Aggregratzustand Physik oder Chemie?

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9 Antworten

Die Natur kennt keine Fächer.

Bei der Betrachtung einer Dampfmaschine wird das Verdampfen/Kondensieren von Wasser sicher rein von der physikalischen Seite betrachtet.

Allerdings wird dir kaum ein Physiker begründen können, warum Wasser einen so hohen Siedepunkt hat, eine so große Wärmekapazität und eine so hohe Verdampungsenergie.

Es gibt auch Stoffe, die in verschiedenen Aggregatzuständen durchaus verschiedene Zusammensetzungen haben, 2 Beispiele sind m.W. wasserfreies Aluminiumchlorid und Arsen- oder Antimonpentafluorid.

Die ganze Diskussion ist eigentlich sinnlos. Als Wissenschaftler sollte man über den Tellerrand des eigenen Fachgebiets hinaussehen, anstatt Grenzzäune zu ziehen.

Ich erlebe das immer wieder, dass Menschen nicht erkennen, dass im Grenzbereich die Betrachtungsweisen ihrer Wissenschaft nicht mehr ganz passen.

Und warum gibt es eigentlich kein Wattenland, wohl aber ein Wattenmeer?
Das wäre doch eine sinnvolle Beschäftigung für euer Wochenende ;-)

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Ich würde das jetzt auch eher der Physik zuordnen.

Die Physik beschäftigt sich mit Phasenübergängen (also auch Übergängen zwischen Aggregatzuständen). Sie beschreibt auch unterkülte Schmelzen. In der Physik gibt es Gas- und Strömungsgleichugen. Die Physik beschreibt Eigenschaften kristalliner Festkörper. Die gesamte Thermodynamik, auf der viel in der Chemie aufbaut, ist eine physikalische Disziplin.

Natürlich sind die Grenzen zwischen Chemie und Physik fließend. Es gibt nur eine Naturwissenschaft und ich würde niemals streng zwischen den Disziplinen trennen. Wenn ich mich hier aber entscheiden muß dann ist es Physik.

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Kommentar von ThomasJNewton
24.06.2016, 18:32

Die gesamte Thermodynamik, auf der viel in der Chemie aufbaut, ist eine physikalische Disziplin.

Erklär das mal den Chemie-Professoeren, die ihre Studenten mit fachfremder Theorie belästigen!

Also seien wir alle froh, dass wir uns nicht "entscheiden müssen".
Mein Beileid den Briten!

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Kommentar von Hamburger02
24.06.2016, 18:59

Als Thermodynamiker gebe ich dir absolut recht. So ist es.

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Da streitest Du um des Kaisers Bart! Gegenfragen: 

Gehört Kunsthandel zur Kunst, zum Handel oder zur Kultur? Gehört Baustahl zur Werkstoffwissenschaft, zur Metallurgie, zur Chemie, zur Statik oder zum Bauwesen? Gehören Kopfläuse zur Hygiene, zur Tierphobie, zur Medizin, zur Pharmazie oder zur Biologie?

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Kommentar von ThomasJNewton
25.06.2016, 00:51

Oder warum gehören Kunsthändler zu den Millionären, Bauhandwerker zu den Stützen unser Gesellschaft und Läusezüchter und Phobiker zu ...

Konfusius sagt
Ach Thomas, ich rede auch mal im Schlaf

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wenn du über diesen aggregarzustand redest, ist es physik, wenn aber die sprache z.b. auf die moleküle kommt, wird es chemie.

eine ganz klare grenze gibt es in diesem bereich ohnehin nicht.

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Es ist eine Physikalische Reaktion, manche Leute in meiner Klasse behaupten es sei Chemisch aber das stimmt nicht. Chemische Reaktionen basieren auf Stoffveränderungen und nicht auf Aggregatzusandsänderungen. :D

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Hauptbegriff Aggregratzustand also fest, flüssig und gasförmig

Heute eher kristallin, amorph und gasförmig. Neben den nichtklassischen Aggregatzuständen.

physik oder chemie?

Hauptsächlich Physik, bissel Chemie spielt auch mit rein.

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Das ist Physik, definitiv. Bei Chemie findet immer eine Stoffänderung (in der Zusammensetzung) statt, bei Physik bleibt der Stoff in seiner Zusammensetzung gleich.

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Nein das ist Klassische Physik, weil keine Stoffumwandlung stattfindet.

Wenn Wasser gefriert bleibt es Wasser (H2O) und wenn es wieder auftaut ist es auch immer noch Wasser, auch wenn es verdampft ist es noch Wasser.

Chemie wäre es wenn das Wasser nach der Reaktion kein Wasser mehr ist sondern Wasserstoff und Sauerstoff etc...

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Kommentar von ThomasJNewton
24.06.2016, 18:41

Das sagst du in deiner aquazentrischen Verblendung ;-)

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Ich sage sowohl als auch :D In der Chemie wird der Aggregatzustand auch in der Reaktionsgleichung usw. genannt und ist entscheidend für manche Endprodukte einer Reaktion. 

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