Schimpansen, Bonobos und Gorillas sind fähig, auf ganz ähnliche Weise zu kommunizieren wie wir. Große Berühmtheit als sprachbegabtes Wunderkind unter den Affen erlangte Washoe, eine junge Schimpansin, die das amerikanische Psychologenehepaar Dr. Allen und Beatrice Gardner von 1966 an mehrere Jahre lang bei sich in einem Wohnwagen aufzog. Da Schimpansen keinen hinreichend leistungsfähigen Kehlkopf ausbilden, um eine menschliche Sprache artikulieren zu können, brachten sie dem Tier in mühseligem Training verschiedene Gesten der amerikanischen Taubstummensprache bei. Washoe war schon binnen kurzem nicht nur fähig, Gegenständen oder Tätigkeiten erlernte Zeichen zuzuordnen, sondern sie kombinierte diese sogar in schöpferischer Weise neu. So reagierte sie zum Beispiel auf das vorgeführte Symbol für Kühlschrank - die Zeichen für „kalt“ und „Kasten“ - oft mit der Aufforderung: „öffnen – essen – trinken“. Oder sie kommentierte bestimmte für sie interessante Geschehnisse, etwa: „hören“ – „Hund“. Ein anderes Forscherehepaar, Sue und Duane Savage-Rumbaugh, die in einem Institut für Primatenforschung in der US-Stadt Atlanta arbeiteten, führten solche und ähnliche Experimente noch erheblich weiter. Sie entwickelte in den siebziger Jahren eine computerunterstützte Zeichensprache: „Yerkese“, mir deren Hilfe es einer jungen Schimpansin namens Lana beibrachte, sich mit ihm (oder einem Computer) durch das Drücken von Symboltasten zu verständigen. Auch diese beiden Wissenschaftler fanden überzeugende Beweise dafür, dass Primaten erlernte Zeichen eigenständig handhaben können und stellten außerdem eine Tatsache fest, die ebenso gut für uns Menschen gilt: „Man lernt eine neue Sprache nur im frühen Alter leicht und mühelos". Einer ihrer Schützlinge, ein Bonobo ("Zwergschimpanse") namens Kanzi, brachte es dabei zu einer beachtlichen Meisterschaft im Umgang mit Computern und der englischen Sprache. Er verstand über 250 Computerzeichen und ebenso viele Wortsymbole; sein Sprachverständnis war somit ungefähr auf dem Stand eines Kleinkindes. (Quelle: Rüdiger Vaas in: "Bild der Wissenschaft, 8/2000, Seite 36ff). Wahre Wunderdinge bezüglich seiner Artikulationsfähigkeit wurden auch von einem Gorilla-Kind namens Koko berichtet, welches die Entwicklungspsychologin Francine Patterson 1972 in Kalifornien unter ihre Obhut genommen hatte. Koko beherrschte rasch Hunderte von Zeichen der amerikanischen Gebärdensprache und war ganz offensichtlich dazu in der Lage, mit diesem erlernten Instrumentarium über Vergangenes und Künftiges zu sprechen, zu scherzen, zu lügen und zu schimpfen.
Googel mal ein wenig!
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