Frage von Sonja90, 82

AG verlangt nach Befunden vom Arzt, was soll ich tun?

Hallo liebe Mitglieder.... es ist eine etwas verzwickte Geschichte und hoffe, dass ich mich kurz fassen kann u. mir jmd helfen kann.

Seit Ende März bin ich nun krankgeschrieben und beziehe seit Anfang Mai nun Krankengeld: Diagnose: Depressionen ich habe viel zu lange zugeschaut, bin über meine Grenzen hinaus geschossen und habe es nicht mal bemerkt.

Mein AG wollte mich aufgrunddessen nicht gehen lassen (habe einen unbefristeten Vertrag), weil er meinte, dass ich meine Arbeit so toll gemacht hätte und er mir auf keinen Fall kündigen wird! Wir könnten einen Aufhebungsvertrag aufsetzen....diesen hab ich abgelehnt da dann die Sperrzeit des Amtes eintreten wird..

Meine Ärztin hat mich nun krankgeschrieben und habe Ende des nächsten Monats einen Termin bei einer Psychiaterin, früher ging es leider nicht...

Jetzt ruft mich mein AG an und verlangt nun Befunde von meinem Arzt!!! Ich solle jetzt zum Betriebsarzt der Fa gehen und dieser möchte Befunde sehen und haben! In diesem Brief, welcher der AG mir geschickt hat steht: dieser Termin ist für Sie verpflichtend! obwohl ich krankgeschrieben bin....das tolle ist: der AG kommt auch nicht für die Fahrkosten auf! Ich muss mit dem Zug 60 km extra zu diesem Termin hinfahren und die Kosten dafür selbst tragen.

Ich bin über eine Leiharbeitsfirma angestellt und diese wollen / können mir anscheinend nicht kündigen ich weiß es nicht....jedenfalls ruft mich der Sachbearbeiter heute an und meinte, ich solle Befunde von meinem Hausarzt mitbringen....was soll ich da jetzt tun? Dürfen / können Sie das überhaupt?

Was würdet ihr an meiner Stelle tun? Würdet ihr nach einem Befund anfragen und das dem Betriebsarzt mitbringen? Würdet ihr dem Betriebsarzt überhaupt etwas sagen? Ich weiß nicht was ich machen soll...

Vielen Herzlichen Dank für eure Hilfe!

Antwort
von Hexe121967, 39

der betriebsarzt hat genauso schweigepflicht wie alle anderen ärzte auch. und ja, ein ag kann verlangen das man sich dem betriebsarzt vorstellt. ich verstehe jetzt auch ehrlich gesagt nicht, warum du auf eine kündigung seitens des arbeitgebers aus bist?!?!

Antwort
von HalloRossi, 37

Der Arbeitgeber hat definitiv KEIN Anrecht auf dem Befund! Ganz gezielt ist deshalb auch auf der Krankmeldung für den Arbeitgeber die Spalte für den Befund nicht vorhanden.

Antwort
von Sonja90, 24

hey erstmal danke für eure antworten.

ja das ist der arzt der leiharbeitsfa. diese fa ist eine sehr große kette die in ganz deutschland verteilt ist, diese haben sogar einen eigenen betriebsrat und auch einen betriebsarzt. sehe schon die meinungen gehen da auseinander. das ich zum betriebsarzt gehe war mir klar, die kosten übernimmt er nicht aber das war mir auch schon klar, obwohl ich das auch nicht ok finde.

das der hausarzt eine schweigepflicht hat und ich ihm diese erst davon entbinden müsste, davon hab ich auch gehört. ich bin mir bei dieser fa nichtmal so sicher bzgl betriebsarzt und befunde...

was sie schon alles gemacht hat, gegen jedes gesetz....vll wollen sie eine art: betriebliche eingliederung erwirken, man weiß es nicht

Kommentar von user8787 ,

Gerade weil du dir nicht sicher bist ist es wichtig, das du deine medizinischen Daten vor Missbrauch schützt .

Der Betriebsarzt soll den offiziellen Weg gehen, läuft hier etwas nicht richtig kann jeder Schritt im Rechtsfall nachgewiesen werden. 



Antwort
von user8787, 33

Erstmal möchte ich klarstellen, deinen AG geht es nichts an warum du krankgeschrieben bist . Genau aus diesem Grund stehen auch keine direkten Diagnosen mehr auf den Krankmeldungen. 

Du bist zum Betriebarzt geladen, ok...ein ungewöhnliches Verhalten, aber ich nehme das so hin, weil ich kenne die Vorgeschichte nicht. 

Aber auch hier gilt, möchte der Betriebsarzt Befunde habe soll er die bitte selber bei den Ärzten anfordern. Das ist der übliche Weg.

Dem nun musst du auch erstmal mit einer Schweigepflichentbindung  schriftlich zustimmen . Ich denke in seiner Position ist das Verfahren nicht so einfach, deshalb möchte er das du das übernimmst. 

Ich würde an deiner Stelle nichts rausgeben, er soll sich auf ganz offiziellem Wege selber kümmern. Genau so würde ich es ihm auch sagen. 


Antwort
von wilees, 38

Verständnisfrage: Wer möchte Dich zum Betriebsarzt schicken?                   

Die Leiharbeitsfirma ?-    ich habe noch nie von einer Leiharbeitsfirma gehört, die einen eigenen Betriebsarzt hat.                                                      

Oder die Firma, die Dich entliehen hat?

Antwort
von Skibomor, 36

Deine Ärztin sollte das beantworten können!

Antwort
von Dackodil, 33

Der Arbeitgeber hat keinen Anspruch auf Einsicht in die Diagnosen und Befunde, der Vertrauensarzt schon.
Der hat aber Schweigepflicht dem Arbeitgeber gegenüber.

Antwort
von Griesuh, 21

Den Arbeitgeber gehen deine Diagnosen nichts an. Er kann dich jedoch verpflichtend zum Betriebsarzt schicken. Dieser brauch die Diagnosen. Er hat jedoch wie jeder andere Arzt auch die Schweigepflicht.

Die Fahrtkosten sollten von der Firma übernommen werden.

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