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Agaporniden/Unzertrennliche

Frage von ciccina543 ciccina543

ich bekomme bald ein einzelnen agapornid geschenkt, da seine partnerin gestorben ist. es ist erst 3 wochen alt und wird zum teil handaufgezogen, da die mutter zu wenig füttert. leider habe ich absolut keine ahnung von diesen vögeln. im internet hab ich bis jetzt auch keine hilfreichen inormationen gefunden. kann mir jemand eine nennen?

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Antworten (3)

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    Antwort von Zirbelnuss Zirbelnuss

    Der Vogel kann und muss vergesellschaftet werden, also mach dich auf die Suche nach einem weiteren Agaporniden.

  • 1
    Antwort von Veichan Veichan

    Überlasse einem Tierheim oder eine TIerschutzorganisation die Aufzucht dieses Vogels!

    Ansonsten beschaffe von einem seriösen Züchter einen Jungvogel und vergesellschafte die beiden sofort, wenn du sie bekommst. Ansonsten entwickelt sich ein schwer gestörter, fehlgeprägter Vogel.

    Kommentar von ciccina543 ciccina543

    der vogel kommt von einer züchterin, die auch eine prüfung dafür absolviert hat. sie hat gesagt, dass der vogel alleine bleibt. vermutlich weil eine ungerade zahl an nachkommen geboren wurde? sie meinte, dass ich mich jeden tag fast durchgehend um den vogel kümmern muss und hat mich vor de anhänglichkeit schon "gewarnt"

    Kommentar von blackdobermann blackdobermannblackdobermann

    Dennoch ist es nur Fair dem Tier gegenüber, einen Partner zu finden. Es ist niemals das Selbe für ein solches Tier, wenn ein Mensch 24 Stunden da ist. Dann währe eine euthanasie ja fast schon humaner, als einen Schwarmvogel bis an sein lebensende ohne Artgenossen zu lassen.

    Sie sind dazu geboren, mit ihresgleichen zu kommunizieren.

    Kommentar von Veichan VeichanVeichan

    Deine Züchterin hat leider keinerlei Ahnung von den Tieren, die sie vermehrt - wie so häufig!

    Vögel sind Schwarmtiere. Sich täglich um einen partnerlosen Vogel zu kümmern macht es für den Vogel kein bisschen besser, er entwickelt dadurch nur schwerste Verhaltensstörungen. Du bist kein Vogel - wenn du nur von einer Giraffe gepflegt werden würdest, würdest du vor Einsamkeit verrückt werden. Genauso passiert das mit diesen extrem sozialen Tieren. Die Einzelhaltung ist Tierquälerei, egal unter welcher Ausrede.

    Vergesellschafte dein TIer sofort mit einem anderen Unzertrennlichen und halte dich von dieser "Züchterin"besser fern - ihre Ratschläge sind absolut falsch, sie kennt sich kein bisschen mit den Bedürfnissen dieser Tiere aus und gibt sie einzeln ab - ein No-Go für einen seriösen Züchter. In der Schweiz und in Österreich ist die Einzelhaltung von Vögeln bereits per Gesetz verboten.

    @blackdobermann: Da hast du vollkommen Recht. Ich empfinde das Einschläfern eines solchen Rudeltieres ebenfalls humaner, als es bis an sein Lebensende in seiner Einsamkeit verrückt werden zu lassen.

    Kommentar von ciccina543 ciccina543

    mhh woher habt ihr euer wissen denn? kann man denn nachträglich einen partner finden? und was sind die vorraussetzungen? zb gleiches alter?

    Kommentar von Veichan VeichanVeichan

    Ich habe mein Wissen aus ernsthaftem Interesse und Beobachten der Vögel und aus dem Tierschutz, da ich in diesem arbeite. In der modernen Haustierkunde ist es längst Allgemeinwissen, dass Schwarmtiere niemals einzeln gehalten werden. Wenn du ein wenig googlest wirst du unzählige Seiten finden, die auf die Qual der Einzelhaltung bei allen Vogelarten hinweisen. TIerheime vermitteln sie auch nicht einzeln, wenn kein Partner da ist.

    Lies mal hier, eine ganze Homepage über Unzertrennliche: http://www.agaporniden.de/index2.html

    Zuerst musst du herausfinden, welches Geschlecht dein Vogel hat. Dazu rufst du bei deinem Tierarzt deines Vertrauens an und fragst, ob er DNA-Tests per Blutabnahme für die Geschlechtsbestimmung des Vogels durchführt. Wenn nicht, such so lange, bis du einen findest. Dort lässt du dann per Blutanalyse das Geschlecht deines Vogels erkennen.

    Dann machst du dich auf die Suche nach einem Partnervogel des anderen (!!!) Geschlechts. Hast du also ein Weibchen, suchst du ein Männchen und andersrum. Kaufe bitte auf keinen Fall einfach bei einem Zooladen einen Vogel, diese Tiere haben nie nachgewiesene Geschlechter (egal was man dir erzählt!), sind meistens fehlgeprägt und schleppen Krankheiten ein.

    Suche dir einen seriösen (!!!) Züchter, der dir einen Zweitvogel verkauft. Auch hier muss das Geschlecht sicher sein, denn gleichgeschlechtliche Paare vertragen sich nach längerer Zeit oft nicht mehr. Besprich das eingehend mit dem Züchter.

    Einen seriösen Züchter erkennst du daran, dass die Tiere sehr viel Platz haben (Freiflug!), kein Tier in Einzelhaltung abgegeben wird oder einzeln im Käfig sitzt und er auch Fragen stellt. Außerdem verkauft kein seriöser Züchter Handaufzuchten, die absichtlich vom Elternnest entfernt wurden. Dies ist Tierquälerei und prägt die Vögel von Anfang an fehl. Geh sofort nach Hause, wenn man dir gewollte Handaufzuchten verkaufen will.

    Das Alter ist nicht ganz so wichtig. Ein zweiter Jungvogel wäre super - aber auch ein etwas älteres Tier (max. 3 Jahre) ist in Ordnung, wenn es nicht anders geht.

    Du kannst dich bzgl. des Partnervogels auch an eine Vogelschutzorganisation wenden und um Rat fragen. Im Tierheim Berlin gibt es meist Unzertrennliche - kann ja sein, dass das nicht so weit von dir entfernt ist.

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    Antwort von jockl jockl

    Wenn Du keine Ahnung davon, sorry denn lasse die Finger davon. Denn diese Vögel als Einzel-Vögel zu halten ist absolute Tierquälerei. Die Bezeichnung "Unzertennliche" besagt eigentlich schon alles. Auch ist es verantwortungslos den Vogel als Einzel-Vogel abzugeben.

    So, ein 3 wochenalter Vogel kennt nur Nestwäme und in der Jungvogelzeit entwickelt sich die Unzertrennlichkeit. Den Agaproniden sind Schwarmvögel und im Schwarm wird ein Partner gefunden. Der Vogel allein gehalten wird wahrscheinlich sogar unangenehm anhänglich oder verkümmert. MUSS MEHR SEIN ?

    Kommentar von Veichan VeichanVeichan

    Absolut richtig!

    Dazu kommen noch weitere Verhaltensstörungen wie unkontrolliertes Schreien und Singen (Rufe nach Partnertieren), das Anbalzen vom Halter, wodurch Verletzungen auftreten (z.B. Kropfentzündung), Aggressivität aus Frustration, Federrupfen... Die Liste ist fast endlos und die ahnungslosen Tierbesitzer halten die Meisten dieser Störungen noch für "niedlich", weil sie die Sprache dieser Tiere kein bisschen kennen...

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