Frage von Firaxis94, 178

Agentur für Arbeit verbaut mir die Zukunft - Jemand einen Rat?

Guten Tag,

ich bin in einer überbetrieblichen Ausbidung, welche ich mit einer nicht bestandenen Abschlussprüfung absolviert habe. Nun möchte ich die Prüfung wiederholen, was mir verwehrt wird von der Agentur für Arbeit.

Ich hatte letztes Jahr im Oktober 2015 einen Burnout, weswegen ich von Oktober 2015 bis Januar 2016 ausfiel. Mein Arbeitgeber hat mir dies nie wirklich geglaubt, das einzige was dieser immer erhielt waren die AUBs (Arbeitsunfähigkeits-bescheinigung) von mir. Mein Arbeitgeber ist ein Bildungsträger und wird von der Agentur für Arbeit finanziert. (mein Gehalt)

Ich entschied mich anfang Januar dazu zu versuchen arbeiten zu gehen. Mitte Januar bis ca. Mitte-Ende Februar war der Zeitraum in dem das gut ging.

Währenddessen, hatte ich schmerzen im Rücken bekommen und auch die sonstigen Erscheinungen eines Burnouts kamen wieder hoch. Ich fiel also wieder aus.

Von Februar bis zum 31.07 16 bin ich nun krank geschrieben (vermutlich auch noch länger).

Ich möchte die Wiederholungsprüfung schreiben über die selbe Firma, was mir rein rechtlich zusteht.

Die gut geschriebenen Teile der letzen Prüfung will ich mir anrechnen lassen, wesewegen ich meine zwei schlechtesten wiederholen muss.

Die Agentur möchte nicht, dass ich bei diesem Bildungsträger (Ausbildungstätte) meine Ausbildung (Wiederholungsprüfung) zuende mache. Zusätzlich erhielt ich BAB (Berufsausbildungsbeihilfe) da sich mein Einkommen auf ca. 300 € beschränkt. Dieses wird natürlich mit der Ausbildung und meiner Zukunft direkt mit in den Sand gesetzt.

Vielleicht kann mir einer anhand der geschilderten Situation irgendwie helfen. Ich bin zur Zeit ziemlich sprachlos, wobei ich schon in Behandlung bin dass es mir baldig besser geht.. es dauert nun eben seine Zeit.

Wenn etwas unklar ist, bitte einfach fragen.

Vielen Dank.

Antwort
von Interesierter, 42

Die Agentur wird die Vorbereitung auf eine erneute Prüfung nur dann befürworten und finanzieren, wenn ein Bestehen der Prüfung als wahrscheinlich angesehen werden kann.

In deinem Fall denke ich, dass dies nicht der Fall ist.

Du schreibst selbst, dass du bis Ende diesen Monats noch krank geschrieben bist und du selbst davon ausgehst, dass du danach weiterhin nicht arbeitsfähig sein wirst. Wann du wieder einsatzbereit bist, steht in den Sternen.

Solange du aus gesundheitlichen Gründen nicht an der Ausbildung teilnehmen kannst, macht das keinen Sinn. Die Agentur weiss das. Die Ablehnung ist logisch und nachvollziehbar.

Antwort
von wfwbinder, 56

Was lässt dich denn hoffen, dass Du nach einer neuen Prüfung ohne Burn Out dem Arbeitsmarkt zur Verfügung stehst?

Was führt denn dazu, dass Du schon als junger Mensch unter Burn out leidest? Kann man das dauerhaft abstellen?

Natürlich ist das Interesse von allen Seiten hoch, dass Du ins verdienen kommst, damit Du Dein Leben allein gestalten kannst, aber es muss ja auch eine echte Hoffnung geben, dass Du die Prüfung bestehst. Kostet ja alles Geld.

Antwort
von DerHans, 96

Die Arbeitsagentur wird dir eine Verlängerung oder Wiederholung einer solchen (wahrscheinlich teuren) Maßnahme nur genehmigen, wenn dadurch die Aussicht besteht, dass du von der Leistung unabhängig wirst.

Das beurteilt die Arbeitsagentur scheinbar anders.

Es wird normalerweise nicht von ungefähr die Prüfungszulassung davon abhängig gemacht, dass du zu einem bestimmten %-Satz auch an der Ausbildung teilgenommen hast.

Du hast aber monatelang gefehlt und dich auch wohl da nicht um den Lehrstoff bemüht.

"Burnout" ist eine beliebte Ausrede. Viele Ärzte behaupten, dass es ein solches KRANKHEITSBILD EIGENTLICH GAR NICHT GIBT.

Den "Bescheid" den du angehängt hast, hast du doch scheinbar selbst geschrieben. So etwas bekommst du doch nicht von der Arbeitsagentur


Kommentar von wurzlsepp668 ,

Burnout gibts tatsächlich nicht ...

nennt sich dann mittelschwere Depressionen .....

Kommentar von Jewiberg ,

Natürlich gibt es den Burn out! Lt dem IDC 10 ist das Z73.0 und wird als Ausgebrannt / schwierigkeiten bei der Bewältigung des Altags klassifiziert. Es ist eine anerkannte psychiatrische Erkrankung, auch wenn einige Landärzte das nicht wissen (Fortbildung?).

Kommentar von user8787 ,

Falsch @Jewibeg

Das Burnout-Syndrom gilt nicht als Krankheit im Sinne des ICD-10, sondern ist eine Zusatzdiagnose, die Probleme mit Bezug auf Schwierigkeiten bei der Lebensbewältigung bezeichnet. Auch im aktuellen Klassifikationssystem der American Psychiatric Association, dem diagnostischen und statistischen Handbuch psychischer Störungen (DSM-5), wird Burnout nicht als eigenständige Diagnose aufgeführt.[3] 

Kommentar von Jewiberg ,

Du brauchst erst mal eine Bescheinigung deines behandelnden Arztes, das du unter dem Burn Out gelitten hast. Und zwsr mit Angabe der richtigen Nummer Z73.0. Dann brauchst du eine Prognose, daß du die Erkrankung überwunden hast und wieder dauerhaft, vollständig dem Berufsleben zur Verfügung stehst. Mit diesen Unterlagen legst du Widerspruch gegen den schriftlichen Ablehnungsbescheid der AA ein. (Fristen beachten).

Kommentar von wurzlsepp668 ,

dummerweise hat der / die Fragesteller / Fragestellerin keinen schriftlichen Ablehnungsbescheid ....

da das angefügte Bild irgendeinen "Wisch" zeigt .... der garantiert nicht vom Arbeitsamt kommt ..

Kommentar von Firaxis94 ,

Das ist mal eine helfende Aussage. Jedoch stelt sich mir die Frage...

Mein Arzt und ich wissen beide, dass ich noch nicht so weit bin. Die Prüfung jedoch wäre im November.

Wäre es nicht möglich auch rein rechtlich gesehen, die Wiederholungsprüfung in der Firma zu schreiben, darauf bauen währenddessen wieder fit zu werden.

Und wenn nicht, hat der Arbeitgeber nichts verloren, denn ich bekomme Krankengeld (falls es ihm daru gehen sollte).

Das klingt alles bisschen verwaschen, ich hoffe man kann verstehen was ich versuche zu sagen.

Kommentar von user8787 ,

Mein Arzt und ich wissen beide, dass ich noch nicht so weit bin. Die Prüfung jedoch wäre im November.

Woher will dein Arzt das wissen? 

Er muss i.d.R. 14 tägig deinen Gesundheitszustand neu prüfen und darf dich, bei Berdarf, erst dann weiterhin krankschreiben. 

Eine verlässlich Vorhersage bis November, quasie auf Verdacht, ist nicht wirksam.....

Kommentar von herzilein35 ,

Dann hätten sie es mir aber auch nicht genehmigen dürfen. Haben sie aber.

Antwort
von Firaxis94, 38

Falls ich mich irgendwie missverständlich ausgedrückt habe, entschuldigt dies.

Wie es zum Burnout kam, was die Ursachen dafür sind etc. ist unerheblich. Eine Psychotherapeutin, welche ich regelmäßig besuche, bestätigte dies ebenfalls der AGE.

Nennt es Burnout, Depressionen oder sonst wie..

Mir wäre es also lieb, wenn die eigentliche Frage im Vordergrund steht und bsp. wo ich mir weitere Hilfe holen kann.

Bei der IHK habe ich mich gemeldet, der zuständige Bearbeiter für Bürokaufmänner ist bis 10.08 im Urlaub und seine Vertretung ist Bankkaufmann... Er könne mir da nur bedingt helfen ich solle doch auf Herrn G. warten.

Antwort
von kevin1905, 39

Warst du mal beim Sozialrechtler?

Antwort
von Nube4618, 37

"Schmerzen im Rücken und sonstige Erscheinungen eines Burnouts" fällt mir auf. Was hat das eine mit dem anderen zu tun? 

Mein Statement wird wohl nicht weiterhelfen, aber irgendwie hab ich den Eindruck, da müssten Sie selbst mal. über die Bücher...

Antwort
von Omikron6, 38

Willst du uns hier für dumm verkaufen? "Bescheide" der Arbeitsagentur werden maschinell erstellt. Selbst individuelle entworfene Schreiben des Sachbearbeiters werden über einen Arbeitsplatzdrucker ausgegeben. Ich bin selbst Behördenmitarbeiter...  handschriftlich erstellte "Bescheide" gibt es nicht.. netter Versuch... aber von jeglicher Realität entfernt...

Antwort
von Firaxis94, 49

Vielen Dank für die schnellen Rückmeldungen.

Ja, ich bin durchaus eine lange Zeit ausgefallen, habe mich jedoch stehts um den Lernstoff aus der Berufsschule bemüht. Ebenso habe ich mehr aus ausreichend für die Abschlussprüfung gelernt mit meiner Freundin zusammen.

Es mag sein, dass "Burnout" als solches nicht existiert, aber ausgelaugt sein und psychisch auf der Arbeit unter druck gesetzt zu werden ist was anderes.

Bezüglich dem angehängtem Bild wollte ich keine Namen nennen oder auch sonst etwas von diesem Sachbearbeiter preisgeben. So fair wollte ich sein.

Das Schreiben habe ich von meinem Berufsberater so erhalten.

Ich hoffe und werde die Widerholungsprüfung schaffen, dessen bin ich mir ziemlich sicher. Auch wenn des bei der letzen an Rechnungswesen gemangelt hat, kann ich mich nun auf zwei konzentrieren statt 5 Prüfungen was durchaus ein Argument ist meine Chancen auf Erfolg zu erhöhen.

Grüße

Kommentar von wurzlsepp668 ,

das Schreiben KANN nicht vom Berufsberater sein ....

ich habe in meiner 30jährigen beruflichten Tätigkeit NOCH NIE einen handschriftlichen Brief einer Behörde erhalten .....

Kommentar von Firaxis94 ,

Kann es das also nicht, weil Sie in 30 Jahren noch nie so etwas gesehen haben?

Ich setze mich also hier hin, mache mir die Mühe einen Text zu schreiben, der gegen mich selbst ist. Aha.

Kommentar von wurzlsepp668 ,

es KANN nicht sein ....

haben auch bereits mehrere geschrieben ......

KEINE Behörde verfaßt handschriftliche Briefe ......

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