hund beigebracht werden das in der Wohnung der Jäger Feierabend hat, das ist eine Ruhestätte mehr nicht

- wenn das gemacht wird kann man den Hund beibringen welches Verhalten gegenüber deine Katzen erwünscht ist, nämlich ruhig bleiben :) das kann nun wo das Kind im Brunnen sitzt schwierig werden. Am besten teilt man dafür die Wohnung in ein Hunde-und katzenrevier wo jede Partei Ruhe bekommt. Und dann kommt es nur  noch drauf an seine Tiere lesen zu können,hat der Hund schon Stress weil er die Katzen riecht, so muss man das erst lösen, sprich er bekommt kein Sichtkontakt sondern soll erstmal drauf klar kommen das das Revier und die Halter nach Katze riechen. Wenn er aufhört zu suchen dann kann man ein Schritt weiter gehen und mit der standfestesten Katze das Zusammentreffen üben, dafür die Katze erhöht setzen und den Hund an einer leichten Schleppleine hinführen. Absitzen lassen  - lecker wieder rausgehen und Ende der Übung, so was übt man täglich Ca 1-5 Minuten, wichtig ist da auf den Hund zu achten,er darf da keine Anzeichen von Aufregung zeigen. 

Trotz allen kann es passieren das der Jagdtrieb einfach zu stark ist und das man im Interesse aller vorhandenen Haustiere sich entscheiden muss :( Würde daher vorschlagen das mit einen sehr guten Hundetrainer der nachhause kommt und sich mit der Kommunikation auskennt zu üben. Der kann dazu auch vor Ort besser erkennen wie intensiv der Hund sein Jagdtrieb auslebt und ob da ein Training auch Sinn macht.

Kommentar von anonymepersonxy ,

Vielen Dank wir werden das auf jeden fall berücksichtigen! 

Antwort
von Bitterkraut, 5

Ganz ehrlich, wenn ihr das in 2 Jahren nicht hingekriegt habt, daß der Hund die Katzen als Familienmitglieder akzeptiert, sehe ich nicht, wie euch da jetzt noch zu helfen wäre. Der Hund hatte bereits Jagderfolg, ihr habt das Jagen nicht von Beginn an unterbunden, falsch versgesellschaftet und jetzt zeigt euch der Terrier, warum er ein Terrier ist. 

Holt euch einen Hundetrainer ins Haus, vielleicht gibts da noch ne Chance, aus der Distanz kann ich da gar nichts raten. 

Ich habe auch 2 große Jagdhunde, und beide leben mit den beiden Katzen super zusammen, obwohl z.B. mein jüngerer Hund keine Katzen kannte, bzw. sie gejagt hat, bevor er in meinen Haushalt kam. 

Antwort
von uwe4830, 3

nochmal langsam zum mitschreiben, wie lange habt ihr die Katzen? Waren diese jetzt vor dem Hund da, oder sind diese erst jetzt eingezogen? Wenn dem so ist, wird es schwer die Situation über Ferndiagnostik zu beheben. 

Oder tritt das Problem jetzt nach 2 Jahren in denen Hund und Katze zusammen leben erst auf?

Kommentar von anonymepersonxy ,

Unsere Katzen sind seit sie babys sind bei uns. Der hund kam neu dazu. 

Kommentar von uwe4830 ,

aber dann habt ihr das Problem doch schon länger, oder ? Was habt ihr bisher unternommen?

Antwort
von dogmama, 5

Habt ihr Tips wie man hier vorgehen kann um wenigstens zu erreichen, dass die drei aneinander vorbei gehen können ohne dass der eine bellt und die andere faucht?

hier ist ein interessanter Link dazu:

http://www.pfotenteam.com/?a=1&t=0&y=3001&r=0&n=246&c=25&...

allerdings kann eine Vergesellschaftung dieser Art schwierig bis unmöglich sein! 

besonders Terrier haben einen enormen Jagdinstinkt. Dieses Jagdfieber kann man den Hunden auch nicht aberziehen, er wurde ja seit Jahrzehnten oder auch Jahrhunderten angezüchtet.

eine solche Tierkonstellation ist daher für mich auch nicht nachvollziehbar!

Kommentar von anonymepersonxy ,

Danke für die Antwort! Die Konstellation ist jedoch nur so gekommen da uns vom Vorbesitzer erzählt wurde, dass der Hund sich mit anderen Tieren (auch katzen) versteht. Am Anfang ging das auch gut aber in letzter Zeit kam es öfter zum Gegenteil. Trotzdem Danke!

Kommentar von Bitterkraut ,

Mit der Konstellation an sich hab ich kein Problem. 

Ich kann nicht recht glauben, daß das am Anfang ganz gut (ganz gut klingt auch nicht überzeugt, sondern ungenau) ging. Da ist von Anfang an was schie gelaufen. Wenn man alles richtig macht, kann man Hund und Katze zusammen in einem Raum allein lassen. 

Ihr habt von Angang an nicht verhindert, daß der Hund Ausfälle in Richtung Katze macht, nicht genug Kontrolle gehabt, da bin ich fast sicher. 

Hund und Katze vergesellschaftet man so, daß der Hund vollständig unter Kontrolle ist, und die Katze die Wahl und die Möglichekeit hat, auf den Hund zuzugehen, der Hund muß dabei ruhig bleiben oder ruhig gehalten werden Die Katze mut das erste und das letze Wort. haben. Je nach Neugier und Mumm der Katze, kann das einige Veruche brauchen, wenn es aber krichtig klappt, dann für immer. Und nicht so, daß der Hund nach einiger Zeit die Katze wieder jagt. 

Wenn der Terrier zu Beginn nur den kleinsten Jagderfolg hatte, vergißt er das nicht. Dann probiert er es immer wieder.

Kommentar von Bitterkraut ,

Man kann auch jeden Terrier mit Katzen vergesellschaften, wenn man es richtig macht. Was zum Haushalt gehört, wird nicht gejagt, das kapiert jeder Hund. Das ist ein einfaches Erziehungsziel, sind Hunde doch Rudeltiere, die praktisch alles als zur Gruppe gehörend akzeptieren, wenn man es richtig anstellt. Aber hier ist offenbar schon zuviel schiefgelaufen, von Anfang an.

Mein Pointer würde draußen auch alles hetzen, was sich bewegt, allber alles, aber vom Kater duldet er Milchtritt und von der Katze läßt er sich die Augen putzen.

Antwort
von Klausmann01, 5

Hallo,

ich finde hier die Tipps sehr sinnvoll: http://hunde-infos.blogspot.de/2011/03/hilfe-hund-jagt-katze.html

LG

Kommentar von Bitterkraut ,

Und wenn der Ablekungsreiz mal nicht kommt, schnappt der Hund zu. Ich halte die Methode für kritsch. 

Im Idealfall nähert sich die Katze dem Hund sogar von hinten, beriecht und betastet ihn, d.h. sie chckt mal mit der Pfote, was passiert, wenn dann nicht passiert und die Katze keinen Fluchtreflex zeigt, hat der Hund keinen Jagdreiz mehr und die Sache ist gelaufen.

Kommentar von Bitterkraut ,

Also besser den Jagdreiz abschalten, als auf den Ablekungsreiz spekulieren.

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